Saluki: Wie der Wind im WĂŒstensand
31.01.2025 - Lesedauer: 3 Minuten

f8grapher/iStock via Getty Images
Der Saluki bezaubert vom ersten Anblick an mit seiner Eleganz und Schönheit. TatsĂ€chlich gehören Salukis, auch âpersischer Windhundâ genannt, zu den Ă€ltesten domestizierten Hunderassen â und zu den schnellsten: 1996 stellte ein Saluki mit einer Geschwindigkeit von 68,8 Stundenkilometern einen Rekord auf. Der groĂe, schlanke Windhund hat jedoch einige Anforderungen an seinen Menschen. Als Besitzer eines Salukis solltest du empathisch auch die leisen Zwischentöne im Verhalten des sensiblen Vierbeiners lesen können.
SteckbriefSaluki
Rasse | Saluki |
Herkunft | Naher Osten |
Klassifikation | Windhunde, Jagdhunde |
GröĂe | 58 bis 71 Zentimeter |
Gewicht | 14 bis 25 Kilogramm |
Körperbau | muskulös, schlank, quadratischer Rahmen, langer Hals und lÀngliche Schnauze |
Augen | dunkel mit sanftem Ausdruck |
Ohren | lange HĂ€ngeohren |
Fell und Farbe | befedert oder (seltener) einheitlich kurzhaarig; alle Farben mit und ohne Abzeichen; gestromtes Fell ist unerwĂŒnscht |
Besonderheiten | lange Rute in Ruhestellung zwischen Hinterbeinen â kein Signal fĂŒr Angst |
Charakter | reserviert, intelligent, eher ruhig |
Pflege | unkompliziert; gelegentliches BĂŒrsten |
Gesundheit | keine explizit rassetypischen Krankheitsdispositionen |
Die besten Produkte fĂŒr deinen Saluki findest du bei uns!
Die Herkunft des Saluki
Beim Saluki handelt es sich um eine uralte Rasse, deren Ursprung in den WĂŒstengebieten des Nahen Ostens liegt. Dort wurde er von Beduinen als Jagdhund gezĂŒchtet. GegenĂŒber anderen Hunderassen war und ist der Saluki im Orient hoch angesehen: Als GefĂ€hrte bei der Jagd auf Gazellen oder Hasen leistete er einen Beitrag zum Ăberleben der WĂŒstenvölker und wurde daher als âGeschenk Allahsâ bezeichnet. Die systematische Zucht in Europa begann 1895, als die Britin Florence Amherst ein PĂ€rchen von einer Ăgyptenreise mitbrachte. Nachdem gut dreiĂig Jahre spĂ€ter in Nahost stationierte Offiziere ihre Haustiere mit in die Heimat brachten, wuchs die PopularitĂ€t des eleganten Jagdhundes. 1923 wurde der erste europĂ€ische Zuchtstandard definiert.
Der Charakter des Saluki
Salukis gelten als aufgeweckt und zugleich sensibel. Sie sind schlau und lernen schnell, sind aber rasch gelangweilt und benötigen immer neue Anregungen. Im Familienrudel bindet sich der Saluki stark an einen selbst gewĂ€hlten Alpha-Menschen. Fremden gegenĂŒber zeigt er sich reserviert, aber selten aggressiv. Bei ausreichender Ansprache und BeschĂ€ftigung ist der Saluki ein ausgeglichener und freundlicher Hausgenosse, der sich mit ihm bekannten Hunden vertrĂ€gt. Er wirkt wĂŒrdevoll und souverĂ€n in seiner Art und zeigt keinen âWillen, zu gefallenâ.
