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Katzenbabys: Krankheiten, die typisch sind bei Jungtieren

Wenn das Kätzchen kränkelt, ist schnelle Hilfe vonnöten. Das Immunsystem der Mini-Miezen ist nicht so kräftig wie das von erwachsenen Katzen. Der kleine Organismus ist daher nach Abflauen der durch das Muttertier gegebenen Immunität, etwa ab der zwölften Lebenswoche, weniger gewappnet gegen Infekte. Auch das Verletzungsrisiko ist bei einem jungen Tier durch die Immunität etwas höher, solange es mit der Koordination hapert. Lesen Sie hier, welche typischen Katzenbaby-Krankheiten es gibt und wie Sie bei Bedarf schnell Erste Hilfe leisten.

Wenn es juckt und zwickt – Parasitenbefall beim Kitten?

Schon kleine Kätzchen, die noch keinen Freigang hatten, können sich mit Parasiten infizieren. An erster Stelle zu nennen, sind Ohrmilben, erkennbar an einer etwas an Kaffeesatz erinnernden dunklen Kruste an den Ohren oder Ohrschmalz. In den seltensten Fällen ist es Ausfluss. Da dies extrem juckt, kratzt das Kitten sich beständig, was wiederum zu Entzündungen führen kann. Aber wo kommen die Milben überhaupt her? Die Plagegeister können von der Mutter auf die Kleinen überspringen. Bei einer milden Infektion sieht man einem erwachsenen Tier einen Befall mit Ohrmilben nicht unbedingt an, sodass die Mutter (oder weitere Haustiere) unbemerkt als Überträger fungieren können.

 

Gefährlich ist zudem ein Befall der Kätzchen mit Flöhen – nicht nur, weil diese körperlich unangenehm werden. Leidet ein kleines Kitten unter heftigen Flohbissen, kann es im schlimmsten Fall sogar zu Blutarmut kommen. Flöhe können zudem durch diverse Infektionen übertragen werden – zum Beispiel: Bandwürmer, Bartonella- und Mycoplasma. Die beste Prophylaxe gegen einen Befall mit Ektoparasiten – dazu gehören ferner Milben und Läuse – ist absolute Hygiene im Haushalt und die Vorsorge mit einem Flohschutzmittel vom Tierarzt. Das gilt insbesondere, wenn die Mutter Freigang hat und/oder andere Tiere (Hunde, Kaninchen) in der Wohnung sind, die sich oft im Freien aufhalten. Ist das Kätzchen von Parasiten befallen, sollte der Tierarzt mit einem für Kitten geeigneten Mittel Abhilfe schaffen.

Wenn der Wurm drin ist – gefährliche innere Parasiten

Nicht nur auf dem Kittenfell lauert biologische Gefahr. Ein Befall mit Endoparasiten ist für den jungen Organismus schwieriger abzuwehren als für erwachsene Tiere, bei denen Wurminfektionen manchmal sogar unbemerkt bleiben. Spulwürmer und Hakenwürmer können über die Muttermilch auf das Kätzchen übertragen werden. Würmer können auf vielfältigen Wegen in den Katzenorganismus geraten; die üblichen Ansteckungswege sind der Kontakt mit Kot, Übertragung durch infiziertes Blut (Flohbisse) oder der Verzehr von befallenen Beutetieren durch Freigänger. Daneben sind Bandwürmer, Kokzidien und Giardien mögliche Gefahren.

Daher ist eine rechtzeitige Entwurmung des Kätzchens notwendig. In der Regel wird diese nach der Untersuchung einer Kotprobe in der dritten Lebenswoche vom Tierarzt vorgenommen; die weiteren Entwurmungen erfolgen je nach Präparat im Turnus von drei bis vier Wochen (und niemals zeitgleich mit einer Impfung!). Überlassen Sie die Verabreichung einer Wurmkur besser dem Tierarzt, solange das Kätzchen klein ist – der Mediziner hat Erfahrung in der Berechnung der richtigen Dosis. Kitten reagieren auf Wurmbefall wesentlich heftiger als ausgewachsene Katzen.

Indizien für einen Wurmbefall sind:
  • aufgeblähter Bauch
  • Gewichtsabnahme trotz normaler Nahrungsaufnahme
  • sichtbare Würmer oder reisförmige Wurm-Segmente im Kot
  • Erbrechen von Würmern
  • Erbrochenes ist weißschaumig, wobei dieses Symptom nicht zwingend durch einer Wurmerkrankung ausgelöst wird
  • Wachstumsverzögerungen
  • Fellprobleme

Erkältungen und Atemwegsinfektionen beim Kitten

Zu den häufigsten Krankheiten kleiner Samtpfoten gehören Erkältungen und Infektionen der oberen Atemwege. Die Minitiger sind anfällig für Verkühlungen: Katzenbabys haben zu Beginn ihres Lebens keinen geregelten Temperaturhaushalt. Erst im Laufe der ersten Lebenswochen stabilisiert sich die Körpertemperatur auf dem Niveau erwachsener Katzen. Vermeiden Sie unbedingt Temperaturschwankungen und Durchzug im Kätzchenhaushalt.

