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Hokkaido: sensibler GefĂ€hrte mit Sinn fĂŒr Gerechtigkeit

31.01.2025 - Lesedauer: 3 Minuten

Weißer Akita-Hund mit flauschigem Fell und entspanntem Gesichtsausdruck, Nahaufnahme

Der Hokkaido ist ein ausgezeichneter Jagd- und Wachhund, dessen Erziehung allerdings in erfahrene HĂ€nde gehört. Der sensible Hund hört in der Regel nur auf eine Bezugsperson, die er eindeutig als RudelfĂŒhrer akzeptieren muss. Ist der Hokkaido gut sozialisiert und hat eine tiefe Bindung zu seinem Menschen, erweist er sich als treuer und loyaler GefĂ€hrte.

SteckbriefHokkaido

Rasse
Hokkaido (Ainu-Ken)
Herkunft
Hokkaido/Japan
Klassifikation
Spitze und Hunde vom Urtyp
GrĂ¶ĂŸe
mittelgroß, Widerristhöhe 45, 5 bis 51,5 Zentimeter
Gewicht
15 bis 25 Kilogramm
Körperbau
robust, muskulös, ausgewogene Körperproportionen, eingerollte Rute
Augen
dunkel, klein und schlitzförmig
Ohren
aufrecht stehende, nach vorne gerichtete Ohren
Fell und Farbe
harte und gerade Deckhaare mit dichter und leichter Unterwolle, Farben: Schwarz, Rot/Hellbraun, Rehbraun, Weiß
Besonderheiten
besonders reinlich
Charakter
sensibel, wachsam, intelligent, ausdauernd, treu, stolz, vornehm
Gesundheit
gilt als robuste Rasse; Inzuchtrisiko; Kauf nur bei seriösem ZĂŒchter, der den Stammbaum dokumentiert

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Die Herkunft des Hokkaidos

Der Hokkaido hat seinen Namen von der japanischen Insel, auf die seine Vorfahren vermutlich in der Kamakura-Zeit als Begleiter der Einwanderer aus Honshu gelangten. Ein anderer Name fĂŒr den krĂ€ftigen Vierbeiner ist Ainu-Ken. Die Ainu sind die Ureinwohner Hokkaidos; sie zĂŒchteten die Tiere fĂŒr die Jagd auf Wild und auf BĂ€ren. Die BĂ€renjagd war fĂŒr die Ainu lebenswichtig – und die mutigen Hokkaidos, die es mit den Raubtieren aufnahmen, erfuhren eine hohe WertschĂ€tzung. Aus diesem Grund erklĂ€rte man die Rasse 1937 zum „Denkmal der Natur“. Im selben Jahr wurde ihr der Name „Hokkaido“ gegeben. In Europa sind die Hunde nur selten anzutreffen.

Der Charakter des Hokkaido

Der mittelgroße, krĂ€ftige Hund gilt als Ă€ußerst sensibel und hat einen ausgeprĂ€gten Gerechtigkeitssinn. Auf eine als ungerecht empfundene Behandlung kann er stur oder sogar aggressiv reagieren. Aus diesem Grund erfordert die Erziehung viel Hundeerfahrung und FingerspitzengefĂŒhl.

Gleichzeitig ist er ein sogenannter „Ein-Mann-Hund“, der ausschließlich einen einzigen RudelfĂŒhrer als Chef akzeptiert. Andere Mitglieder der Familie dĂŒrfen, sofern sie ihn mit Respekt behandeln, zwar mit seinem Schutz rechnen, keinesfalls aber mit seinem Gehorsam. DarĂŒber hinaus ist der stolze Jagdhund kein Kuscheltier und nur bedingt als Familienhund geeignet.

Der mutige Hokkaido zeigt beim Zusammentreffen mit Fremden ein vornehmes, zurĂŒckhaltendes Verhalten, kann aber bei vermeintlicher Gefahr auch schnell und ohne Vorwarnung reagieren. Seinem akzeptierten RudelfĂŒhrer gegenĂŒber ist er Ă€ußerst treu und fĂŒgsam.

