Lieferung in 1-3 Werktagen
Mehr als 22.000 Artikel
30 Tage kostenlose RĂŒcksendung
12% Rabatt fĂŒr Erstbesteller
Lieferung in 1-3 Werktagen
Mehr als 22.000 Artikel
30 Tage kostenlose RĂŒcksendung
  • MĂ€rkte
  • Wiederbestellen
  • Warenkorb

Khao Manee: das „weiße Juwel“ aus Thailand

10.04.2024 - Lesedauer: 6 Minuten

Khao Manee Katze

Die faszinierende Khao Manee ist eine unkomplizierte Schönheit, die unbedingt einen Artgenossen an ihrer Seite braucht.

Die Khao Manee (sprich: [kau manie]), einst eine Hausgenossin Adliger, erfreut heute auch bĂŒrgerliche Liebhaber thailĂ€ndischer Katzenrassen mit ihrer charakteristischen Schönheit. Speziell dem mysteriösen Blick aus den oftmals verschiedenfarbigen Augen kann sich so leicht niemand entziehen. Bei aller Schönheit erweist sich die Khao Manee als freundliche, aktive Samtpfote, die ihre Menschen mit Intelligenz und AnhĂ€nglichkeit begeistert. In der Pflege ist sie unkompliziert. Erfahre mehr ĂŒber die blĂŒtenweiße Asiatin!

Loading...

Khao Manee: Charakter

Die Khao Manee ist ihrem Menschen ein echter Katzen-Kumpel: Sie ist ausgeglichen, kommunikativ und wenig kapriziös. Die Samtpfote verfĂŒgt ĂŒber einen ausgeprĂ€gten Spieltrieb und fordert Aufmerksamkeit ein. Manche Exemplare Ă€ußern sich lautstark aber mit wohlklingender Stimme, das Schnurren einer Khao Manee ist Balsam fĂŒr Stressgeplagte. Ihre Lebhaftigkeit bringt aber auch Action ins Haus, auf die du vorbereitet sein solltest.

Die Tiere dieser Rasse gelten als verschmust und gesellig, sie suchen gezielt Körperkontakt und lassen sich gern streicheln. Ihre Freundlichkeit beweisen sie auch Fremden gegenĂŒber. Sie stehen gern im Mittelpunkt: Das BedĂŒrfnis der Khao Manee, ĂŒberall dabei zu sein, erfordert vom Zweibeiner zuweilen ein wenig Gelassenheit. Schließlich will die edle Fellnase genau wissen, was der Dosenöffner hinter verschlossenen TĂŒren treibt.

DarĂŒber hinaus sind Khao Manee intelligente Stubentiger, die ihre Menschen oft mit ihren Aktionen ĂŒberraschen und dabei – so scheint es – sogar bewusst amĂŒsante Streiche spielen. Die Katzen sind neugierig und untersuchen ihre Umgebung fortwĂ€hrend auf spannende Dinge.

Etwas, womit die Khao Manee hĂ€ufig nicht auf Anhieb klarkommt, ist die Anwesenheit von Kindern. An tapsige, laute und unberechenbare kleine Menschen muss die Katze sich zunĂ€chst gewöhnen. Gib dem Tier Zeit, bis es den Nachwuchs als Teil der Familie ansieht. Gleiches gilt fĂŒr Hunde: Mit einer gutmĂŒtigen SpĂŒrnase, die ihrerseits freundlich zu Katzen ist, sollte es keine Komplikationen geben.

Steckbrief Khao Manee

Rasse:
Khao Manee (alternativ: „Khao Plort“)
Herkunft:
Thailand
GrĂ¶ĂŸe:
mittelgroß (etwa 25 bis 30 Zentimeter Widerristhöhe bei Katzen, 35 bis 35 Zentimeter bei Katern)
Gewicht:
2 bis 5 Kilogramm (Katze), 3 bis 5 Kilogramm (Kater)
Körperbau:
elegant, muskulös, ausbalanciert, mittellanger Schwanz
Kopfform:
zierlich, dreieckförmig, vorspringende Wangen, Ohren mittelgroß, Nase leicht gebogen.
Augen:
blau, gelb, grĂŒn
Fell und Farbe:
kurzhaarig, dicht anliegend, ausschließlich rein weiß
Fellpflege:
einmal pro Woche mit einer weichen BĂŒrste striegeln
Charakter:
verspielt, menschenbezogen, ausgeglichen
Besonderheiten:
brillante, oft unterschiedlich gefÀrbte Augen
Haltung:
Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon oder Auslauf.

Haltung und Pflege der Khao Manee

Die Khao Manee ist eine Katze, die ungeachtet ihrer intensiven Bindung zum Menschen unbedingt Kontakt zu Artgenossen braucht: In einer Katzengruppe fĂŒhlt die Asiatin sich richtig wohl. Von einer Haltung als Einzelkatze ist daher strikt abzuraten.

Was die ErnĂ€hrung betrifft, erweist sich die Khao Manee als unkompliziert: Besondere durch die Rasse bedingte Anforderungen an den Speiseplan gibt es nicht. Achte bei der FĂŒtterung auf QualitĂ€t und kalkuliere die Mengen ein, die dem Alter und AktivitĂ€tsstatus deiner Katze entsprechen. Die Khao Manee fĂ€llt allerdings in der Regel ohnehin nicht durch Verfressenheit auf.

Die Fellpflege ist dank des kurzen Fells unkompliziert: Es genĂŒgt, einmal wöchentlich mit einer weichen BĂŒrste oder einem angefeuchteten Handschuh lose Haare zu entfernen. Je nach LebensumstĂ€nden der Katze solltest du routinemĂ€ĂŸige Parasitenbehandlungen einplanen.

