Ăsterreichischer Pinscher â ein SpaĂ-Paket fĂŒr erfahrene Hundehalter
31.01.2025 - Lesedauer: 5 Minuten

Der Ăsterreichische Pinscher stammt von vielseitig veranlagten Hofhunden ab. Erfahre hier, was es bei der Erziehung dieser seltenen Rasse zu beachten gibt.
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Der Ăsterreichische Pinscher gehört zu den vom Aussterben bedrohten Hunderassen, nur noch wenige ZĂŒchterinnen und ZĂŒchter bemĂŒhen sich um diesen sehr ursprĂŒnglichen Hund. Die liebenswerten, mittelgroĂen Fellnasen sind wahre Allrounder und fĂŒr aktive Menschen, die gerne und oft drauĂen unterwegs sind, eine echte Bereicherung. Wirf einen genaueren Blick auf diese intelligenten und wachsamen Hunde â vielleicht passt der Ăsterreichische Pinscher ja zu dir!
Der Ăsterreichische Pinscher: 4000 Jahre Wachsamkeit
Wie lange die Vorfahren des Ăsterreichischen Pinschers den Menschen schon begleiten, ist kaum noch nachvollziehbar: Es gibt Hinweise, dass die Urahnen des heutigen Pinschers schon vor ĂŒber 4000 Jahren die Bauern in Niederösterreich in ihrem Alltag begleiteten. Sie wurden nicht gezielt gezĂŒchtet, sondern vor allem in Hinblick auf ihre Arbeitsleistung und ihr Wesen selektiert. Die daraus gewachsene Hunderasse zeigt sich im Körperbau sehr ursprĂŒnglich, kompakt, mittelgroĂ und robust im Haarkleid sowie loyal im Umgang mit ihren Menschen. Ihre Aufgaben auf dem heimischen Hof umfasste das Jagen von Ratten und MĂ€usen ebenso wie das Bewachen der Hofanlage und des Viehs. In den letzten Jahrhunderten wurden die genĂŒgsamen Hofhunde mit anderen Rassen gekreuzt, bis sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine stabile Population gebildet hatte, die als Ăsterreichischer Pinscher anerkannt wurde.
Die wenigen heute noch aktiven ZĂŒchterinnen und ZĂŒchter verfolgen bei der Selektion das Ziel, diesen unkomplizierten, gefĂ€lligen und treuen Begleiter zu erhalten. Suchst du in Deutschland nach einem Welpen, schau dich auf den Internetseiten des VDH (Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen) um. Dort sind alle registrierten, anerkannten Zuchtbetriebe gelistet.
Charakter des Ăsterreichischen Pinschers
Als Hof- und Begleithund musste der Ăsterreichische Pinscher genĂŒgsam, wetterfest und treu sein. Es war ĂŒblich, den Hund im Stall oder Hof zu halten, damit er seiner wichtigsten Aufgabe nachgehen kann: dem Wachen. Er gilt als Ă€uĂerst wachsam und nahezu unbestechlich. Jeder Besucher â ob Freund oder Feind â wird lautstark angekĂŒndigt.
Seine legendĂ€re Unbestechlichkeit rĂŒhrt vor allem daher, dass ein erwachsener Hund dieser Rasse mit Fremden nicht viel anfangen kann. Nur seine Familie ist wichtig, aber schon Freunde und Bekannte gehören nicht mehr zum Kernrudel. So sehr er seine Menschen liebt, so deutlich macht er Besuchern klar, dass er sie am liebsten wieder gehen sieht. Er geht dabei laut, aber normalerweise nicht aggressiv vor, wenn du ihn gut sozialisiert und erzogen hast.
Dieses Verhalten zeigt er nicht nur Menschen, sondern auch fremden Hunden gegenĂŒber. Erwachsene Tiere gelten oft als unvertrĂ€glich und sind fĂŒr Hundewiesenbesuche nicht geeignet. Mit diesem Verhalten im Hinterkopf wird klar, warum die Rasse bis heute an Menschen mit groĂem Garten oder noch besser Hof in Alleinlage empfohlen wird. Der Ăsterreichische Pinscher gilt als ortstreu und hat auĂer gegenĂŒber MĂ€usen und Ratten keinen ausgeprĂ€gten Jagdtrieb. Bei seiner Familie dagegen ist der treue Pinscher ein echter Softie. Hat er genĂŒgend körperliche und geistige Auslastung, zeigt er sich bei dir zu Hause als ruhiger, verschmuster Mitbewohner. Auch mit kleineren Kindern im Haus kommt der Ăsterreichische Pinscher problemlos zurecht, wenn die Grunderziehung stimmt und er seinen Platz in der Familie kennt.
Erziehung und Haltung
Die cleveren Ăsterreicher sind Ă€uĂerst gelehrig und intelligent. Sie lernen schnell und nachhaltig â leider nicht nur erwĂŒnschtes Verhalten. Als Hofhund war es ihre Aufgabe, selbststĂ€ndig zu agieren und Entscheidungen zu treffen. Bleibt deine Ansage aus, ist dein Hund noch heute bereit, die FĂŒhrung zu ĂŒbernehmen. Bei der Erziehung kommt es deshalb darauf an, deinem Hund durch ruhige Konsequenz von Anfang an zu vermitteln, dass du weiĂt, was du tust. Je souverĂ€ner du im Umgang mit deinem Ăsterreichischen Pinscher auftrittst â ruhig, gelassen und selbstsicher â, desto besser wird er deine Ansagen aufnehmen und umsetzen.
