Barsoi â pfeilschneller JĂ€ger aus Russlands Weiten
10.02.2025 - Lesedauer: 2 Minuten

Barsois sind Russische Windhunde und wurden schon im 15. Jahrhundert von den Zaren zur Jagd eingesetzt. Erfahre hier mehr ĂŒber die schnellen Tiere.
Photographs by Maria itina/Moment Open via Getty Images
Der Barsoi zĂ€hlt zu den schnellsten Landtieren der Erde. Der russische Adel nutzte ihn zur Jagd. Heute werden Barsois als Begleithunde gehalten, allerdings muss ihrem Bewegungsdrang Rechnung getragen werden. Windhundrennen oder Coursing sind fĂŒr die Windhunde optimale BetĂ€tigungsfelder. Um einen Barsoi artgerecht zu halten, solltest du Zugang zu einer FreilaufflĂ€che haben oder ĂŒber einen groĂen Garten verfĂŒgen.
SteckbriefBarsoi
Rasse | Barsoi, Russischer Windhund |
Herkunft | Russland |
Klassifikation | Windhunde |
GröĂe | 75 bis 85 Zentimeter (RĂŒden), 68 bis 78 Zentimeter (HĂŒndinnen) |
Gewicht | 35 bis 45 Kilogramm
|
Körperbau | aristokratisch, etwas lÀnglich |
Augen | groĂ, mandelförmig, dunkelbraun bis braun mit schwarzem Augenrand |
Ohren | Klein, dĂŒnn, beweglich, spitz zulaufend, mit kurzem Haar bedeckt, meist nach hinten gerichtet |
Fell und Farbe | lang, geschmeidig, seidig, leicht, gewellt oder mit groĂen Locken; alle Farben auĂer Braun, Schokoladenbraun und Blau zulĂ€ssig, sowohl einfarbig als auch gescheckt |
Besonderheiten | eines der schnellsten Landtiere auf der Erde |
Charakter | im Haus gelassen, drauĂen energiegeladen, Fremden gegenĂŒber zurĂŒckhaltend |
Gesundheit | robuste Rasse, allerdings wegen der GröĂe anfĂ€llig fĂŒr Magendrehungen |
Schneller als der Wind
Beim Barsoi gilt Nomen est omen, denn er leitet sich vom russischen âPsovaja borzajaâ, zu deutsch âschnellâ, ab. Und das ist er wahrlich, er zĂ€hlt zu den schnellsten Landtieren der Erde. Bereits im 15. Jahrhundert wurde der Barsoi von russischen Adligen fĂŒr die Jagd gezĂŒchtet. Nicht nur FĂŒchse, Hasen und GroĂwild standen auf dem Abschussplan, sondern auch Wölfe. Viele der Zaren und GroĂfĂŒrsten hielten riesige Barsoi-Rudel mit 500 Tieren.
Der Barsoi ist einer der Hunde, der Einzug in die Kunst gehalten hat. Auf zahlreichen zeitgenössischen GemĂ€lden ist er zu sehen oder wurde als Bronzeskulptur verewigt. Tolstoi setzte ihm in âKrieg und Friedenâ ein Denkmal.
Barsois sind von anmutiger Schönheit. Der Rassestandard sieht eine GröĂe bis 85 Zentimeter vor. Das Fell ist seidig oder leicht gelockt. Alle Farben dĂŒrfen einfarbig oder gefleckt vorkommen, nur Braun, Schokoladenbraun und Blau sind nicht erwĂŒnscht.
Eigenschaften und Charakter des Barsois
Barsois sind im Haus gelassen und ruhig. Sie lieben den Kontakt zu ihrer Familie; zu viel Einsamkeit und reine Zwingerhaltung lassen die feinfĂŒhligen Hunde verkĂŒmmern. Fremden gegenĂŒber sind sie eher abwartend und reserviert. Die Windhunde bewegen sich gerne und schnell, der Jagdtrieb ist ausgeprĂ€gt. Daher sind Hundesportarten wie Coursing (Köderhetze) oder Hunderennen ideal fĂŒr sie. Um das LaufbedĂŒrfnis deines Tieres zu befriedigen, kannst du joggen, Rad fahren oder sich auf Inlinern austoben, der Barsoi wird begeistert dabei sein.
Erziehung und Haltung des Barsois
Um den Barsoi zu einem angenehmen Familienmitglied zu formen, brauchst du zunĂ€chst VerstĂ€ndnis fĂŒr diese besondere Rasse. Unterordnung und blinden Gehorsam kannst du vom aristokratischen Russen nicht erwarten. Dennoch lĂ€sst sich der sanfte Riese leicht erziehen und auch abrufen. Der Besuch einer guten Hundeschule ist ratsam. AuĂerdem solltest du lĂ€ndlich wohnen und ĂŒber ein Haus mit Garten verfĂŒgen, alternativ eine groĂe FreilaufflĂ€che an der Hand haben, wo dein Hund mit seinen Hundekumpels toben kann.
Pflege des Barsois
Das lange und geschmeidige Fell ist pflegeleicht und quasi âselbstreinigendâ. Einmal wöchentlich solltest du den Barsoi kĂ€mmen und bĂŒrsten.
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Gesundheit
Die Rasse gilt als relativ robust. Allerdings sind Barsois aufgrund ihrer GröĂe anfĂ€llig fĂŒr Magendrehungen. FĂŒttere daher mehrmals tĂ€glich kleine Portionen und lass den Hund nach dem Fressen ruhen.
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