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Gibt es Welpenschutz bei Hunden?

Viele Hundebesitzer sind absolut sorglos, wenn sie beim Gassigehen mit ihrem Welpen auf andere Hunde treffen. Sie gehen davon aus, dass dem Hundekind nichts passiert, da es ja noch Welpenschutz genießt. Dieser sogenannte Welpenschutz besagt, dass größere Hunde anhand der Optik und des Geruchs des Welpen eine besondere Toleranz gegenüber dem Jungtier besitzen und es deshalb nicht angreifen oder beißen würden. Die Legende vom Welpenschutz hält sich hartnäckig, wenn auch mittlerweile erwiesen ist, dass diese Art von Rücksichtnahme älterer Hunde gegenüber Welpen sich ausschließlich auf das eigene Rudel bezieht. Wie lange der Welpenschutz im Rudel gilt und was Sie bei der Begegnung Ihres Junghundes mit anderen Artgenossen beachten sollten, erfahren Sie hier.

Begrenzter Welpenschutz im eigenen Rudel

Es gibt bei Hunden vermutlich eine Art Welpenschutz, aber dieser ist sehr begrenzt. Er gilt ausschließlich im eigenen Rudel und wurde bei Wölfen nur innerhalb der ersten acht Lebenswochen beobachtet. Allerdings bedeutet ein gewisser Welpenschutz im eigenen Rudel nicht, dass ungestüme Welpen von den älteren Hunden nicht auch gemaßregelt werden, wenn sie sich unangemessen verhalten. Durch die Maßregelung lernt der Hund, sich in der Gruppe sozial zu verhalten und erfährt, wo seine Grenzen sind.

Aber: Diese Form des Welpenschutzes betrifft keine fremden Hunde. Wenn Sie mit ihrem jungen Hund unterwegs sind, können Sie also nicht davon ausgehen, dass fremde Hunde es ihm durchgehen lassen, wenn er deren Grenzen überschreitet.

Gutes Benehmen darf nicht generell mit Welpenschutz verwechselt werden

Viele ältere Hunde sind in der Regel geduldig gegenüber jungen Hunden und Welpen, was an ihrer Lebenserfahrung und ihrer guten Erziehung liegt. Bei Spaziergängen und in Hundeschulen haben sie gelernt, wie Sie die quirligen Hundekinder sanft in Schach halten und ruhig bleiben. Doch auch dieses Verhalten kann nicht als genereller Welpenschutz verstanden werden. Viele ältere Hunde sind „genervt“ von jungen Hunden, denn sie halten keine Distanz, bewegen sich unkoordiniert und sind unberechenbar. Auch nehmen sie die Drohungen anderer Hunde oft nicht ernst. Aus diesem Grund gehen sie den jüngeren Artgenossen lieber aus dem Weg. Wenn Ihr Welpe auf einen solchen Hund trifft und dabei Grenzen überschreitet, kann es sein, dass sich der fremde Hund heftig wehrt oder sogar zubeißt.

So begegnen Sie mit Ihrem Hundebaby anderen Artgenossen angemessen

Bei der ersten Begegnung eines Welpen mit einem fremden Hund, empfiehlt es sich daher, besonders aufmerksam zu sein. Wenn Sie bei einem Spaziergang mit Ihrem Junghund einem fremden Hund begegnen, ist es ratsam, sich gemeinsam mit dem angeleinten Welpen dem fremden Hund zu nähern. So beugen Sie einer zu stürmischen Begrüßung durch den Welpen gegenüber seinem älteren Artgenossen vor. Sprechen Sie mit dem Besitzer des fremden Hundes, und fragen Sie ihn, wie er auf Welpen reagiert.

 

Wenn der Artgenosse gegenüber Jungtieren freundlich ist, können die Hunde, wenn es erlaubt ist, von der Leine genommen werden und einander kennenlernen. Beobachten Sie die Hunde in dieser Kennenlernphase genau, damit Sie auch sicher sein können, dass das Spiel nicht aus dem Ruder läuft. Dies ist auch dann wichtig, wenn zwischen Fremdhund und Welpe ein besonderer Größenunterschied besteht. Manchmal kann ein sehr großer und kräftiger Hund einen kleinen Welpen durch eine falsche Einschätzung seiner Kräfte im Spiel verletzen.

 

Ganz wichtig: Wenn es zu einer Rangelei kommt oder der ältere Hund Ihren Welpen zurechtweist, greifen Sie nur ein, wenn Sie eine ernsthafte Gefahr für Ihr Tier vermuten. Denn durch Maßregelung lernt Ihr Tier, wie es sich zu verhalten hat, und wird beim nächsten Mal vorsichtiger vorgehen.

Sozialverhalten lernen durch Artgenossen

Welpen haben gegenüber fremden Hunden also keinen Welpenschutz. Dennoch ist es ausgesprochen wichtig, dass Ihr Welpe regelmäßig Kontakt zu anderen Artgenossen unterschiedlichen Alters und verschiedener Rassen hat. Durch die Begegnung mit anderen Hunden lernt das Hundebaby, die Signale der anderen Tiere zu verstehen und sich sozial angemessen zu verhalten. Gleichzeitig stärkt die Begegnung mit anderen Hunden das Selbstbewusstsein Ihres Welpen und erweitert seinen Horizont.

 

Am besten unterstützen Sie den Lernprozess Ihres Hundenachwuchses, wenn Sie mit ihm eine Welpenschule besuchen. Hier begegnet er unter geschulter Aufsicht anderen Welpen und kann mit Ihnen spielen, sein Sozialverhalten festigen und Übungen mit seinem Herrchen oder Frauchen absolvieren, was die Bindung zwischen Mensch und Hund stärkt.

 

Neben dem Besuch der Welpenschule ist es ratsam, dem Hund die Möglichkeit zu geben, regelmäßig mit einem erwachsenen, gut erzogenen und sozialisierten Artgenossen Kontakt zu haben. Dies kann beispielsweise der Hund eines Bekannten sein, mit dem Sie gemeinsam spazieren gehen oder den Ihr Hund öfter besuchen kann. Durch solche Begegnungen festigt der Welpe sein Sozialverhalten und lernt, wie er sich anderen Hunden gegenüber verhalten soll.

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