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Zwei Silken Windsprite toben über ein Feld

Silken Windsprite – kleiner Windhund mit großem Herzen

Beim Silken Windsprite handelt es sich um eine relativ junge Rasse, die ursprünglich aus den USA stammt. Neben der Windhund-Rasse Whippet sollen auch Shelties und Barsois zu seinen Ahnen gehören. Der Silken Windsprite gilt als angenehmer Begleithund, der sehr an seinen Menschen hängt, sich im Freien bewegungsfreudig zeigt, im Haus dagegen ruhig und entspannt. Der „Seidige Windkobold“ – so die Übersetzung des Rassenamens – ist für ein fröhliches und freundliches Wesen bekannt.

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Silken Windsprite – die seidigen Windkobolde aus den USA

Die Geschichte und Herkunft des Silken Windsprite ist bis heute von Mythen umgeben und nicht hundertprozentig gesichert. DNA-Tests belegen, dass Whippets, Barsois und Shelties bei der Entstehung der Rasse mitgemischt haben. Der Legende nach jedoch sind Silken Windsprites lediglich „Longhaired Whippets“, also eine langhaarige Varietät der kurzhaarigen Windhunde. So zumindest behauptete es ihr Entdecker, der Züchter Walter A. Wheeler, der sich ab 1958 unter dem Zwingernamen „Windsprite“ der Zucht von Whippets widmete. Bis zum Schluss bestritt Wheeler, andere Rassen in seine Whippets gekreuzt zu haben, um langhaarige Exemplare zu erhalten. Er habe lediglich ein seltenes Langhaar-Gen wiederentdeckt und durch gezielte Zuchtauswahl in seinen Hunden gefestigt, so seine Version. Dennoch etablierte Wheeler selbst neben der Bezeichnung „Longhaired Whippet“ den Begriff „Silken Windsprite“ als Abkürzung für die Bezeichnung „Silken coated Windsprite Whippets“. Übersetzt bedeutet der Name „Seidiger Windkobold“.

 

Die ersten Vertreter der Rasse kamen 2001 nach Deutschland – die deutsche Whippetzüchterin Marietta Birr-Kühne importierte einige Tiere aus den USA. Die Nachzucht nannte sie „Silken Windsprite“. Bereits 2004 wurde der Silken Windsprite Club (SWC) gegründet, 2014 erkannte der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) die Rasse offiziell an. Weitere Länder, deren nationale Kennel Clubs den Silken Windsprite als eigenständige Rasse anerkennen, sind Belgien, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Die Anerkennung durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) steht noch aus.

Eigenschaften und Charakter des Silken Windsprite

Der Silken Windsprite besitzt ein fröhliches und heiteres, jedoch nie überdrehtes Wesen. Im Haus verhält er sich ruhig und entspannt und schläft gern etwas erhöht auf weichen Kissen. Auch ins Bett seiner Menschen kuschelt er sich gern. Silken Windsprites gelten als reserviert und zurückhaltend gegenüber Fremden, ohne aggressiv zu sein. Sie sind sehr auf ihre Herrchen und Frauchen bezogen. Windsprites brauchen unbedingt Familienanschluss, Körperkontakt und Kommunikation: Sie zeichnen sich durch ihren sozialen Charakter aus und fühlen sich mit mehreren Hunden derselben Rasse im „Rudel“ wohl.

 

Fans der Rasse schreiben ihr ein fast katzenhaftes Wesen zu, mit großer Eigenständigkeit bis hin zur Sturheit. Die quirlige Seite des Windhunds tritt im Freien zutage: Der Silken Windsprite rennt, spielt und tobt für sein Leben gern. Er verfügt über einen gewissen Jagdtrieb, der sich jedoch aufgrund der großen Menschenbezogenheit der kleinen Windhunde mit der richtigen Erziehung managen lässt.