Eine besondere Disposition fĂŒr Krankheiten (abgesehen von genetisch bedingter Taubheit, dazu unten NĂ€heres) ist bei der Khao Manee nicht bekannt. Allerdings sind die Tiere durch das Fehlen von Unterwolle empfindlich gegen niedrige Temperaturen. Vermeide daher Zugluft und sorge dafĂŒr, dass deine Katze stets ein warmes PlĂ€tzchen findet.

Die Lebenserwartung der Khao Manee liegt bei etwa 14 Jahren. Den Tierarzt sollte die Khao Manee zum regelmĂ€ĂŸigen Gesundheits-Check inklusive der ĂŒblichen Impfungen besuchen.

Khao-Manee klettert auf dem GelÀnde

Farben der Khao Manee

„Khao Manee“ ist thailĂ€ndisch und bedeutet in etwa „weißes Juwel“. Damit ist alles gesagt: Diese Katzen gibt es nur in Schneeweiß. Jegliche Abzeichen, Muster oder andersfarbige Partien sind nach dem Rassestandard nicht erwĂŒnscht. Allerdings haben Kitten am Kopf kleinere dunkle Partien zwischen den Ohren, die aber im ersten Lebensjahr wieder verschwinden.

Durch die schlichte Einfarbigkeit und den orientalischen Typ kann es leicht zu Verwechselungen mit anderen weißen Katzenrassen kommen. Aufschluss gibt dann ein Blick auf die Struktur des Fells: Dieses liegt bei der Khao Manee dicht am Körper an, verfĂŒgt ĂŒber kaum Unterwolle und ist dabei sehr dicht. Ein solches Fell ist optimal an das tropische Klima ihres Herkunftslandes angepasst.

Die Geschichte der Khao Manee

Die Khao Manee ist eine sehr alte Katzenrasse – allerdings lĂ€sst sich ihr Entstehungszeitpunkt nicht exakt datieren. AusdrĂŒckliche ErwĂ€hnung findet sie an mehreren Stellen in dem „Buch der Lieder ĂŒber Katzen“ („Tamra Maew“), das zwischen 1350 und 1767 entstanden sein muss. Die Rasse ist also mindestens 250 Jahre alt. Dort heißt es unter anderem: „(
) eine, genannt die Juwelenkatze, von weißem Körper, mit Augen wie Edelsteine.“

Die Schrift dokumentiert, dass die schneeweißen Katzen vom Adel gezĂŒchtet wurden. Somit hat die Khao Manee etwas verbrieft Herrschaftliches an sich. In der Tat gibt es Geschichten darĂŒber, dass König Chulalongkorn (1853 – 1910) die weißen königlichen Katzen mit den strahlenden Augen vor auslĂ€ndischen GĂ€sten geheim hielt und ersatzweise die Siamkatze als royale Samtpfote ausgab.

Zudem spielten die Katzen eine reprÀsentative Rolle bei Hof: So trugen wÀhrend der Krönungszeremonie des Königs von Siam 1926 Kammerdiener eine Khao Manee in der Prozession zum Thronsaal.

TatsĂ€chlich gibt es bis heute außerhalb von Thailand nur wenige Khao Manee-ZĂŒchter, was die Rasse unter Katzenfreunden derzeit zu einer Art „Geheimtipp“ macht. Noch bis vor zwanzig Jahren fand die Zucht ausschließlich in Thailand statt. Dann gelang es der Katzenfreundin Colleen Freymouth aus Phoenix, Arizona, einige Exemplare der zu diesem Zeitpunkt bereits fast erloschenen Zuchtlinie in die USA zu exportieren. Damit leistete sie einen elementaren Beitrag zum Erhalt der Rasse.

Offiziell als Rassekatze anerkannt ist die schöne ThailĂ€nderin derzeit nur von den VerbĂ€nden TICA (The International Cat Association, USA) und GCCF (Governing Council of the Cat Fancy, Großbritannien). Ein verbindlicher Rassestandard befindet sich derzeit noch im Entstehungsprozess.

Wer sich fĂŒr eine reinrassige Khao Manee als Haustier interessiert, muss tief in die Tasche greifen: Der Preis liegt aktuell zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Außerdem gibt es immer wieder (verbotene) Versuche, Khao Manee mit anderen weißen Rassen zu kreuzen – bei der Anschaffung solltest du dir also die Papiere beider Elterntiere anschauen.

Besonderheiten der Khao Manee

Das wohl auffĂ€lligste Merkmal der Khao Manee sind ihre Augen: Diese wirken auffĂ€llig brillant, was an dem besonders hell gefĂ€rbten Gewebe ihrer Augenlider liegt. Ein weiteres Attribut dieser Rasse sind die hĂ€ufig unterschiedlichen Augenfarben. So ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere beispielsweise ein blaues und ein gelbes beziehungsweise grĂŒnes Auge haben. Solche „odd eyes“ sind ein erwĂŒnschtes und begehrtes Merkmal.

Es hat sich gezeigt, dass bei weißen Katzen mit blauen Augen eine genetische Disposition fĂŒr Taubheit existiert. Das bedeutet nicht, dass alle weißen Katzen nicht hören können – die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr ist jedoch erhöht. Zur Zucht sollten daher nur Tiere verwendet werden, die nachweislich ĂŒber Gehörsinn verfĂŒgen. TatsĂ€chlich ist die Veranlagung fĂŒr Gehörprobleme bei der Khao Manee weniger ausgeprĂ€gt als bei manchen anderen weißen Katzenrassen, was sicher auch ein Verdienst verantwortungsvoller ZĂŒchter ist.

Wenn dir die Optik der Khao Manee gefĂ€llt, könnten auch diese Rassen etwas fĂŒr dich sein

Loading...

Weitere BeitrÀge, die dich auch interessieren könnten

Weitere Themen im Überblick