Islandhund â vielseitiger Wach- und Familienhund von der Insel
31.01.2025 - Lesedauer: 3 Minuten

Jeremy Woodhouse/Photodisc via Getty Images
Der Islandhund gehört zu den seltenen Hunderassen, findet aber immer mehr Liebhaber unter Hundefreunden, die einen intelligenten, bewegungsfreudigen und anhĂ€nglichen Begleiter suchen. Die in Island selbst nahezu ausgestorbene Rasse ist robust, gut erziehbar und vielseitig: Ob fĂŒr Hundesport, als Reitbegleithund oder fĂŒr aktive Familien â der Islandhund hat viele Talente.
SteckbriefIslandhund
Rasse | Islandhund |
Herkunft | Island |
Klassifikation | Spitze und Hunde vom Urtyp |
GröĂe | 42 bis 46 Zentimeter Schulterhöhe |
Gewicht | 9 bis 14 Kilogramm
|
Körperbau | kompakt und krÀftig |
Augen | groĂ bis sehr groĂ und dunkel |
Ohren | klein bis mittelgroĂ, stehend |
Fell und Farbe | mittellang bis lang, Farben von Loh bis Creme, Braun, Grau und Schwarz mit weiĂen Abzeichen |
Besonderheiten | vielseitig, fĂŒr Familien gut geeignet |
Charakter | fröhlich, robust, bewegungsfreudig, wachsam und neugierig |
Gesundheit | gilt als robuste Rasse mit wenig gesundheitlichen Problemen |
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Aus dem hohen Norden
Ein Leben mit der Natur ist bis heute auf der Insel Island selbstverstĂ€ndlich. Ăber viele Jahrhunderte war neben dem Fischfang die Schaf- und Pferdezucht die wichtigste Lebensgrundlage. Hunde ĂŒbernahmen entscheidende Aufgaben: Sie mussten hĂŒten, wachen und jagen. Was in anderen LĂ€ndern verschiedene Rassen ĂŒbernahmen, lag auf Island dank der abgeschiedenen Lage bei einer einzigen Hunderasse.
Der vermutlich von den Wikingern eingefĂŒhrte Islandhund wurde zu einem vielseitigen Arbeitshund, der als Teil der Familie lebte. Andere Rassen haben den urtypischen âĂslenskur fjĂĄrhundurâ (auch Icelandic sheepdog) auf Island inzwischen verdrĂ€ngt. Zum GlĂŒck findet der mittelgroĂe Hund weltweit immer mehr Fans.
Charakter des Islandhunds
Der Islandhund ist einmalig in seinem Aussehen und in seinem vielseitigen Wesen. Er wird je nach Sprache und Standard als SchĂ€ferhund oder Spitz beschrieben, was seine FlexibilitĂ€t und AnpassungsfĂ€higkeit perfekt widerspiegelt. Er liebt Menschen und baut eine sehr enge Bindung zu seiner Familie auf. FĂŒr Kinder ist der geduldige, ruhige Mitbewohner ein wunderbarer SpielgefĂ€hrte, auch wenn du natĂŒrlich immer ein Auge auf die Rasselbande haben musst.
Der urtypische Islandhund bringt eine groĂe Portion Cleverness mit. Er ist intelligent, denkt mit und ist auĂergewöhnlich neugierig und lernbegierig. Er zeigt sich mutig, selbstbewusst und ehrlich, ohne die FĂŒhrungsrolle an sich reiĂen zu wollen. Am liebsten arbeitet er mit Menschen zusammen. Ob beim HĂŒten von Schafen, als Begleiter auf langen Ausritten, im Hundesport oder beim Verjagen von Ratten â der Islandhund ist mit Feuer und Flamme dabei!
Erziehung und Haltung des Islandhunds
Der wachsame, bewegungsfreudige Islandhund ist fĂŒr eine Stadtwohnung nicht die beste Wahl. Das geht nur, wenn du viel mit dem Hund unterwegs bist und er sich nur zum Schlafen zu Hause aufhĂ€lt. Wohler fĂŒhlt er sich in einem Haus mit Garten, wo er viel Zeit mit Wachen und im Freien verbringen darf. In jungen Jahren sind die neugierigen Hunde sehr abenteuerlustig, weshalb ein stabiler Zaun Pflicht ist.
