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Eine Tuxedo-Katze liegt draußen auf dem Boden

Tuxedo-Katzen: elegante „Salon-Panther“ in schickem Dress

Ob beim gesitteten Dinner am Napf oder bei Action mit Artgenossen: Tuxedo-Katzen erscheinen stets tadellos „gekleidet“. Die weiße Zeichnung auf dem ansonsten glänzend schwarzen Fell lässt die Vertreter dieses Farbschlags buchstäblich wirken, als trügen sie einen eleganten „Smoking“. Entgegen verbreiteter Annahme handelt es sich bei der Tuxedo-Katze allerdings nicht um eine eigenständige Züchtung, sondern um eine spezielle Fellzeichnung, die unter diversen Rassekatzen vorkommt. Erfahre mehr über die schnurrenden „Anzugträger“!

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Was bedeutet der Begriff „Tuxedo-Katze“?

Ursprünglich war „Tuxedo“ eine Ortsbezeichnung – genauer, der Name eines Landsitzes für New Yorker Gentlemen, die dort in den 1880er-Jahren einen neuen (damals skandalös legeren) Modestil einführten. „Tuxedo“ wurde in der Folge im US-amerikanischen Sprachgebrauch zum Synonym für ein elegantes schwarzes Sakko, das traditionell zu weißem Hemd und schwarzer Hose getragen wird. Briten bezeichnen dasselbe Kleidungsstück als „smoking jacket“. Beim „Tuxedo“ handelt es sich also um eine Vokabel aus der Welt der feinen Herrenmode, die hierzulande allerdings weniger gebräuchlich ist als der Begriff „Smoking“.

 

Im Kontext mit Katzen gelangte der Begriff „Tuxedo“ erst in jüngerer Vergangenheit in den deutschsprachigen Raum – auch die Katzenliebhaber-Szene wird zunehmend international geprägt. Heute kaum noch gebräuchlich für schwarze Katzen mit Latz und „Stiefelchen“ ist dagegen der alte Ausdruck „Felix-Katze“: Damit assoziieren moderne Katzenhalter nun eher das Maskottchen eines bekannten Futterherstellers – das seinerseits eine Tuxedo-Katze darstellt.

 

Im Gegensatz zu anderen Farbschlägen wie beispielsweise der „Glückskatze“ kommen Tuxedos zwar nicht besonders selten vor – durch ihren „eleganten“ Look haben sie jedoch eine auffällige Erscheinung. Der extreme Schwarz-Weiß-Kontrast ihres Fells springt ins Auge und begeistert viele Freunde der Samtpfoten – und das nicht erst seit gestern. Schon illustre Persönlichkeiten wie Sir Isaac Newton, William Shakespeare und Ludwig van Beethoven sollen Fans von Tuxedo-Katzen gewesen sein.

Die Farben der Tuxedo-Katze

Nicht jede schwarz-weiße Katze ist automatisch eine Tuxedo-Katze. Unter Bicolor-Miezen gibt es auch andere Fellzeichnungen, zum Beispiel Schecken. Ausschlaggebend sind die Positionen der schwarzen und weißen Partien am Körper und ihre Gewichtung.

 

Das Fell von Tuxedo-Katzen ist grundsätzlich zum überwiegenden Anteil und zusammenhängend schwarz. Kombiniert ist es mit weißen Abzeichen an Kehle, Brust, Bauch, (idealerweise allen) Pfoten und zum Teil am Kinn. Manche Exemplare tragen zusätzlich weiße Schnauzen und Nasenrücken. Tuxedos, die einen schwarzen Fleck innerhalb des Lätzchens aufweisen, setzen dem Gentleman-im-Smoking-Look die Krone auf: Solche seltenen Tiere mit „Fliege“ werden „black ties“ genannt.

 

Weiße Stellen am übrigen Körper – etwa am Schwanz, Ohren oder Rücken – sind laut Definition bei einer „echten“ Tuxedo-Katze nicht statthaft. Die Faustregel: Schaut man von oben auf die Katze hinab, soll kein weißes Haar zu sehen sein. Indes kann der Anteil an weißem Fell bei einer Tuxedo-Katze faktisch sehr gering ausfallen. Die Weißfärbung muss auch nicht an allen oben genannten Körperpartien gleich ausgeprägt sein.

 

Das typische Tuxedo-Muster kann generell auch bei Katzen anderer Grundfarben auftreten, zum echten „Smoking-Träger“ werden aber nur ansonsten pechschwarze Tiere. Auch „verdünntes“ Schwarz in Form von Blau gilt nicht.

