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Berger de Picardie vor Holzwand

Berger de Picardie: eigenwilliger Familien-Bodyguard mit Charme und großem Herzen

Auf den ersten Blick sieht man dem Berger de Picardie seinen uralten Stammbaum nicht an. Unter seiner auffälligen Wuschelmähne steckt ein lauffreudiger Kinderfreund mit hoher Intelligenz und ausgeprägtem Beschützerinstinkt. Aggression und Jagdtrieb sind ihm fremd, sportliche Aktivitäten und geistige Auslastung dankt er dir mit Ausgeglichenheit und bedingungsloser Treue.

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Die Wurzeln des besonderen Schäferhundes

Die Wurzeln dieser außergewöhnlichen Rasse liegen eher im Dunkeln. Schäferhunde dieser Optik waren seit Jahrhunderten im nordwestlichen Europa verbreitet, manche sehen sie gar als Begleiter der Kelten. Der Berger de Picardie ist jedoch ein typischer Franzose aus dem gleichnamigen Department im Norden Frankreichs. 1863 erstmals bei einer Ausstellung vorgestellt, wurde die Rasse nach stabilen Zuchten 1925 offiziell anerkannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die Hunderasse eine Wiederbelebung durch den Club „Les Amis Du Berger Picard“. Im Jahr 1964 wurden neue Rassestandards festgelegt. Auffällig an der Rasse sind neben dem Wuschelfell die angeboren, aufstehenden großen Ohren.

Charakter des Berger de Picardie: heiter bis sonnig ohne Bewölkung

Sein typisches Wesen liefert den Grund für seine Zucht und Arbeit für den Menschen: ein großer, beeindruckender Hüte- und Treibhund mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein und dem Sinn zu handeln, wo es notwendig ist. Dabei bleibt der Berger de Picardie gelassen und ohne nervöse Aggression. Diese Rasse liebt ihr Menschenrudel und zeigt dir diese Zuneigung unverhohlen und bisweilen auch stürmisch. Verspieltheit ist ebenso Teil seiner familienfreundlichen Eigenschaften wie eine fast unumstößliche Gelassenheit. Wenn der Picardie-Schäferhund tatsächlich einmal bellt, dann aus gutem Grund. Ansonsten bleibt der Franzose entspannt, was deine Nachbarn freuen wird.

 

Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) empfiehlt Fans dieser Rasse, das Leben mit dem Berger de Picardie bewusst humorvoll und mit einem Augenzwinkern zu gestalten. Denn der Hund zeigt seinem Menschen bisweilen Alternativen auf und bringt seinen Dickkopf mit in die Verhandlungen. Bedingungslose Akzeptanz und Hacken Zusammenschlagen sind nicht seine Welt. Scheinbar überdenkt er bisweilen zunächst die Aufforderungen seiner Menschen, bevor er sie dann mit etwas Verzögerung umsetzt. Wenn du das akzeptieren kannst und die notwendige Geduld zur Erziehung aufbringst, erhältst du im Gegenzug bedingungslose Treue und Loyalität.

Berger de Picardie schaut nach oben in die Kamera

Erziehung und Haltung: Der Berger de Picardie bringt Leben ins Haus

Der Franzose verfügt naturbedingt über ein gestandenes Selbstbewusstsein. Er ist durchaus folgsam und sehr lernbegierig. Bisweilen bekommt der Mensch jedoch den Eindruck, dass der Hund ihm aus Mitleid einen Gefallen tut mit Aktionen wie „Sitz“ und „Platz“. Diese stoische Ruhe ist eine angenehme Eigenschaft, wenn sie frühzeitig in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Vertreter dieser Rasse sind gerne bereit, sich anzupassen und dem Menschen bedingungslos zu folgen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und über diese gibt es keine Unklarheiten. Der Hund möchte seinen Bewegungsdrang ausleben und erwartet von dir daneben eine geistige Aufgabe, die frühere Dienste als Herdenbeschützer ersetzen.

 

Auch bei ausreichender Auslastung empfiehlt sich ein Haus mit Garten zur Haltung. Vermutlich sucht der Hund von sich aus die Umgebung unter freiem Himmel. Neben der Bewegung an frischer Luft kann der Berger de Picardie hier seiner Veranlagung als Wächter frönen. Trotzdem schätzt er die Nähe zum Menschen. Das Alleinbleiben solltest du frühzeitig mit in die konsequent-liebevolle Erziehung einfließen lassen.

Pflege: (k)eine haarige Angelegenheit

Das raue Fell verlangt dir keine übermäßige Pflege ab. Regelmäßiges Bürsten macht nur deshalb mehr Aufwand, weil der Berger de Picardie ringsherum über eine reichhaltige Behaarung verfügt. Trotz seiner beeindruckenden Ganzkörper-Mähne verliert der Berger de Picardie kaum Haare. Aufgrund des rassetypischen Dickschädels solltest du Routinen wie Krallenpflege und Kontrolle der Zähne und Ohren von Anfang an regelmäßig üben.

 

Seine Geschichte hat ihn durch und durch für das vorgesehene Arbeitsfeld in der Natur ausgestattet. Widerstandsfähig gegen Kälte und Nässe und versehen mit einer Ross-Konstitution gibt es kaum Rassen, die ihm bezüglich seiner Gesundheit das Wasser reichen können. Genetisch bedingte Einschränkungen sind nicht bekannt.

Besonderheiten: Kraftpaket mit kräftiger Konstitution

Auf den ersten Blick wirkt der Berger de Picardie rustikal und eher wie Struppi denn wie ein Vertreter eines alten Stammbaums. Wer jedoch diese eher seltene Rasse in Aktion erlebt, kann sich der Eleganz und Attraktivität des hochbeinigen, schlanken Hütehundes nicht entziehen. Harmonisch und geschmeidig nimmt der Hund mit raumgreifenden Schritten Tempo auf und zeigt sich beweglich in seinen Aktionen. Eigenschaften, die im Hundesport wie Agility, CaniCross oder Dogdance perfekt zum Einsatz kommen. Dank seines Lernwillens und extremer Anhänglichkeit kommt der Franzose auch im Dienst als Wach- und Rettungshund zum Einsatz.

Steckbrief Berger de Picardie

  • Rasse:
    Berger de Picardie
  • Herkunft:
    Frankreich
  • Klassifikation:
    Hüte- und Treibhunde
  • Größe:
    55 bis 65 Zentimeter
  • Gewicht:
    20 bis 30 Kilogramm
  • Körperbau:
    gerade, kräftig, gute Muskulatur, harmonische Proportionen, lange Rute
  • Augen:
    mittelgroß, oval, dunkelbraun
  • Ohren:
    natürliches Stehohr, hoch angesetzt, mittelgroß
  • Fell und Farbe:
    am ganzen Körper 5 bis 6 Zentimeter lang, rau und hart, feine und dichte Unterwolle, rehfarben – rein oder mit schwarzer Deckfarbe oder dunkel gestromt
  • Charakter
    lebhaft, aufmerksam, arbeitsfreudig, menschenbezogen, charakterstark, unerschrocken, ausgeglichen
  • Pflege:
    regelmäßiges Bürsten ausreichend
  • Gesundheit:
    keine genetischen Einschränkungen bekannt, stabile Veranlagung
  • Besonderheiten:
    kein Jagdtrieb, wenn die Erziehung frühzeitig und konsequent einsetzt

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