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Portrait einer Khao Manee

Khao Manee: das „weiße Juwel“ aus Thailand

Die Khao Manee (sprich: [kau manie]), einst eine Hausgenossin Adliger, erfreut heute auch bürgerliche Liebhaber thailändischer Katzenrassen mit ihrer charakteristischen Schönheit. Speziell dem mysteriösen Blick aus den oftmals verschiedenfarbigen Augen kann sich so leicht niemand entziehen. Bei aller Schönheit erweist sich die Khao Manee als freundliche, aktive Samtpfote, die ihre Menschen mit Intelligenz und Anhänglichkeit begeistert. In der Pflege ist sie unkompliziert. Erfahre mehr über die blütenweiße Asiatin!

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Khao Manee: Charakter

Die Khao Manee ist ihrem Menschen ein echter Katzen-Kumpel: Sie ist ausgeglichen, kommunikativ und wenig kapriziös. Die Samtpfote verfügt über einen ausgeprägten Spieltrieb und fordert Aufmerksamkeit ein. Manche Exemplare äußern sich lautstark aber mit wohlklingender Stimme, das Schnurren einer Khao Manee ist Balsam für Stressgeplagte. Ihre Lebhaftigkeit bringt aber auch Action ins Haus, auf die du vorbereitet sein solltest.

 

Die Tiere dieser Rasse gelten als verschmust und gesellig, sie suchen gezielt Körperkontakt und lassen sich gern streicheln. Ihre Freundlichkeit beweisen sie auch Fremden gegenüber. Sie stehen gern im Mittelpunkt: Das Bedürfnis der Khao Manee, überall dabei zu sein, erfordert vom Zweibeiner zuweilen ein wenig Gelassenheit. Schließlich will die edle Fellnase genau wissen, was der Dosenöffner hinter verschlossenen Türen treibt.

 

Darüber hinaus sind Khao Manee intelligente Stubentiger, die ihre Menschen oft mit ihren Aktionen überraschen und dabei – so scheint es – sogar bewusst amüsante Streiche spielen. Die Katzen sind neugierig und untersuchen ihre Umgebung fortwährend auf spannende Dinge.

 

Etwas, womit die Khao Manee häufig nicht auf Anhieb klarkommt, ist die Anwesenheit von Kindern. An tapsige, laute und unberechenbare kleine Menschen muss die Katze sich zunächst gewöhnen. Gib dem Tier Zeit, bis es den Nachwuchs als Teil der Familie ansieht. Gleiches gilt für Hunde: Mit einer gutmütigen Spürnase, die ihrerseits freundlich zu Katzen ist, sollte es keine Komplikationen geben.

Haltung und Pflege der Khao Manee

Die Khao Manee ist eine Katze, die ungeachtet ihrer intensiven Bindung zum Menschen unbedingt Kontakt zu Artgenossen braucht: In einer Katzengruppe fühlt die Asiatin sich richtig wohl. Von einer Haltung als Einzelkatze ist daher strikt abzuraten.

 

Was die Ernährung betrifft, erweist sich die Khao Manee als unkompliziert: Besondere durch die Rasse bedingte Anforderungen an den Speiseplan gibt es nicht. Achte bei der Fütterung auf Qualität und kalkuliere die Mengen ein, die dem Alter und Aktivitätsstatus deiner Katze entsprechen. Die Khao Manee fällt allerdings in der Regel ohnehin nicht durch Verfressenheit auf.

 

Die Fellpflege ist dank des kurzen Fells unkompliziert: Es genügt, einmal wöchentlich mit einer weichen Bürste oder einem angefeuchteten Handschuh lose Haare zu entfernen. Je nach Lebensumständen der Katze solltest du routinemäßige Parasitenbehandlungen einplanen.

 

Eine besondere Disposition für Krankheiten (abgesehen von genetisch bedingter Taubheit, dazu unten Näheres) ist bei der Khao Manee nicht bekannt. Allerdings sind die Tiere durch das Fehlen von Unterwolle empfindlich gegen niedrige Temperaturen. Vermeide daher Zugluft und sorge dafür, dass deine Katze stets ein warmes Plätzchen findet.

 

Die Lebenserwartung der Khao Manee liegt bei etwa 14 Jahren. Den Tierarzt sollte die Khao Manee zum regelmäßigen Gesundheits-Check inklusive der üblichen Impfungen besuchen.

Khao-Manee klettert auf dem Gelände

Farben der Khao Manee

„Khao Manee“ ist thailändisch und bedeutet in etwa „weißes Juwel“. Damit ist alles gesagt: Diese Katzen gibt es nur in Schneeweiß. Jegliche Abzeichen, Muster oder andersfarbige Partien sind nach dem Rassestandard nicht erwünscht. Allerdings haben Kitten am Kopf kleinere dunkle Partien zwischen den Ohren, die aber im ersten Lebensjahr wieder verschwinden.