Infekte, die über Tröpfchen übertragen werden, verbreiten sich schnell, denn Wurfgeschwister stecken sich gegenseitig leicht mit Atemwegserkrankungen an. Zum Glück erholen sich Kätzchen bei richtiger Pflege recht bald wieder. Sorgen Sie dafür, dass die kleinen Patienten sich in einer durchlüfteten, aber zugluftfreien Umgebung aufhalten, ermuntern Sie die Tiere bei Appetitlosigkeit zum Essen und reinigen Sie Verkrustungen an Augen und Nase mit einem mit warmem Wasser angefeuchteten sauberen Tuch. Klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage nicht ab, verschlechtern sich die Symptome drastisch oder kommt gar Futterverweigerung hinzu, holen Sie unbedingt den Rat eines Tiermediziners ein.

Das Katzenbaby frisst nicht mehr – Alarmstufe Rot!

Ein wichtiger Komplex unter den Kitten-Krankheiten sind Infektionen des Magen-Darm-Traktes. Erkrankungen, die mit der Ernährung und Verdauung zusammenhängen, äußern sich in verschiedenen Symptomen.

Symptome:
  • Durchfall: Beim Kitten kann ein (vorübergehender) Darmkatarrh eine harmlose Ursache haben: Stress wegen der Trennung von der Mutter und den Wurfgeschwistern, wegen des Umzugs ins neue Zuhause und womöglich einer abrupten Umstellung des Futters. Mit einfühlsamem Verhalten und gegebenenfalls einer Anpassung des Futters sind stressbedingte Durchfälle in der Regel nach ein bis zwei Tagen ausgestanden. Ist dies nicht der Fall, steckt womöglich etwas anderes hinter der Verdauungsstörung: eine Darminfektion, Parasiten oder gar eine Immunerkrankung. Aufschluss bringen Kotproben und Blutbilder. Anhaltender Durchfall kann für den kleinen Kätzchenorganismus schnell kritisch werden, daher ist zeitnahes Handeln erforderlich.
  • Appetitlosigkeit und Futterverweigerung: Das Kitten frisst nicht mehr – das ist für jeden Katzenhalter ein Grund zur Besorgnis. Anders als bei Tieren, denen ein Fastentag hin und wieder nichts ausmacht, nimmt der Organismus einer Katze erheblichen Schaden, wenn er länger als einen Tag keine Nahrung erhält. Vereinfacht erklärt funktioniert der Katzenstoffwechsel, indem das Tier über den Tag verteilt proteinhaltiges Futter verzehrt. Bleibt diese Versorgung eine Weile aus, greift der Körper auf Energiereserven aus dem Körperfett zu. Das Fatale daran: Der Katze fehlen Enzyme zur Verstoffwechselung von Fett, mit der Folge, dass Fettzellen die Leber angreifen. Kurz gesagt – solange die Katze nicht frisst, vergiftet sie sich von innen.
    Ist die Futterverweigerung nicht auf temporären Stress oder Mäkelei am servierten Futter zurückzuführen, können Ursachen wie Entzündungen im Maul oder Rachen sowie Darmbeschwerden zugrunde liegen. Anzeichen dafür, dass dem Kitten übel ist, sind zum Beispiel vermehrtes Speicheln, Maullecken oder schmatzende Geräusche. Ein Indiz für Bauchschmerzen ist das apathische Sitzen in Kauerstellung mit hängendem Kopf. Ebenso kann eine Verstopfung zu Futterverweigerung führen.
  • Erbrechen: Wenn das Katzenbaby erbricht, mag das harmlose Gründe haben, etwas das Hervorwürgen von Haarballen oder unverdautem Futter nach schlichtem Überfressen. Alarmzeichen bedeuten hingegen blutiges, schwarzes oder gar fäkalisch riechendes Erbrochenes, eventuell in Kombination mit Durchfall oder Verstopfung. Auch wenn im Auswurf Reste von Fremdkörpern wie Garn oder Spielzeug zu finden sind, ist dringend ärztlicher Rat gefordert.

Leider stecken Katzenbabys Krankheiten nicht so leicht weg wie erwachsene Tiere. Haben Sie stets ein wachsames Auge auf das Befinden Ihres kleinen Tigers, beugen Sie Kitten-Krankheiten vor und sorgen Sie dafür, dass das Kätzchen gesund heranwächst!

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