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Kaninchenpflege: Stichpunkte zur Haltung von Kaninchen

Ob Zimmergenosse oder Freigehege-Bewohner: Kaninchen haben grundlegend andere Bedürfnisse als Hunde oder Katzen – ihre Ansprüche unterscheiden sich auch von denen anderer Kleintiere und Nager. Bevor Sie sich Kaninchen ins Haus holen, informieren Sie sich bitte über die Grundlagen der Kaninchenpflege. Lesen Sie hier eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Welches Zubehör benötige ich für das Kaninchen?

Das wichtigste Ausstattungsstück für die Kaninchenhaltung ist ein ausreichend großer Stall oder Käfig, in dem die Tiere genug Platz haben – je größer, desto besser. Natürlich sollte der Käfig nicht der ständige Aufenthaltsort für die Kaninchen sein, sondern als geschützter Rückzugsort oder zur zeitweiligen sicheren Verwahrung dienen. Optimalerweise sollte das Kaninchen stets selbst entscheiden können, wann es sich im Käfig oder Stall befindet oder sich im Freilauf bewegt: Das kann ein Außengehege oder ein kaninchensicher eingerichtetes Zimmer sein. Der Auslauf sollte für zwei Tiere mindestens vier Quadratmeter groß sein, für jedes weitere Tier rechnen Sie zwei Quadratmeter Fläche dazu.

Zur Einrichtung des Kaninchenheims gehört Zubehör wie Futter- und Wassernäpfe. Ideal ist schweres Material wie Keramik, das ausreichend Standfestigkeit gewährleistet. Dazu kommt anregendes Spielmaterial, zum Beispiel Tunnel oder Weidenbälle. Der Fachhandel bietet eine Vielzahl von kaninchengerechtem Spielzeug. Wichtiges Zubehör sind ferner eine Kleintiertoilette sowie eine Buddelkiste, mit der Kaninchen auch bei Wohnungshaltung ihr natürliches Verhalten ausleben können. Bei Kaninchenrassen mit langem Fell ist für die regelmäßige Pflege eine geeignete Fellbürste wichtig.

Neben dem Käfig oder Stall und den notwendigen Ausstattungsgegenständen spielt das richtige Futter für Kaninchen eine entscheidende Rolle. Hauskaninchen haben ein ganz ähnliches Nahrungsspektrum wie ihre wilden Verwandten, die sich von dem ernähren, was sie auf der Wiese und bei Erkundungstouren auf Kulturflächen finden: hauptsächlich Gras, Wiesenpflanzen, Kräuter und gelegentlich Gemüse.

Getreide gehört im Grunde nicht zur natürlichen Nahrung von Kaninchen und sollte, auch in Form von Trockennahrung, nur in Maßen verfüttert werden. Hingegen benötigen Kaninchen verhältnismäßig große Mengen an Stroh, Heu und grünen Zweigen zum Knabbern. Klären Sie ab, über welche Quellen Sie Frischgrün und Heu beziehen können. Darüber hinaus brauchen Sie geeignetes Einstreumaterial für Kaninchenstall und Nagertoilette.

Ganz wichtig für das Wohlergehen Ihres Kaninchens: Es braucht unbedingt wenigstens einen Artgenossen an seiner Seite. Kaninchen sind Gruppentiere, die sich allein nicht wohlfühlen und Verhaltensstörungen entwickeln können. Halten Sie also mindestens zwei Kaninchen.

Muss ich beim Kaninchen die Krallen schneiden?

Kaninchen in der Wohnungshaltung nutzen ihre Krallen nicht im gleichen Maße ab wie Freilauf- oder Wildkaninchen. Wenn die Krallen zu lang sind, müssen Sie Kaninchen-Pediküre betreiben, damit das Tier nirgendwo mit den Pfoten hängen bleibt oder sich beim Kratzen verletzt. In der Zoohandlung erhalten Sie Knipser und Scheren, mit denen Sie ganz einfach die Krallen stutzen können.

Achten Sie darauf, dabei die Blutgefäße in der Kralle nicht zu verletzen und setzen Sie den Schnitt nicht zu tief an. Bei Kaninchen mit hellen Krallen sind die Blutgefäße gut zu erkennen, bei dunklen Krallen können Sie eine kleine Lampe zur Hand nehmen. In Griffweite sollte sich für alle Fälle etwas blutstillende Watte befinden. Übrigens: Wenn Ihr Kaninchen besonders zappelig ist oder Sie sich das Krallenkürzen selbst nicht zutrauen, können Sie damit den Tierarzt beauftragen.

Muss man Kaninchen baden?

Kaninchen sind reinliche Tiere, die viel Zeit auf die Fellpflege verwenden. Es gibt allerdings Ausnahmen, bei denen auch ein Kaninchen ins Bad muss: bei Parasiten oder Durchfallerkrankungen, wenn es gilt, das Fell in der Afterregion zu säubern, bevor ein Befall durch Fliegen stattfinden kann. Damit die in diesen Situationen unvermeidliche und für das Tier stets mit Stress belastete Prozedur so entspannt wie möglich abläuft, stellen Sie zum Baden eine Wasserschüssel auf den Boden, die höchstens acht Zentimeter hoch mit handwarmem Wasser gefüllt ist. Das Kaninchen darf nicht in Gefahr geraten, mit dem Kopf unterzutauchen. Nach dem Baden trocknen Sie das Kaninchen sorgfältig ab. Manche Tiere lassen sich sogar vorsichtiges Fönen gefallen. Keinesfalls darf das nasse Kaninchen Zugluft abbekommen.

Welche Aufgaben kommen bei der Kaninchenpflege auf mich zu?

Kaninchen sind dem ersten Anschein nach weniger pflegeintensive Tiere als Hunde oder Katzen. Dennoch bringt auch die Kaninchenhaltung Aufwand mit sich. Zu den Aufgaben für Sie als Kaninchenhalter gehören:

Ihre Aufgaben bei der Kaninchenpflege:
  • Reinigung von Käfig und Gehege: Der Kaninchenkäfig oder Kaninchenstall sollte in regelmäßigen Abständen mit heißem Wasser gesäubert, Holzkomponenten gelegentlich mit einem verträglichen Mittel desinfiziert werden.
  • Wechsel der Einstreu: Kaninchen urinieren und setzen Kot ab. Die Hinterlassenschaften der Tiere müssen Sie im Sinne der Hygiene regelmäßig entfernen.
  • Zubereitung von Frischfutter: Kaninchen benötigen Frischfutter; Kräuter, Gras, Gemüse, frische Zweige zum Knabbern. All das müssen Sie besorgen und kaninchengerecht zubereiten.
  • Versorgung mit firschem Wasser: Mindestens täglich, im Sommer auch öfter, benötigen Kaninchen frisches Trankwasser. Bitte kontrollieren Sie bei der Außenhaltung regelmäßig, ob Wassernäpfe womöglich eingefroren sind.

Beobachten Sie die Kaninchen sorgfältig: Fressen sie gut, ist die Verdauung normal? Wenn Sie das übliche Verhalten der Tiere gut kennen, fallen Ihnen schon kleine Störungen schnell auf. Zur Pflege gehört auch die regelmäßige Kontrolle der Zahn- und Krallenlänge und des Fells. Kaninchen sind Gewohnheitstiere und fühlen sich wohl, wenn bei der Pflege Routinen eingehalten werden, beispielsweise die Fütterung zu einer bestimmten Uhrzeit erfolgt. Versuchen Sie nach Möglichkeit, Ihren Kaninchen eine Tagesstruktur mit wenig Überraschungen zu bieten.

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