Zwei Silken Windsprite toben durch den Schnee

Erziehung und Haltung des Silken Windsprite

Der Jagdtrieb dieser Rasse zwingt dich zu einem konsequenten Rückruftraining ab dem Welpenalter. Sitzt der Rückruf, solltest du an der Impulskontrolle arbeiten und die Reize schrittweise erhöhen. Windsprites sind sensibel, zu viel Druck erweist sich als kontraproduktiv. Das nötige Rüstzeug bei der Erziehung vermittelt dir ein spezielles Anti-Jagd-Training in einer Hundeschule.

 

Der Silken Windsprite arbeitet gern mit seinem Menschen zusammen, ist intelligent und lernt schnell. Das stupide Wiederholen der immer gleichen Aufgaben langweilt den seidigen Windhund jedoch. Manche Windsprites lassen sich für Hundesport wie Obedience oder Agility begeistern. Auch auf der Rennbahn und beim Coursing (Köderhetze) sind sie anzutreffen.

 

Windsprites sind keine Extremsportler, sie lieben es eher, ihre Menschen auf Wanderungen zu begleiten oder kurze Radtouren zu unternehmen. Auch wenn Windsprites nicht extrem viel Auslauf benötigen, solltest du ihnen täglichen Freilauf gewähren. Ein Haus mit einem großen und vor allem sicher eingezäunten Garten ist daher empfehlenswert.

 

Wegen seiner Menschenbezogenheit bleibt der Windsprite nur ungern allein. Zudem kann er nur schlecht mit einem ständig wechselnden Tagesablauf sowie einem unruhigen oder lauten Umfeld umgehen.

Pflege des Silken Windsprite

Das seidig weiche, meist glatte, manchmal leicht wellige Fell des Silken Windsprite benötigt eine gewisse Pflege. Du solltest deinen Hund daher alle paar Tage bürsten.

Gesundheit des Silken Windsprite

Silken Windsprites gelten als robust und erreichen ein durchschnittliches Alter von 12 bis 14 Jahren. Wegen der Einkreuzung von Shelties sind zwei Erbkrankheiten bekannt: MDR1-Gendefekt (Multiple Drug Resistance), durch den bestimmte Arzneistoffe über die Blut-Hirnschranke in das zentrale Nervensystem übertreten und sich dort anreichern, sowie die Augenerkrankung Collie Eye Anomaly. Deswegen solltest du dich – auch wegen des insgesamt kleinen Genpools – an einen seriösen Züchter wenden, wenn du einem Silken Windsprite ein Zuhause geben möchtest.

Steckbrief Silken Windsprite

  • Rasse:
    Silken Windsprite
  • Herkunft:
    USA
  • Klassifikation:
    Gesellschafts-, Renn- und Coursing-Hunde
  • Größe:
    44 bis 53 Zentimeter (Hündinnen), 47 bis 55 Zentimeter (Rüden)
  • Gewicht:
    7 bis 16 Kilogramm
  • Körperbau:
    Kleiner bis mittelgroßer Windhund mit athletischem Erscheinungsbild und ausgewogenen Proportionen. Das gesamte Äußere vermittelt Eleganz und Anmut. Das Gangwerk ist weitausgreifend und leichtfüßig.
  • Augen:
    dunkel, groß und intensiv; beide Augen müssen dieselbe Farbe aufweisen
  • Ohren:
    klein und eng am Kopf anliegend; bei Aufmerksamkeit werden die Ohren im ersten Drittel halb aufgerichtet
  • Fell und Farbe:
    weich, glatt oder leicht gewellt, vor allem am Hals dicht und reichhaltig; Befederung an den Läufen, der Rute und unter dem Bauch; alle Farbschläge sind zulässig, am häufigsten sind rote, sand- oder cremefarbene Tiere sowie Schecken
  • Besonderheiten:
    sehr menschenbezogen
  • Charakter:
    anhänglich, verschmust, freundlich; Fremden gegenüber reserviert, jedoch nie aggressiv; gemäßigter Jagdtrieb
  • Pflege:
    regelmäßiges Bürsten erforderlich
  • Gesundheit:
    Beim Silken Windsprite treten der MDR1-Gendefekt und die Collie Eye Anomaly auf. Ein seriöser Züchter ist daher empfehlenswert.

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