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Altdeutscher Hütehund blickt wachsam über eine Wiese

Altdeutscher Hütehund – intelligente Arbeitstiere mit langer Geschichte

Unter die Bezeichnung „Altdeutsche Hütehunde“ fallen Hunde, die schon seit dem Mittelalter Schäfer auf ihren Wanderungen begleiten. Obwohl diese Tiere keine eigenständige Rasse darstellen, verbindet sie doch eine Reihe von Gemeinsamkeiten wie der ausgeprägte Hütetrieb, die lange Ausdauer und der starke Arbeitswille. Außerhalb der Landwirtschaft sind Altdeutsche Hütehunde ausgezeichnete Rettungshunde und begeisterte Hundesportler in Disziplinen wie Agility.

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Altdeutscher Hütehund – in der Natur zu Hause

Bei einem Altdeutschen Hütehund handelt es sich um keine vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) oder VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) anerkannte Rasse. Der Begriff beschreibt vielmehr einen besonderen Typ Hütehund mit unterschiedlichen Fell- und Farbschlägen. Die Wurzeln dieser Schläge reichen bis ins Mittelalter. Damals verbreitete sich die Wanderschäferei in Deutschland und ganz Europa. Die Schäfer benötigten für ihre Arbeit Herdenschutzhunde zum Hüten und Bewachen der Tiere. Sie züchteten diese durch Verpaarung geeigneter mittelgroßer bis großer Hunde mit entsprechenden Neigungen.

 

Aus den Ahnen der Altdeutschen Hütehunde entstanden einige bekannte Hunderassen wie der Deutsche und der Belgische Schäferhund. Diese haben sich durch die Zucht inzwischen so stark weiterentwickelt, dass sie eigenständige Hunderassen darstellen und bis auf die entfernte Verwandtschaft nicht mehr allzu viel mit den Altdeutschen Hütehunden gemeinsam haben.

 

Heute fallen vor allem folgende Schläge unter diesen Sammelbegriff:

  • Gelbbacke
  • Süddeutscher Tiger
  • Schaf- oder Hütepudel
  • Fuchshunde
  • Süddeutscher Schwarzer
  • Strobel
  • Westerwälder Kuhhund
  • Rollhaariger Altdeutscher
  • Schwarzer Altdeutscher

 

Die Hunde sind mit 50 bis 70 Zentimeter Schulterhöhe relativ groß. Das dichte Fell fällt dabei – je nach Schlag – zottelig, langhaarig oder gelockt aus und weist viele unterschiedliche Farbvarianten auf. Von einfarbigem Schwarz, Rotbraun und Cremefarben reicht die Palette bis hin zu merlefarbenen, getigerten oder gestromerten Variationen.

 

Die Altdeutschen Hütehunde sind heute durch den starken Rückgang der Schäferei vom Aussterben bedroht. Die Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde e.V. (AAH) kümmert sich seit 1987 um den Erhalt dieser besonderen Arbeitshunde.

Altdeutscher Hütehund läuft am Flussufer entlang

Der Charakter des Altdeutschen Hütehundes

Altdeutsche Hütehunde benötigen für ihre Arbeit als Herdenschutz- und Treibhunde einen sehr eigenständigen und selbstbewussten Charakter. Dazu kommen ein stark ausgeprägter Hütetrieb und der große Arbeitswille. Weitere Merkmale dieser Hütehunde sind die lange Ausdauer, ihr ausgeglichenes Wesen und eine hohe Nervenfestigkeit. Die Altdeutschen Hütehunde bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Ausgelastete Tiere sind dir in artgerechter Haltung treue und zuverlässige Begleiter.

Erziehung und Haltung des Altdeutschen Hütehundes

Altdeutsche Hütehunde sind mutige Gebrauchshunde. Für ihren Job in Schaf- oder Kuhherden brauchen sie ihren eigenen Kopf und viel Selbstbewusstsein, um sich dort trotz widerspenstiger Tiere, Stößen und Tritten durchsetzen zu können. Dazu kommen ein großer Bewegungsdrang und die starke Neigung zum Hüten. Aus diesen Gründen eignet sich diese Hundeart nur bedingt als reiner Familienhund. Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung vom ersten Tag an. Auf diese Weise lernt der etwas dickköpfige Altdeutsche Hütehund, sich dir unterzuordnen und deinen Kommandos zu gehorchen. Wichtig ist, dass es keine Ausnahmen von den Regeln gibt, denn die klugen Altdeutschen nutzen jede Gelegenheit, ihren Willen durchzusetzen.

