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Mittelspitz – anpassungsfĂ€higer Begleiter mit attraktivem Erscheinungsbild

01.05.2024 - Lesedauer: 4 Minuten

Ein Mittelspitz liegt auf einer Wiese und schaut nach oben

Der wachsame Mittelspitz ist ein aufgeweckter und intelligenter Familienhund. Lies hier, was du bei der Erziehung und Haltung beachten solltest.

Der Mittelspitz ist ein klassischer Familienhund mit langem Stammbaum. Als einstiger Wachhund behĂ€lt er auch heute noch dein Haus und Hof aufmerksam im Auge. Sein ausgeprĂ€gter Willen zu gefallen macht dir die Erziehung des gelehrigen Vierbeiners relativ leicht, er gilt außerdem als anhĂ€nglich und liebt es, mit seinen Menschen etwas zu unternehmen.

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Vom beliebten Wach- und Begleithund zur RaritÀt

Mittelspitze blicken auf eine lange Geschichte zurĂŒck: ArchĂ€ologische Funde belegen, dass spitzĂ€hnliche Hunde bereits vor 4.000 Jahren in menschlichen Siedlungen lebten. Im Mittelalter dienten Mittelspitze den Bauern als aufmerksame Wachhunde auf dem Hof und bei den Viehherden. FĂŒr die Zucht wurden dabei Tiere ohne Jagdtrieb verwendet, da die Jagd zu dieser Zeit ausschließlich dem Adel vorbehalten war und Wilderei streng bestraft wurde. Daher haben auch heutige Spitze kein Interesse am Jagen.

Im Laufe der Jahrhunderte etablierte sich die mittelgroße Spitzrasse als wachsamer Familienhund. Die Tiere kamen vor allem auf Bauernhöfen vor, bewachten Handwerksbetriebe und GeschĂ€fte. Auch fahrendes Volk wie Hausierer und Gaukler nutzten die wachsamen Vierbeiner. Ihr treues Wesen und die große Hingabe an ihre Menschen machten sie allseits beliebt – umso ungewöhnlicher, dass Mittelspitze erst 1969 offiziell als Unterkategorie der Deutschen Spitze anerkannt wurden.

Heute bevorzugen viele Menschen ruhigere Hunderassen und der Mittelspitz ist recht selten geworden. Seit 2003 steht der muntere Hund zusammen mit Rassen wie dem Großspitz auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen.

Charakter des Mittelspitzes

Der Mittelspitz tritt Fremden gegenĂŒber misstrauisch auf und verhĂ€lt sich erst einmal abwartend und reserviert. Besucher kĂŒndigt er gewissenhaft durch Bellen an. Generell gehören diese Hunde zu den mitteilungsbedĂŒrftigeren Rassen und benötigen von Beginn an eine konsequente Erziehung, um zu vermeiden, dass sich der Vierbeiner zu einem KlĂ€ffer entwickelt.

Ansonsten sind Mittelsitze sehr gesellige Hunde, die die NĂ€he des Menschen suchen und ungern alleine sind. Durch den „Will to please“ (Willen zu gefallen) und den fehlenden Jagdtrieb sind sie in der Regel einfach zu handhaben und lassen sich oftmals gut ohne Leine fĂŒhren.

Anderen Hunden gegenĂŒber verhalten sich diese Vierbeiner meist freundlich. Die intelligenten EnergiebĂŒndel lernen schnell und sind in den meisten FĂ€llen auch fĂŒr Hundesport wie Agility oder Dogdance zu begeistern. Einige Halterinnen und Halter absolvieren mit ihrem Mittelspitz eine Ausbildung zum Besuchshund und gehen mit ihm in Schulen und Seniorenheime: Durch seine mittlere GrĂ¶ĂŸe und sein aufgeschlossenes Wesen eignet er sich optimal fĂŒr diese TĂ€tigkeit.

Erziehung und Haltung des Mittelspitzes

Der lernfreudige Mittelspitz begreift schnell und benötigt eine liebevolle Erziehung mit konsequenten Regeln. Denn neben dem raschen Erlernen von Kommandos und Tricks kommt der intelligente Vierbeiner im Nu dahinter, wenn du nachlĂ€ssig werden solltest. Beginne am besten bereits im frĂŒhen Welpenalter damit, ihm die Grundlagen zu vermitteln. Besuche bei Welpenspielgruppen und anschließend bei Kursen in der Hundeschule bilden dafĂŒr die ideale Basis.

Vergiss dabei nicht, dass Spitze die Abwechslung lieben: UnzĂ€hlige Wiederholungen von ein und denselben Übungen ermĂŒden diese Hunde. Spielerischer Unterricht mit vielen Variationen nimmt der Mittelspitz dagegen gerne an und ist dann mit Eifer bei der Sache.

