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Tonkanese – folgt ihren Menschen auf Schritt und Tritt

10.04.2024 - Lesedauer: 5 Minuten

Portraitaufnahme einer Tonkanese

Neugierig und mutig erkundet die bildschöne Tonkanese ihre Welt.

Das WollbÀllchen apportieren, einmal den Kratzbaum hoch- und runterjagen, dann laut schnurrend dem Lieblingsmenschen auf die Schulter springen und sich eng an ihn schmiegen: Willkommen in der Welt der Tonkanese. Diese quirlige Katze ist JÀgerin und Kuschelmaus zugleich. Wer eine Katze sucht, mit der es so schnell nicht langweilig wird, ist bei der Tonkanese an der richtigen Adresse.

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Charakter der Tonkanese

Die Tonkanese trÀgt die Gene von Siamkatzen und Burmakatzen in sich. Sie ist, wie die Siam, gerne im Dialog mit ihren Menschen, dabei allerdings nicht ganz so laut in ihren Tönen. Im Mittelpunkt zu stehen liebt sie sehr und Aufmerksamkeit kannst du ihr nie genug schenken. Sie ist eine lebhafte Begleiterin, spielt und tobt gerne. Dank ihrer SchlÀue kannst du ihr sogar kleine Tricks bringen, auch Intelligenzspiele halten sie bei Laune.

In deiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich am wohlsten. Wenn sie dann noch auf deiner Schulter sitzen und alles, was du tust, genau beobachten kann, ist ihr GlĂŒck perfekt. Diese Katze weiß genau, wie sie dich um die Pfote wickeln kann!

Die Tonkanese gilt – wie die Burma – als abenteuerlustige, wenig schreckhafte, Katze. Daher kannst du sie auch an das Gehen an der Leine gewöhnen, AusflĂŒge mit ihr unternehmen oder sogar mit ihr verreisen.

Steckbrief Tonkanese

Rasse:
Tonkanese
Herkunft:
USA
GrĂ¶ĂŸe:
mittelgroß
Gewicht:
3 bis 4 Kilogramm (Katze), 4 bis 5 Kilogramm (Kater)
Körperbau:
schlank, muskulös, ausgewogen
Kopfform:
leicht keilförmig mit deutlichem Schnurrhaarkissen
Augen:
himmelblau, aquamarin oder gelbgrĂŒn
Fell und Farbe:
eng anliegend, kurz, fein, glÀnzend, keine Unterwolle. Helleres Fell am Körper, dunkler an den Points (Gesicht, Ohren, Beine, Pfoten, Schwanz)
Fellpflege:
mehrmals wöchentlich mit einer BĂŒrste oder streicheln mit angefeuchteter Hand
Charakter:
anhÀnglich, agil, neugierig, lernfÀhig, menschenbezogen, anspruchsvoll, tobt gerne
Besonderheiten:
gilt als sehr robuste, gesunde Katzenrasse
Haltung:
katzengerechte Wohnung/Haus mit Balkon/Garten oder FreigÀngerin, Mehrkatzenhaushalt

Tonkanese: Aussehen

Der Körper der Tonkanese ist muskulös, aber gleichzeitig geschmeidig und elegant. Ihre Hinterbeine sind etwas lĂ€nger als ihre Vorderbeine. Sie verfĂŒgt ĂŒber kurzes, seidiges Fell, das eng am Körper anliegt. Ihr Schwanz ist schlank und lang mit abgerundeter Spitze.

Ihre seitlich am Kopf stehenden Ohren verlĂ€ngern die Keilform des Kopfes optisch. Die großen, weit auseinanderstehenden und fast mandelförmigen Augen leuchten in Himmelblau, Aquamarin oder GelbgrĂŒn. Die Augenfarbe richtet sich nach der Fellfarbe der Tonkanese: Es kommt in den Grundfarben Schokobraun, Lila, Blau und Natur, aber auch in Rot und Creme sowie Tabby- und Schildpattvarianten. „Sepia“- Katzen mit Burmesenzeichnung sind dunkel mit kaum sichtbarer Gesichtsmaske und gelblich-grĂŒnen Augen. Helle Katzen mit dunklem Gesicht und tiefblauen Augen werden als „Point“ mit Siamzeichnungen bezeichnet. Bei ihnen sind die Kontraste zwischen der Fellfarbe am Körper und der der Points am stĂ€rksten. Tonkanesen, bei denen die Points dunkler als die Körperfarbe sind, aber fließend in die restliche Fellfarbe ĂŒbergehen, haben aquamarinfarbene Augen und werden als Farbtyp „Mink“ gefĂŒhrt.