Bei der Sozialisierung und Erziehung darfst du dich auf einen freundlichen Vierbeiner einstellen, der offen und ohne Scheu auf Neues zugeht. Er kann einen spĂŒrbaren Jagdtrieb entwickeln. Achte bei der Erziehung auf einen gut verankerten RĂŒckruf und sicherst du deinen Junghund solange mit einer Schleppleine. Der Islandhund benötigt ein hohes MaĂ an körperlicher und geistiger Auslastung. Begeistern kann er sich fĂŒr nahezu alles â von Hundetricks bis Agility.
Pflege des Islandhunds
Das robuste, wetterfeste Fell des Islandhunds besteht aus mittellangem bis langem Deckhaar und dichter Unterwolle. Besonders wĂ€hrend des Fellwechsels haart der wuschelige Hund stark und sollte tĂ€glich gebĂŒrstet werden. AuĂerhalb des Fellwechsels hĂ€ltst mit wöchentlichem BĂŒrsten den Haarverlust im Haus unter Kontrolle.
Besonderheiten des Islandhunds
Trotz zeitweise intensiver Inzucht gilt der Islandhund als sehr robuste Rasse mit wenigen erblichen Vorbelastungen. Kaufe deinen Welpen am besten bei einem seriösen, registrierten ZĂŒchter, dessen Hunde die notwendigen Tests fĂŒr die Zuchtzulassung durchlaufen haben. Der Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen (VDH) stellt dir ZĂŒchterlisten zur VerfĂŒgung.
Bei guter Pflege wird der mittelgroĂe IslĂ€nder 12 Jahre und Ă€lter.
Lass dich auch von anderen Rassen aus der Familie der Spitze begeistern:
- Deutscher Spitz: Vor allem in lÀndlichen Gebieten war ein Deutscher Spitz in alten Zeiten als Haus- und Hofhund omniprÀsent und hatte sein Revier gut im Blick.
- Eurasier: Der Eurasier ist eine interessante Wahl fĂŒr Familien, die einen herzlichen, aktiven und kuscheligen Begleiter fĂŒr ihren Alltag suchen.
- Finnischer Spitz: Der Finnische Spitz ist nicht zu ĂŒberhören: Besuch zeigt er direkt mit lautem Bellen an. Dies macht ihn zu einem verlĂ€sslichen Wachhund â aber er kann noch viel mehr.
- Japan-Spitz: Nihon Supittsu â so heiĂt der Japan-Spitz in seiner fernöstlichen Heimat. Dort ist der elegante Kleinhund, gemessen an altehrwĂŒrdigen traditionellen Rassen, noch nicht lange zu Hause.
- Kai: Einst machte er in der Meute Jagd auf Hochwild, heute ist der Kai, oder korrekter: Kai Inu beziehungsweise Tora Inu, ein Hund, der auĂerhalb von Japan zu den absoluten Exoten gehört.
- Kleinspitz: Der Spitz gehört zu den Àltesten deutschen Hunderassen, der Kleinspitz ist einer seiner kleinsten Vertreter. UnterschÀtzen solltest du die handlichen Begleiter aber keinesfalls.
- Mittelspitz: Der Mittelspitz ist ein klassischer Familienhund mit langem Stammbaum. Als einstiger Wachhund behÀlt er auch heute noch dein Haus und Hof aufmerksam im Auge.
- Samojede: Mit seinem charakteristischen âLĂ€chelnâ begeistert der Samojede Hundefreunde in der ganzen Welt. Einst wurde er als Arbeitshund und flauschiger WĂ€rmespender von den sibirischen Nomadenvölkern eingesetzt.
- Zwergspitz: Klein, quirlig und sozusagen ein lebendiges FellknĂ€uel auf vier Pfoten: Zwergspitze erfreuen sich als Begleit- und Familienhunde gröĂter Beliebtheit. Die GrĂŒnde dafĂŒr liegen auf der Hand.