 

Durch die schlichte Einfarbigkeit und den orientalischen Typ kann es leicht zu Verwechselungen mit anderen weißen Katzenrassen kommen. Aufschluss gibt dann ein Blick auf die Struktur des Fells: Dieses liegt bei der Khao Manee dicht am Körper an, verfügt über kaum Unterwolle und ist dabei sehr dicht. Ein solches Fell ist optimal an das tropische Klima ihres Herkunftslandes angepasst.

Die Geschichte der Khao Manee

Die Khao Manee ist eine sehr alte Katzenrasse – allerdings lässt sich ihr Entstehungszeitpunkt nicht exakt datieren. Ausdrückliche Erwähnung findet sie an mehreren Stellen in dem „Buch der Lieder über Katzen“ („Tamra Maew“), das zwischen 1350 und 1767 entstanden sein muss. Die Rasse ist also mindestens 250 Jahre alt. Dort heißt es unter anderem: „(…) eine, genannt die Juwelenkatze, von weißem Körper, mit Augen wie Edelsteine.“

 

Die Schrift dokumentiert, dass die schneeweißen Katzen vom Adel gezüchtet wurden. Somit hat die Khao Manee etwas verbrieft Herrschaftliches an sich. In der Tat gibt es Geschichten darüber, dass König Chulalongkorn (1853 – 1910) die weißen königlichen Katzen mit den strahlenden Augen vor ausländischen Gästen geheim hielt und ersatzweise die Siamkatze als royale Samtpfote ausgab.

 

Zudem spielten die Katzen eine repräsentative Rolle bei Hof: So trugen während der Krönungszeremonie des Königs von Siam 1926 Kammerdiener eine Khao Manee in der Prozession zum Thronsaal.

 

Tatsächlich gibt es bis heute außerhalb von Thailand nur wenige Khao Manee-Züchter, was die Rasse unter Katzenfreunden derzeit zu einer Art „Geheimtipp“ macht. Noch bis vor zwanzig Jahren fand die Zucht ausschließlich in Thailand statt. Dann gelang es der Katzenfreundin Colleen Freymouth aus Phoenix, Arizona, einige Exemplare der zu diesem Zeitpunkt bereits fast erloschenen Zuchtlinie in die USA zu exportieren. Damit leistete sie einen elementaren Beitrag zum Erhalt der Rasse.

 

Offiziell als Rassekatze anerkannt ist die schöne Thailänderin derzeit nur von den Verbänden TICA (The International Cat Association, USA) und GCCF (Governing Council of the Cat Fancy, Großbritannien). Ein verbindlicher Rassestandard befindet sich derzeit noch im Entstehungsprozess.

 

Wer sich für eine reinrassige Khao Manee als Haustier interessiert, muss tief in die Tasche greifen: Der Preis liegt aktuell zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Außerdem gibt es immer wieder (verbotene) Versuche, Khao Manee mit anderen weißen Rassen zu kreuzen – bei der Anschaffung solltest du dir also die Papiere beider Elterntiere anschauen.

Besonderheiten der Khao Manee

Das wohl auffälligste Merkmal der Khao Manee sind ihre Augen: Diese wirken auffällig brillant, was an dem besonders hell gefärbten Gewebe ihrer Augenlider liegt. Ein weiteres Attribut dieser Rasse sind die häufig unterschiedlichen Augenfarben. So ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere beispielsweise ein blaues und ein gelbes beziehungsweise grünes Auge haben. Solche „odd eyes“ sind ein erwünschtes und begehrtes Merkmal.

 

Es hat sich gezeigt, dass bei weißen Katzen mit blauen Augen eine genetische Disposition für Taubheit existiert. Das bedeutet nicht, dass alle weißen Katzen nicht hören können – die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch erhöht. Zur Zucht sollten daher nur Tiere verwendet werden, die nachweislich über Gehörsinn verfügen. Tatsächlich ist die Veranlagung für Gehörprobleme bei der Khao Manee weniger ausgeprägt als bei manchen anderen weißen Katzenrassen, was sicher auch ein Verdienst verantwortungsvoller Züchter ist.

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Steckbrief Khao Manee

  • Rasse:
    Khao Manee (alternativ: „Khao Plort“)
  • Herkunft:
    Thailand
  • Größe:
    mittelgroß (etwa 25 bis 30 Zentimeter Widerristhöhe bei Katzen, 35 bis 35 Zentimeter bei Katern)
  • Gewicht:
    2 bis 5 Kilogramm (Katze), 3 bis 5 Kilogramm (Kater)
  • Körperbau:
    elegant, muskulös, ausbalanciert, mittellanger Schwanz
  • Kopfform:
    zierlich, dreieckförmig, vorspringende Wangen, Ohren mittelgroß, Nase leicht gebogen.
  • Augen:
    blau, gelb, grün
  • Fell und Farbe:
    kurzhaarig, dicht anliegend, ausschließlich rein weiß
  • Fellpflege:
    einmal pro Woche mit einer weichen Bürste striegeln
  • Charakter:
    verspielt, menschenbezogen, ausgeglichen
  • Besonderheiten:
    brillante, oft unterschiedlich gefärbte Augen
  • Haltung:
    Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon oder Auslauf.
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