Der Bellfreudigkeit der jungen Hunde solltest du ebenfalls frĂŒhzeitig gegensteuern. Durch den Will to please und die rasche Auffassungsgabe begreift der Mittelspitz recht schnell, was du von ihm erwartest. Gut erzogen hast du in ihm einen vielseitigen Begleithund, den du in die GaststĂ€tte ebenso mitnehmen kannst wie auf Wanderungen durch die Natur oder zum Zelten auf einen Campingplatz.

Mittelspitze sind unternehmungslustig und fĂŒr jedes Abenteuer zu haben. Dabei zeigt sich diese Rasse als ausgesprochen anpassungsfĂ€hig: Die Vierbeiner kommen auf dem Land in Haus und Garten ebenso gut zurecht wie in einer Wohnung in der Stadt. Voraussetzung ist dabei, dass du deinen Hund ausreichend körperlich und geistig forderst, zum Beispiel auf langen SpaziergĂ€ngen, beim Spielen und Toben oder beim Sport.

Pflege des Mittelspitzes

Das Fell des Mittelspitzes ist trotz seiner LĂ€nge und Dichte relativ pflegeleicht: Einige Male die Woche bĂŒrsten reicht zumeist aus. Nach AusflĂŒgen in Wald und Feld solltest du den Vierbeiner sorgfĂ€ltig nach Zecken absuchen, denn diese Parasiten finden in der dichten Unterwolle gute Versteckmöglichkeiten. Ein geeignetes Mittel zur Zeckenabwehr ist daher zusĂ€tzlich empfehlenswert.

Bei der ErnÀhrung ist der Mittelspitz anspruchslos und unkompliziert: Ein hochwertiges Futter mit einem ausgewogenen Mix aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten ist ideal.

Besonderheiten des Mittelspitzes

Mittelspitze gelten als robuste Rasse, bei der keine HĂ€ufung von Erbkrankheiten bekannt ist. Bei artgerechter Haltung und Pflege, ausreichend Auslauf und hochwertigem Futter kann dein vierbeiniger Freund bis zu 15 Jahre alt werden.

Steckbrief Mittelspitz

Rasse:
Mittelspitz
Herkunft:
Deutschland
Klassifikation:
Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp
GrĂ¶ĂŸe:
30 bis 38 Zentimeter
Gewicht:
4 bis 10 Kilogramm
Körperbau:
nahezu quadratisch mit ĂŒber dem RĂŒcken gekringelter Rute
Augen:
leicht schrÀg und mandelförmig
Ohren:
spitze Stehohren
Fell und Farbe:
abstehendes, dichtes Deckfell und dicke Unterwolle in den FarbschlĂ€gen Schwarz, Weiß, Grau, Orange oder Braun
Besonderheiten:
vom Aussterben bedrohte Art
Charakter
anhÀnglich, treu, aufmerksam, intelligent und freundlich
Pflege:
pflegeleicht und recht robust
Gesundheit:
geringe AnfĂ€lligkeit fĂŒr Erbkrankheiten

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Lass dich auch von anderen Rassen aus der Familie der Spitze begeistern:

  • Deutscher Spitz: Vor allem in lĂ€ndlichen Gebieten war ein Deutscher Spitz in alten Zeiten als Haus- und Hofhund omniprĂ€sent und hatte sein Revier gut im Blick.
  • Eurasier: Der Eurasier ist eine interessante Wahl fĂŒr Familien, die einen herzlichen, aktiven und kuscheligen Begleiter fĂŒr ihren Alltag suchen.
  • Finnischer Spitz: Der Finnische Spitz ist nicht zu ĂŒberhören: Besuch zeigt er direkt mit lautem Bellen an. Dies macht ihn zu einem verlĂ€sslichen Wachhund – aber er kann noch viel mehr:
  • Islandhund: Der Islandhund gehört zu den seltenen Hunderassen, findet aber immer mehr Liebhaber unter Hundefreunden, die einen intelligenten, bewegungsfreudigen und anhĂ€nglichen Begleiter suchen.
  • Japan-Spitz: Nihon Supittsu – so heißt der Japan-Spitz in seiner fernöstlichen Heimat. Dort ist der elegante Kleinhund, gemessen an altehrwĂŒrdigen traditionellen Rassen, noch nicht lange zu Hause.
  • Kai: Einst machte er in der Meute Jagd auf Hochwild, heute ist der Kai, oder korrekter: Kai Inu beziehungsweise Tora Inu, ein Hund, der außerhalb von Japan zu den absoluten Exoten gehört.
  • Kleinspitz: Der Spitz gehört zu den Ă€ltesten deutschen Hunderassen, der Kleinspitz ist einer seiner kleinsten Vertreter. UnterschĂ€tzen solltest du die handlichen Begleiter aber keinesfalls.
  • Samojede: Mit seinem charakteristischen „LĂ€cheln“ begeistert der Samojede Hundefreunde in der ganzen Welt. Einst wurde er als Arbeitshund und flauschiger WĂ€rmespender von den sibirischen Nomadenvölkern eingesetzt.

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