Erziehung und Haltung des Saluki
Salukis sind Windhunde â das bedeutet, sie benötigen viel Bewegung, um ausgelastet zu sein. FĂŒr die Haltung in der Etagenwohnung eignen sie sich (abgesehen von ihrer KörpergröĂe) nur bedingt. Eine Zwingerhaltung kommt gar nicht infrage. GenĂŒgend Auslauf ist elementar, wobei der Saluki die Gelegenheit bekommen sollte, lĂ€ngere Strecken zu rennen. Auch fĂŒr Hunde-Sport wie Agility und als Sportbegleiter fĂŒr Jogger, Skater oder Reiter eignet sich die Rasse. Der typische Jagdtrieb erschwert eine Haltung gemeinsam mit kleineren Haustieren. RĂŒden neigen auĂerdem zu Raufereien mit Konkurrenten.
Bei der Erziehung des Hundes sind einfĂŒhlsame Konsequenz und Geduld wichtig. Der Saluki muss seine Grenzen lernen, um nicht leinenlos hinter Kleinwild herzujagen oder andere Hunde zu bedrĂ€ngen. Damit es nicht dazu kommt, solltest du mit deiner Fellnase eine Welpengruppe und anschlieĂend die Hundeschule besuchen. Die gemeinsamen Stunden stĂ€rken auĂerdem die Mensch-Hund-Beziehung. Gut sozialisiert und liebevoll angeleitet, zeigt sich der Saluki als freundlicher und loyaler Vierbeiner.
Pflege des Saluki
Entsprechend seinem Ursprung in heiĂen WĂŒstenregionen ist das Saluki-Fell relativ dĂŒnn mit wenig Unterwolle. Bei nasskalter Witterung oder Schnee solltest du deiner SpĂŒrnase einen Hundemantel anlegen. Im Sommer können vor allem helle Tiere zu Sonnenbrand neigen und mĂŒssen daher stets einen Schattenplatz aufsuchen können. Die Pflege des Saluki ist â speziell im Vergleich zu langhaarigen Windhunderassen â unkompliziert. Gelegentliches BĂŒrsten mit einem weichen Fellstriegel â und bei der Gelegenheit Kontrolle auf Parasiten â genĂŒgt.
Besonderheiten des Saluki
Wie die meisten Windhunde hat der Saluki nur wenig Körperfett. Das macht die Dosierung von Spotons oder Flohmitteln schwierig. Lass dich im Zweifelsfall vom Tierarzt zur richtigen Anwendung beraten. Achte zudem darauf, dass der Hund ein extra weiches Hundebett oder Liegekissen hat. Er neigt anderenfalls zur Schwielenbildung an den Ellenbogen und der Brust. Der Saluki hat eine auffĂ€llig lange Rute, die in Ruhe meist zwischen den HinterlĂ€ufen abwĂ€rtsgerichtet ist und in Bewegung auf RĂŒckenlinie gehalten wird.
Weitere Rassen, die dir auch gefallen könnten:
- Greyhound: Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern in der Stunde kann ein Greyhound ĂŒbers GelĂ€nde rennen. Ist der Experte fĂŒr die Kurzstrecke so richtig ausgepowert, wird er zu Hause zu einer echten Couch-Potato.
- Pharaonenhund: Sein anmutiger Anblick erinnert an Darstellungen von Anubis aus dem Alten Ăgypten, sein ausgeprĂ€gter Bewegungsdrang und seine scharfen Sinne ergĂ€nzen einander perfekt.
- Afghanischer Windhund: Der Afghanische Windhund war in seiner Heimat Afghanistan fĂŒr seine Menschen als Nutz- und Familienhund fĂŒr die Jagd zustĂ€ndig. Diese fĂŒhrten die Tiere in höher gelegenen Bergregionen selbststĂ€ndig durch â ihr recht unabhĂ€ngiger Charakter zeugt noch heute davon.
- Barsoi: Der Barsoi zÀhlt zu den schnellsten Landtieren der Erde. Der russische Adel nutzte ihn zur Jagd. Heute werden Barsois als Begleithunde gehalten, allerdings muss ihrem Bewegungsdrang Rechnung getragen werden.





