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Eurasier – Hund vom Urtyp trotz junger Rasse

Haben Sie schon vom Eurasier gehört? Möglicherweise nicht: Die Hunderasse ist noch kein halbes Jahrhundert alt und noch nicht so populär wie Artgenossen mit längerer Geschichte. Aber das wird sich ändern: Der anhängliche und kluge Eurasier findet mit seinem freundlichen Charakter, der Hingabe an seine Menschen und nicht zuletzt seiner gesundheitlichen Robustheit immer mehr Fans.

Ein Hund der Sechzigerjahre

Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz machte sich Gedanken über das Wesen von Mischlingshunden mit Chow-Chow-Einschlägen. Inspiriert von diesen Studien und unterstützt von Lorenz beschloss Julius Wipfel im Jahr 1960 an der Universität Göttingen, gezielt Wolfsspitze und Chow-Chows zu verpaaren. Das Ergebnis: ein Familienhund vom Polarhund-Typ mit dem Namen Wolf-Chow. In den 1970er Jahren wurde der neue Hundeschlag mit russischen Samojeden verfeinert und läuft seit 1973 mit offizieller Anerkennung durch den VDH und dessen französisches Pendant FCI unter der Bezeichnung Eurasier. Die Hunde gehören damit zu den jüngsten Rassehunden und bringen alle Qualitäten mit sich, die von einem Familienhund erwartet werden.

Charakter des Eurasiers

Der Eurasier zeichnet sich durch seinen ruhigen und ausgeglichenen Charakter aus: Er ist selbstbewusst und freundlich. Seinem Menschenrudel gegenüber ist er anhänglich. Personen, die er nicht kennt, begegnet er mit Zurückhaltung, aber ohne Furcht oder Aggression. Allerdings benötigt der Eurasier eine feste Rudelordnung. Vor allem Rüden versuchen sonst, sich innerhalb der Familie eine dominantere Stellung zu erstreiten. Der Eurasier entwickelt ein besonders einfühlsames Verhältnis zu seinen Menschen und versetzt sich sensibel in ihre Stimmung hinein. Er hat eine hohe Reizschwelle und lässt sich nicht leicht aus der Ruhe bringen. Auch sein Jagdtrieb ist nur wenig ausgeprägt. Mit anderen Hunden ist der Eurasier in der Regel gut verträglich. Beim Spiel mit seinen Menschen fordert er Abwechslung: Sich wiederholende Übungen und Aufgaben langweilen den intelligenten Hund schnell.

Erziehung und Haltung des Eurasiers

Bei der sachkundigen Erziehung des Eurasiers sind keine speziellen Schwierigkeiten zu erwarten, allerdings muss diese durch seine gewohnte Bezugsperson erfolgen. Einmischung, beispielsweise durch einen Hundetrainer, verunsichert das Tier. Wie bei allen Hunden benötigen Sie Konsequenz, Geduld und viel Liebe. Gut erzogen, lernwillig und ausgeglichen erweist der Eurasier sich als unkomplizierter Freizeitgefährte. Mit seiner Aufmerksamkeit hat er sein Revier gut unter Kontrolle, bellt aber nicht beim kleinsten Anlass und ist damit auch in Mehrfamilienhäusern mit Nachbarn gern gesehen. Der Eurasier braucht Beschäftigung und Bewegung, damit er ausgelastet ist. Die findet er, indem er Sie auf Schritt und Tritt bei allem begleitet, was Sie unternehmen: sei es beim Joggen, Radfahren oder Spazierengehen. Auch Agility-Sport mag er gern. Aufgrund der starken Beziehung zu seinen Menschen sollte er nicht, auch nicht kurzzeitig, in fremde Obhut oder eine Hundepension gegeben werden. Bitte kalkulieren Sie dies hinsichtlich zukünftiger Urlaubsplanung und Ihrer beruflichen Situation ein.

 

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Pflege des Eurasiers

Das Haarkleid des Eurasiers ist auf natürliche Weise selbstreinigend. Die Fellpflege gestaltet sich daher unkompliziert und beschränkt sich auf zweimal wöchentliches Bürsten. Lediglich in der Zeit des Fellwechsels sollten Sie die Unterwolle täglich auskämmen. Was die Gesundheit betrifft, ist der Eurasier ausgesprochen robust und hat keine erbliche Veranlagung zu Krankheiten.

 

Steckbrief Eurasier
Steckbrief Eurasier
Rasse: Eurasier
Herkunft: Deutschland
Klassifikation: Spitze, Urtyp-Hunde
Größe: Rüde 52 bis 60 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 48 bis 56 Zentimeter Schulterhöhe
Gewicht: Rüde 23 bis 32 Kilogramm – Hündin 18 bis 26 Kilogramm
Körperbau: muskulöser, mittellanger Hals, kräftiger, fester Körper, Rute über dem Rücken oder leicht seitwärts getragen
Augen: mittelgroß, dunkel, leicht schräg gestellt
Ohren: dreieckige, mittelgroße und leicht abgerundete Stehohren
Fell und Farbe: dichte Unterwolle, langes Grannenhaar; Farbe Wolfsgrau, Falb, Rot, Schwarz, Schwarz mit Abzeichen (weißes oder weiß geschecktes Fell ist unerwünscht)
Besonderheiten: blaue oder blau gefleckte Zunge
Charakter: selbstbewusst und ausgeglichen, starke Bindung zum Menschen, Fremden gegenüber zurückhaltend, hohe Reizschwelle
Pflege: zweimal wöchentlich bürsten, im Fellwechsel täglich
Gesundheit: häufig Probleme mit der Schilddrüse und den Augen, HD, ED. Daher gibt es von einigen Zuchtverbänden sehr strenge Untersuchungsrichtlinien für die Hunde

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