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Kitten impfen – ein kleiner Stich für großen Schutz

Impfungen sind eine große Errungenschaft, sowohl in der Human- als auch der Veterinärmedizin. Mit einer kleinen medizinischen Maßnahme lässt sich der Körper gegen bestimmt Krankheitserreger immunisieren – und Leben retten. Auch jungen Katzen sollten Sie die Prozedur nicht ersparen. Immerhin bewahrt ein kleiner Pikser im Zweifelsfall vor langwierigen Behandlungen. Mit einem Leckerli als Trostpflaster vergisst auch ein Katzenkind schnell den aufregenden Arztbesuch, bei dem die Impfung mittels einer Spritze in den Flankenbereich verabreicht wird. Lesen Sie hier, was Sie über Impfungen bei Kätzchen wissen sollten.

Muss ich mein Kitten impfen lassen?

Generell gibt es in Deutschland und in Österreich keine Impfpflicht für die Hauskatze. Sie sind also gesetzlich nicht verpflichtet, ihr Kitten impfen zu lassen. Die Impfungen werden aber dringend empfohlen – nicht nur im Sinne der individuellen Gesundheit Ihres Stubentigers, sondern auch für die allgemeine Eindämmung von Krankheiten. Zum Beispiel gibt es mit der – auf verschiedensten Wegen übertragbaren – Tollwut eine Krankheit, die auch von Tieren auf Menschen übertragen werden kann.

 

Zwar gab es den letzten Tollwutfall bei Wildtieren in Deutschland laut Robert-Koch-Institut im Jahr 2006, aber in weiten Teilen der Welt ist der Virus weiterhin verbreitet – und kann theoretisch wieder eingeschleppt werden. Verketten sich unglückliche Umstände und Ihre Katze gerät in den Verdacht, infiziert zu sein, müssen Sie gegenüber dem Amtstierarzt die Impfung vorweisen können.

 

Wie Statistiken belegen, ist die Impfmoral unter den deutschen Katzenbesitzern nicht besonders gut. Nur etwa jede dritte Katze ist ausreichend geimpft. Setzt sich dieser Trend fort, können die Folgen verheerend sein, denn je weniger Katzen mit Impfschutz durch die Welt tigern, desto heftiger könnte sich eine Epidemie ausbreiten.

 

Gefährdet sind nicht nur Freigänger: Einige Erreger sind außerhalb des Körpers überlebensfähig und können auch von draußen in die Wohnung eingeschleppt werden. Mit der rechtzeitigen Immunisierung Ihres kleinen Tigers nach der Empfehlung des Bundesverbandes Deutscher Tierärzte zeigen Sie Verantwortung und wappnen ihre Fellnase gegen die typischen Katzenerkrankungen.

 

Warum müssen schon Katzenkinder geimpft werden?

Solange die Katzenbabys noch ganz klein sind, erhalten Sie einen passiven Immunschutz. Antikörper, die der Organismus der Mutter gebildet hat, zirkulieren noch im Blut des neugeborenen Kätzchens. Hinzu kommt die Muttermilch, die ebenfalls einige wichtige Abwehrstoffe (Immunglobuline) enthält.

Das ist aber nur ein vorübergehender Schutz. Sobald der Milchkonsum der Kitten nachlässt und sie beginnen, festes Futter zu sich zu nehmen, sinkt die Immunisierung wieder ab. Das ist der Zeitpunkt, an dem die ersten Impfungen erfolgen sollten. Jetzt steht beim acht Wochen alten Kitten die erste Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen an.

Ab wann sollte man Kitten impfen?

Sobald die Umstellung zwischen Gesäuge und Fressnapf einsetzt, wird es Zeit, erstmalig das Kitten zu impfen.
  • Katzenschnupfen und Katzenseuche: Die Grundimmunisierung erfolgt während insgesamt drei Tierarztterminen, erstmalig in der achten Lebenswoche mit Auffrischungsterminen in der zwölften und sechzehnten Woche. In der Regel kommen heute Kombi-Präparate zum Einsatz, die gegen beide Krankheiten Schutz bieten. Der Grund für die monatlichen Auffrischungen: Die Abwehrstoffe aus der Muttermilch werden vom Körper mit fortschreitender Entwöhnung abgebaut, überlagern sich in der ersten Zeit aber noch mit denen aus der Impfung. Die drei Termine sorgen für einen glatten Übergang. Aufgefrischt werden muss diese Impfung dann erst wieder bei der fünfzehn Monate alten Katze, beim erwachsenen Tier – je nach benutztem Impfstoff, jährlich oder im Turnus mehrerer Jahre.
  • Tollwut: In der zwölften und sechzehnten Woche, zur Auffrischung dann wieder im fünfzehnten Monat, wird es Zeit für den Tollwutschutz. Die Tollwutimpfung sollte alle zwei bis drei Jahre aufgefrischt werden.
  • Katzenleukose (FeLV): Diese Impfung ist nur sinnvoll, wenn das Kätzchen Freigang genießen soll, denn das Virus wird über direkten Speichelkontakt übertragen – etwa beim gegenseitigen Belecken oder Beißereien. Die Grundimmunisierung findet ebenfalls in der achten und zwölften Woche statt.

Weitere Impfungen, etwa gegen infektiöse Bauchfellentzündung (FIP) oder Chlamydien, können abhängig von medizinischen Indikationen und Lebensumständen des Kätzchens sinnvoll sein, gehören aber nicht zu den „Basisimpfungen“. Ein Impfstoff gegen das gefürchtete Feline Immundefizienz-Virus (FIV oder „Katzenaids“) gibt es leider hierzulande noch nicht. Entsprechende Wirkstoffe aus Nordamerika sind bei den hiesigen Virenstämmen ineffektiv.

Muss ich meinem Kitten den Stress zumuten?

Viele Katzenbesitzer fragen sich, welchen Sinn die Auffrischungsimpfungen haben und ob der Tierarztbesuch in so kurzem Zeitraum nicht unnötigen Stress für das Kätzchen bedeutet. Es gibt jedoch einen medizinischen Hintergrund. Stark vereinfacht erklärt, funktioniert eine Impfung, indem dem Organismus schwache oder tote Zellen der jeweiligen Krankheitserreger zugeführt werden. Diese werden vom körpereigenen Abwehrsystem attackiert, wobei das Immunsystem sogenannte „T-Gedächtniszellen“ bildet. Diese sorgen dafür, dass der Körper im Infektionsfall die Erreger erkennt und abwehren kann, bevor sie Schaden anrichten. Allerdings werden diese Kontrollzellen mit der Zeit auch wieder abgebaut. Auffrischungen sind daher auf keinen Fall überflüssig. Jedoch ist es sinnvoll, wenn dazwischen lange Phasen liegen. Vereinzelt neigen Katzen zur Entwicklung eines Fibrosarkoms – eine besondere Hautkrebsform – die möglicherweise bei entsprechender Disposition durch Injektionen begünstigt wird. Je weniger Pikser also nötig sind, desto besser.

Der Impfschutz im ersten Jahr des Katzenlebens macht zwar den Großteil der Tierarztkosten für das Katzenkind aus. Rechnet man die Behandlungskosten dagegen, die bei einer Infektion der Katze anfallen würden, relativiert sich dieser Posten wieder. Lassen Sie sich also nicht durch Impfgegner oder Kritiker verunsichern. Vertrauen Sie Ihrem Tierarzt und sorgen Sie mit einem soliden Impfschutz für die Gesundheit Ihres kleinen Tigers.

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