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Hundepfeife-Training – eine Anleitung zum gelungenen Abruf

Das Hundepfeife-Training ist eine bewährte und praktische Übungsmethode, um den Hund beim Freilauf auch über große Distanzen hinweg abzurufen, ohne die eigene Stimme zu erheben. Der Trainingsablauf ist einfach. Er erfordert lediglich Konsequenz und etwas Geduld. Lesen Sie hier die Anleitung für das Hundepfeife-Training mit Tipps, wie Sie Ihren Hund effektiv mit der Pfeife abrufen!

Die Hundepfeife ist immer mit dabei

Viele Hunde hören das Rascheln einer Tüte mit Leckerlis in der Küche, wenn sie im Garten spielen. Auch noch das leiseste Klacken beim Öffnen einer Futterdose wird auch durch die geschlossene Tür nicht überhört. Dagegen scheinen unsere Vierbeiner bei den Kommandos „Hier!“, „Komm!“ oder sogar bei ihrem eigenen Namen schon mal plötzlich „taub“ zu werden. Es gibt viele Gründe, warum Hunde dazu neigen, die gesprochenen Kommandos zu überhören. Zum Teil liegt es an den menschlichen Stimmen selbst, zum anderen Teil an der Häufigkeit der verwendeten Kommandos, die für den Hund nicht immer klare Bedeutungen haben.

Das Hundepfeife-Training stammt aus der Arbeit mit Jagd- und Hütehunden, die über große Distanzen hinweg ohne Sichtkontakt und außerhalb der Reichweite der Stimme abgerufen werden müssen.

Und so lassen sich auch die Vorteile eines Trainings mit der Hundepfeife zusammenfassen:
  • Sicherheit und Gelassenheit beim Freilauf des Hundes durch sicheren Abruf
  • Unterbrechung einer unerwünschten Handlung des Hundes (bspw. Nachstellen von Tieren)
  • mehr Freiraum für den Hund beim Auslauf
  • Abruf auf große Distanzen
  • neutraler Kommandoton ohne emotionale und stimmliche Schwankungen

Gerade der letzte Punkt ist ein großer Vorteil der Hundepfeife, der nicht unterschätzt werden sollte. Wenn Sie nämlich Kommandos rufen, so schwingen dort immer Emotionen wie Ängste, Ärger oder Ungeduld mit, die Ihr Hund sehr gut registriert und eventuell aus Angst oder Frust vor Strafen nicht zu Ihnen zurückkommen möchte. Auch sind unsere stimmliche Modulation und Aussprache nicht immer gleich, ganz zu schweigen davon, dass Menschen zu Füllwörtern und Variationen beim Sprechen von Kommandos neigen. Die Hundepfeife liefert dagegen immer ein klares, neutrales und gleichbleibendes Signal.

Jeder Hund kann die Hundepfeife-Kommandos erlernen

Grundsätzlich lassen sich alle Kommandos für Ihren Hund wie „Sitz!“, „Platz!“ oder „Stopp!“ mit der Hundepfeife konditionieren. Das wichtigste Hundepfeife-Kommando ist aber sicherlich das „Hier!“ oder „Komm her!“. Denn das ist das Signal, das am meisten auf einem Freigang des Hundes benutzt wird und über größere Entfernung funktionieren soll.

Am besten ist es, wenn Sie die Hundepfeife mit Ihrem Welpen oder Junghund trainieren. Doch auch ältere und sogar alte Hunde lassen sich gleichfalls sehr gut auf die Hundepfeife-Kommandos trainieren. Voraussetzung dabei ist: wie immer viel (mehr) Geduld, Gelassenheit und Konsequenz. Doch Ihre Mühen werden sich nach einer gewissen Zeit auszahlen und Ihren Hundespaziergang ab dann wesentlich entspannter gestalten!

Beginnen Sie mit dem Hundepfeife-Training Schritt für Schritt und zunächst in Ihrem Zuhause, wo der Hund wenig Ablenkung hat. Überlegen Sie gut, welches Signalkommando Sie für den Rückruf verwenden möchten: einen einzigen langen Ton oder vielleicht vier kurze aufeinander folgende Töne? Es ist grundsätzlich egal, für welches Hundepfeife-Kommando Sie sich entscheiden. Bleiben Sie aber konsequent bei dem einmal gewählten Ton oder Tonabfolge und benutzen Sie die Hundepfeife ausschließlich im Training und nicht einfach nur aus Spaß! Ihr Hund wird die ersten drei oder vier Wochen zum Eingewöhnen an das Hundepfeife-Kommando brauchen.

Beim Training mit der Hundepfeife verfahren Sie wie folgt:
  • Wenn Ihr Hund neben Ihnen steht, pfeifen Sie mit der Hundepfeife und geben Ihm augenblicklich ein besonderes Leckerli. Es sollte wirklich etwas Außergewöhnliches sein, auf das Ihr Vierbeiner besonders erpicht ist, zum Beispiel Wurststückchen, Käse oder getrocknete Leber.
  • Steigern Sie die Übung, indem Sie nun pfeifen, wenn Ihr Hund gerade abgelenkt ist. Verwenden Sie die Hundepfeife zunächst nur bei kleinen, später dann auch bei stärkeren Ablenkungsreizen.
  • Üben Sie es mit Ihrem Hund in unterschiedlichen Situationen, in verschiedenen Zimmern und zu verschiedenen Tageszeiten.
  • Immer nach dem (gleichen und eindeutigen) Pfeifton bekommt Ihr Schüler sein Super-Leckerli. Wird Ihrem Hund schon das Mäulchen wässrig, sobald Sie die Hundepfeife zum Mund führen, dann haben Sie beide alles richtig gemacht.

Bedenken Sie auch, die Portion Leckerlis von den Mahlzeiten abzuziehen,damit Ihr Hund nicht zu viel auf die Hüfte bekommt. Und verlangen Sie nicht zu viel auf einmal von Ihrem Vierbeiner. Seien Sie geduldig und üben Sie lieber ein paar Wochen länger mit ihm zu Hause, bevor Sie zu den Feldversuchen übergehen. Sollte Ihr Hund draußen noch nicht auf das Pfeifsignal hören und nicht zu Ihnen zurückkehren, schimpfen Sie nicht mit ihm, sondern gehen einen Trainingsschritt zurück. Ein ungeduldiges Herumpfeifen sollte dabei Tabu sein!

Die Auswahl der richtigen Hundepfeife

Es gibt eine Fülle von unterschiedlichen Hundepfeifen auf dem Markt. Sie unterscheiden sich durch Bauart, Material und Pfeiffrequenz. Manche sind für Menschen hörbar, andere jedoch nur für den Hund (und andere Tiere). Egal, für welche Sie sich entscheiden, Sie sollten bei diesem Modell unbedingt bleiben. Das garantiert Ihnen, dass Sie immer den gleichen Ton beziehungsweise die gleiche Frequenz benutzen, auf die Ihr Hund konditioniert ist.

Tipp: Entscheiden Sie sich lieber für einen bekannten Hundepfeifenhersteller, denn damit ist wahrscheinlicher, dass Sie auch Jahre später das gleiche Modell nachkaufen können. Bedenken Sie, dass mit einem neuen Pfeifentyp das Hundetraining eventuell noch einmal geübt werden muss.

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