Zwei Tonkanese Katzen schauen durch eine Öffnung

Haltung und Pflege der Tonkanese

Eine Tonkanese braucht Abwechslung. Sie ist anspruchsvoll und nicht unbedingt fĂŒr unerfahrene Halterinnen und Halter geeignet. LĂ€sst du sie zu viel allein, kann es vorkommen, dass sie „optische VerĂ€nderungen“ an deinem Zuhause vornimmt. Daher ist wichtig, dass diese Katze mindestens mit einer weiteren zusammenlebt. Wenn sich diese beiden in Charakter und Temperament gleichen, erweist sich die Tonkanese als Mitbewohnerin, die dir viel Freude bereitet. Da sie wenig Angst hat, kommt sie gut in Familien mit Kindern klar. Auch mit Hunden vertrĂ€gt sie sich im Allgemeinen gut.

Lebt sie in einer katzengerechten Wohnung, ist sie dort zufrieden, wobei sie auch FreigĂ€ngen gegenĂŒber sehr aufgeschlossen ist. Ausgiebige SpaziergĂ€nge an der Leine können sie ebenfalls erfreuen. Diese Katze ist ein EnergiebĂŒndel und benötigt viel Bewegung und Abwechslung, um zur Ruhe zu kommen und Kuscheleinheiten genießen zu können. Möchtest du eine Tonkanese adoptieren, musst du bereit sein, ihr viel Zeit zu widmen und ihr vielfĂ€ltige Erlebnis-, Spiel- und Klettermöglichkeiten zu bieten.

Die Fellpflege ĂŒbernimmt die Tonkanese selbst. RegelmĂ€ĂŸiges BĂŒrsten mit einer weichen BĂŒrste oder ausgiebiges Streicheln mit leicht befeuchteter Hand verschmĂ€ht sie jedoch nicht – ist ihr dein ungeteiltes Interesse in diesen Momenten doch gewiss.

Tonkanese: Geschichte

Die Geschichte der Tonkanese reicht bis ins 14. Jahrhundert zurĂŒck. In alten Manuskripten gibt es Zeichnungen von Katzen, die den heutigen Tonkanesen sehr Ă€hnlich sehen. Als Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Siamkatzen nach Großbritannien kamen, befanden sich vermutlich unter ihnen bereits Tonkanesen. Doch ihr Weg zur PopularitĂ€t begann erst 1930, als der amerikanische Schiffsarzt Joseph C. Thompson eine Katze mit in seine Heimat brachte, die er in Rangun, Myanmar entdeckt hatte. Ihm war die besondere FellfĂ€rbung, Braun mit dunklen Markierungen an Ohren, Gesicht, Beinen und Schwanz, aufgefallen. Anschließend paarte er Wong Mau, wie er sie nannte, mit einem Siamkater, da er davon ausging, dass es sich um eine Siamkatze handelte. Was er jedoch erhielt, war eine gemischte TĂŒte an KĂ€tzchen. Es gab hellere mit Siamzeichnung wie die vom Vater und dunklere, die aussahen wie die Mutter. In weiteren Zuchtversuchen kamen KĂ€tzchen in drei Farbtypen zur Welt: Solid/Burmesenfarben, Point/Siamzeichnungen und Mink. Letztere erhielten zuerst am wenigsten Aufmerksamkeit.

Erst in den 1960er-Jahren begannen zwei ZĂŒchterinnen aus Kanada und den USA, Burmesen mit Siamesen zu kreuzen und der Katzennachwuchs kam mit braunem Fell und dunklen Markierungen zur Welt. Da die Farbe an Nerz erinnerte, erhielt sie den Namen Mink. So entstand die Bezeichnung fĂŒr die Fellzeichnung der Tonkanesen. 1965 erkannte ein kanadischer Zuchtverband die Tonkanese als eigenstĂ€ndige Rasse an, wohingegen sie bei vielen US-amerikanischen und europĂ€ischen VerbĂ€nden bis heute nicht anerkannt ist. Das tut ihrer Beliebtheit, besonders auf dem nordamerikanischen Kontinent, jedoch keinen Abbruch.

Tonkanese: Besonderheiten und Gesundheit

Die Tonkanese gehört zu den gesundheitlich robusten Katzenrassen. Rassenspezifische Erkrankungen oder Fehlbildungen treten bei ihr selten auf. Zudem haart sie dank ihres eng am Körper anliegenden Fells und der fehlenden Unterwolle nur mĂ€ĂŸig.

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