 

Außerdem braucht diese Hundeart Ersatzbeschäftigungen, um den Hütetrieb in geordnete Bahnen zu lenken. Kann der Vierbeiner diese Vorliebe nicht ausleben, führt dies unter Umständen zu Verhaltensauffälligkeiten – wie häufigem Bellen oder Aggressionen. Manche gelangweilten Altdeutschen Hütehunde suchen sich eine eigene Herde zum Hüten. Das können Radfahrer, Jogger oder auch spielende Kinder sein. Daraus entstehen schnell unliebsame Situationen für alle Beteiligten.

 

Am besten begegnet man der Hüteneigung durch entsprechende Angebote aus dem Hundesport. Beschäftigungen wie Agility, Dogdance oder Flyball lasten den Hund aus und kommen seinen Aufgaben als Hüte- und Herdenschutzhund am nächsten. Weitere sinnvolle Beschäftigungen für Altdeutsche Hütehunde sind der Rettungsdienst oder Einsätze als Assistenzhund für körperlich eingeschränkte Personen.

 

Wenn du diese Hinweise beachtest, erhältst du einen energiegeladenen, unternehmungslustigen Partner. Er eignet sich vor allem für Outdoorfans und Sportfans. Mit einem Altdeutschen Hütehund kannst du lange Wander- und Trekkingausflüge unternehmen oder den Vierbeiner auf ausgedehnte Radtouren und Ausritte mitnehmen. Eine reine Wohnungshaltung ist für die großen Energiebündel aufgrund ihres hohen Bewegungsdrangs ungeeignet.

Pflege des Altdeutschen Hütehundes

Der Altdeutsche Hütehund hat ein pflegeleichtes, wetterfestes Fell. Ein- bis zweimal die Woche Bürsten reicht meist aus, um Verfilzungen vorzubeugen und lose Unterwolle zu entfernen. Bei Hunden mit sehr behaarten Ohren und engen Gehörgängen solltest du regelmäßig kontrollieren, ob Parasiten oder Entzündungen vorliegen.

 

Durch den hohen Bewegungsdrang brauchen Altdeutsche Hütehunde viel Energie. Ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil sowie Zugaben von Obst oder Gemüse halten den Vierbeiner fit und können vielen Knochen- und Gelenkproblemen sowie Stoffwechselerkrankungen vorbeugen.

Gesundheit und Besonderheiten des Altdeutschen Hütehundes

Ansonsten sind Altdeutsche Hütehunde relativ robust. Erbkrankheiten sind in Züchterkreisen kaum bekannt. Auch Hüftgelenksdysplasien sind dank regelmäßiger Kontrollen und guter Ernährung rückläufig.

 

Die Besonderheit bei Altdeutschen Hütehunden ist das zum Teil erheblich variierende Erscheinungsbild. Da die Züchter früher Wert auf einen willigen, ausdauernden Arbeitshund legten, achteten sie vor allem auf die Weitergabe von Attributen für die Gebrauchstauglichkeit wie Hüteeigenschaften, Selbstbewusstsein und Arbeitswillen. Das Aussehen war zweitrangig. Das führte dazu, dass heute eine kunterbunte Mischung unter dem Begriff Altdeutscher Hütehund zu finden ist. Möchtest du einen Altdeutschen Hütehund in deine Familie aufnehmen, stehst du daher vor einer großen Auswahl völlig verschiedener Tiere und Farbschläge.

Steckbrief Altdeutscher Hütehund

  • Rasse:
    keine vom FCI/VDH anerkannte Hunderasse
  • Herkunft:
    Deutschland
  • Klassifikation:
    keine
  • Größe:
    zwischen 50 und 70 Zentimeter
  • Gewicht:
    24 bis 28 Kilogramm
  • Körperbau:
    muskulös und – je nach Tier – klein und feingliedrig bis hin zu groß und grobknochig
  • Augen:
    verschiedene Brauntöne, bei Tigern auch Blautöne möglich
  • Ohren:
    sämtliche Varianten von Kipp- bis Stehohr
  • Fell und Farbe:
    alle Farbschläge möglich
  • Besonderheiten:
    sehr stark ausgeprägter Hütetrieb
  • Charakter
    selbstbewusst, wesensfest, ausgeglichen bei entsprechender Auslastung
  • Pflege:
    pflegeleicht
  • Gesundheit:
    kaum Erbkrankheiten bekannt

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