Die optimale Auslastung fĂŒr diese Hunde ist ausgiebiges Wachen kombiniert mit viel Bewegung. Lange SpaziergĂ€nge, Radtouren oder Ausritte â wenn du den Ăsterreichischen Pinscher am Laufen hĂ€ltst, machst du es ihm leichter, in Ruhephasen zu entspannen. GĂŒnstig sind AktivitĂ€ten ohne stĂ€ndigen Kontakt zu Fremdhunden. Schon von Welpenbeinen an solltest du deinem kompakten Pinscher beibringen, sich bei Hundekontakt an dich zu wenden. Belohne deshalb jeden Blick weg vom anderen Hund und hin zu dir von Anfang an.
Als unkompliziert erweist sich beim Ăsterreichischen Pinscher das Alleinbleiben, wenn er in dieser Zeit seinem Job nachgehen und das Haus bewachen darf. Der Zugang zum gut eingezĂ€unten Garten oder zumindest zu einem bodentiefen Fenster, von wo aus er möglichst viel sehen kann, kommt den neugierigen, wachsamen Pinschern entgegen.
Pflege des Ăsterreichischen Pinschers
Das Fell des Ăsterreichischen Pinschers darf viele unterschiedliche Farben und Strukturen aufweisen: Von kurz ĂŒber stockhaarig bis mittellang sind alle Varianten erlaubt. Das Deckhaar sollte dicht und glatt sein, die Unterwolle kurz und flauschig. Auf diese Weise bleibt der Pinscher bestens vor KĂ€lte und Regen geschĂŒtzt. Die Pflege ist unkompliziert: BĂŒrste regelmĂ€Ăig, mindestens einmal pro Woche, das Fell grĂŒndlich durch. Kontrolliere dabei auch Augen, Ohren und Krallen auf mögliche Verletzungen.
Besonderheiten und Gesundheit
Die mit einer gewissen âBauernschlĂ€ueâ ausgestatteten Ăsterreichischen Pinscher sind in erfahrenen HĂ€nden am besten aufgehoben. Ein Leben auf dem Land â fernab von anderen Hunden, belebten StraĂen und vielen Passanten â ist die bestmögliche Haltungsform fĂŒr diese Hunderasse. In einer kleinen Stadtwohnung mit wenig Auslaufmöglichkeiten sind sie nicht besonders gut aufgehoben. Hier brauchst du viel Zeit, um diesen Hund regelmĂ€Ăig artgerecht auszulasten.
Die UrsprĂŒnglichkeit der Rasse sorgt fĂŒr eine robuste Gesundheit der Tiere, mit einer Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren beweisen die mittelgroĂen Hunde ihre ausgezeichnete Konstitution. Typischerweise bleiben sie bis ins hohe Alter aktiv, aufmerksam und natĂŒrlich wachsam.
SteckbriefĂsterreichischer Pinscher
Rasse: | Ăsterreichischer Pinscher |
Herkunft: | Ăsterreich |
Klassifikation: | Pinscher und Schnauzer â Molosser â Sennenhunde, Sektion 1.1 Pinscher |
GröĂe: | 42 bis 50 Zentimeter, wobei HĂŒndinnen etwas zarter und kleiner sind |
Gewicht: | bis zu 18 Kilogramm |
Körperbau: | mittelgroĂ, stĂ€mmig, kompakt, sehr ursprĂŒnglich |
Augen: | dunkle, wache Augen mit aufgewecktem Ausdruck |
Ohren: | eng anliegende Knickohren mit kurzer, glatter Behaarung |
Fell und Farbe: | Gelb- und Rot-Töne sowie Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen; hĂ€ufig weiĂe Abzeichen an Brust, Beinen, Rute und Gesicht |
Besonderheiten: | unbestechlicher Wachhund, der viel Platz und Auslastung benötigt |
Charakter | intelligent, aktiv, lebendig, eigenstÀndig, gelehrig und dominant |
Gesundheit: | robuste Rasse, die auf die bei den meisten Rassen ĂŒblichen Erbkrankheiten wie HĂŒftgelenksdysplasie getestet wird |
Auch diese Hunde gehören zu den Pinschern, erfahre mehr ĂŒber sie:
- Englische Bulldogge: Sie sieht grimmig aus und trĂ€gt einen Blick zur Schau, als ĂŒberlege sie, wen sie als NĂ€chsten beiĂen sollte. Alles Vorurteile: Bei der Englischen Bulldogge handelt es sich um einen liebenswerten Hund mit sanftem GemĂŒt und groĂem Herzen.
- Deutscher Pinscher: Langeweile kennt ein Pinscher nicht â er hat Energie ohne Ende und möchte am liebsten den ganzen Tag unterwegs sein. Seine Erziehung kann zur Herausforderung werden. Wer damit umgehen kann, bekommt einen loyalen, anhĂ€nglichen und liebenswerten Begleiter.
- Zwergpinscher: Der Zwergpinscher, oder âMin Pinâ, ist zwar wirklich klein, aber keinesfalls ein anspruchsloser Begleiter. Statt Stadtwohnung und Handtasche bevorzugt der Winzling einen groĂen Garten, ausgiebige SpaziergĂ€nge und Arbeit fĂŒr Kopf und Nase.
- Deutscher Boxer: Von wegen Macho: Das Image eines schlecht gelaunten, sabbernden BeiĂers hat der Deutsche Boxer lĂ€ngst abgelegt und wird zunehmend fĂŒr seine wahren QualitĂ€ten geschĂ€tzt: als freundlicher, pflegeleichter Familienhund mit besonderem Draht zu Kindern.
- Dobermann: Der Dobermann ist ein auffĂ€lliger Hund, der mit Eleganz, Sportlichkeit und Stolz besticht. Der vielseitige Vierbeiner hat zahlreiche Talente: Ob Schutz-, Gebrauchs- oder Familienhund â entscheidend fĂŒr ein harmonisches Zusammenleben ist eine konsequente Erziehung.