Erziehung und Haltung des Hokkaido

Der Hokkaido benötigt vom Welpenalter an eine konsequente und gleichzeitig ausgesprochen sensible Erziehung. Er baut eine enge Bindung zu seiner einzigen Bezugsperson auf und will von ihr souverĂ€n gefĂŒhrt werden. Dies setzt allerdings auch eine gute Sozialisierung voraus, weswegen du einen Hokkaido ausschließlich von einem absolut seriösen ZĂŒchter erwerben solltest.

Hokkaidos sind am besten in den HĂ€nden erfahrener Hundehalter aufgehoben. Sie haben einen starken Bewegungsdrang und eine enorme Ausdauer. Ausgiebige SpaziergĂ€nge in der freien Natur sind eine tĂ€gliche Pflicht. DarĂŒber hinaus benötigt der Japaner fĂŒr eine artgerechte Haltung ein Haus mit großem Garten, in dem er umherstreifen kann. Die intelligenten Tiere fordern tĂ€glich nach geistiger und körperlicher Auslastung und sind ideale Begleiter bei der Jagd.

Pflege des Hokkaido

BĂŒrste zwei- bis dreimal wöchentlich sanft das harte Deckfell mit der dichten Unterwolle, wĂ€hrend des Fellwechsels jeden Tag. Die Ohren und ZĂ€hne bedĂŒrfen ein- bis zweimal pro Woche einer grĂŒndlichen Reinigung. Gewöhne deinen Hokkaido schon als Welpe an die tĂ€gliche Pflege, dann wird er sie als freundliche Zuwendung zu schĂ€tzen wissen.

Besonderheiten des Hokkaido

Der Hokkaido gilt als Ă€ußerst robuste und widerstandsfĂ€hige Rasse, die auch bei Schnee und eisiger KĂ€lte ihrem starken Bewegungsdrang nachgehen will.

Da der Hokkaido außerhalb Japans aber sehr selten ist, besteht ein gewisses Inzuchtrisiko und damit die Gefahr von Erbkrankheiten. Achte beim Welpenkauf auf einen verantwortungsvollen ZĂŒchter, Adressen erhĂ€ltst du vom VDH (Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen).

Andere Rassen, die dir auch gefallen könnten:

  • Tosa Inu: Der Tosa Inu, auch Sumo-Inu oder Japanische Dogge genannt, ist die grĂ¶ĂŸte der japanischen Hunderassen. Es handelt sich bei dem wĂŒrdevollen Koloss mit der Engelsgeduld um einen Ă€ußerst loyalen und treuen Vierbeiner, der kinderlieb und selbstbewusst als Wachhund glĂ€nzt.
  • Shiba Inu: In seinem Heimatland Japan zĂ€hlt der Shiba Inu trotz starker Konkurrenz durch europĂ€ische Kleinrassen nach wie vor zu den beliebtesten Rassen. Kein Wunder: Shiba Inus zeigen sich ihrem auserwĂ€hlten Menschen gegenĂŒber treu und anhĂ€nglich und begeistern mit ihrer Intelligenz und angenehmen Art.
  • Akita Inu: In Japan sind Hunde hoch angesehen – so sehr, dass einige typische Rassen sogar in den Status eines „nationalen Naturdenkmals“ erhoben wurden. Beim Akita Inu war das 1931 der Fall. Heute erfreut der große Hund mit seiner charakteristischen Erscheinung sich internationaler Beliebtheit.
  • American Akita: Der American Akita und der moderne japanische Akita Inu haben einen gemeinsamen Vorfahren: den traditionellen japanischen Akita. Der American Akita, auch „Great Japanese Dog“ genannt, ist grĂ¶ĂŸer, schwerer und insgesamt wuchtiger als sein GegenstĂŒck aus dem Kaiserreich.
  • Alaskan Klee Kai: Der Alaskan Klee Kai sieht aus wie ein Husky, ist aber keiner. Jedoch sind die nordischen Artgenossen seine Vorfahren – und wie jene sind Klee Kais sehr aktiv und schlau. Sie haben eine enge Beziehung zu ihren Halterinnen und Haltern.

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