 

Die Augen einer Tuxedo-Katze leuchten für gewöhnlich gelb oder grün, es sind aber auch vereinzelte Exemplare mit blauen Augen bekannt. Diese gehören dann der (seltenen) amerikanischen Katzenrasse „Ojos Azures“ an, deren prominentes Merkmal eben die auffällig blauen Augen sind.

Portrait einer Tuxedo-Katze

Wie kommt es zur Tuxedo-Fellzeichnung?

Die genetischen Mechanismen hinter der Farbvererbung bei Katzen sind eine sehr spannende, aber auch komplexe Materie, die an dieser Stelle nur verkürzt und vereinfacht dargestellt werden kann.

 

Die Farbe einer Katze liegt in einer bestimmten Sequenz des Erbguts auf dem X-Chromosom verschlüsselt, Erbinformationen für „Schwarz“ werden dominant vererbt. Zustande kommt diese Fellfarbe später durch die Bildung des Pigments „Eumelanin“. Treffen das Erbgut von Vater- und Muttertier zusammen und setzen sich dabei die Farbinformationen für Schwarz durch, kommt der Nachwuchs zunächst stets einfarbig Schwarz auf die Welt. Damit ist die erste Ausgangsbedingung für den „Fell-Smoking“ erfüllt.

 

Weiß hingegen stellt genetisch keine Farbe dar, sondern vielmehr deren Abwesenheit. Die weißen Stellen am Körper einer Tuxedo-Katze werden durch eine Art Defekt oder besser gesagt, einen Mangel an Zellen hervorgerufen, die für die Produktion des Farbpigments zuständig sind. Diese Zellen verteilen sich während der embryonalen Entwicklung des Kitten ausgehend vom Rückgrat über dessen Körper. Sind zu wenige dieser Zellen vorhanden oder „wandern“ sie zu langsam, gelangen keine mehr an die dem Rücken abgewandten Körperparteien wie Bauch und Pfoten. Man kann sich das wie eine Kuchenglasur vorstellen, die etwas zu knapp bemessen wurde. Das dabei entstehende „Fließmuster“ ist individuell: Es existieren keine zwei Tuxedos mit völlig identischer Zeichnung.

Bei Tuxedo-Katzen hat, salopp gesprochen, die Farbe exakt gereicht, um die „Anzug-Zeichnung“ zu ermöglichen. Fehlen mehr Pigmente, wird der Weißanteil größer und unregelmäßiger: Dann entsteht eine Scheckung.

 

Anders als bei Glückskatzen oder roten Tigerkatzen steht das Geschlecht des Tieres bei den Tuxedos in keinem Zusammenhang mit der Färbung.

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Bei welchen Katzenrassen kommen Tuxedo-Katzen vor?

Tuxedo-Phänotypen sind in jedem Genpool denkbar, in dem Schwarz als Grundfarbe existiert. Mit Ausnahme von Point-Katzen können Tuxedo-Katzen somit generell rasseübergreifend vorkommen. Genau aus diesem Grund gibt es bei einigen Katzenrassen Zuchtstandards, bei denen eine Tuxedo-Zeichnung explizit nicht erwünscht ist. Eine planvolle Zucht von Tuxedo-Katzen ist übrigens nicht möglich – die Ausbildung der charakteristischen weißen Abzeichen bleibt eine Naturlaune.

 

Auch die Fellstruktur steht nicht in Verbindung mit der Farbverteilung: Es gibt Kurzhaar-Tuxedos ebenso wie schwarzweiße Perser und sogar Sphynx-Katzen ohne Fell (bei diesen zeigt sich die Farbe auf der Haut).

Tuxedo-Katzen: Charakter

Charakterzüge von Katzen haben wenig mit äußerlichen Merkmalen zu tun. Zwar lassen sich innerhalb der jeweiligen Rassen Tendenzen zu gewissen Verhaltensweisen ableiten, etwa was den Aktivitätsgrad oder die Anhänglichkeit betrifft. Die Haarfarbe hingegen hat zumindest keine nachweisbare Auswirkung auf die Freundlichkeit, Aggressivität oder Schlauheit eines Tieres.

 

Eine Studie der Universität von Kalifornien versuchte trotzdem, durch eine Umfrage unter Katzenbesitzerinnen und -besitzern Zusammenhänge zwischen den Fellfarben der Tiere und deren Wesen zu ermitteln. Das Ergebnis ist nicht repräsentativ, Halterinnen und Halter schwarz-weißer Katzen (Tuxedo-Katzen inbegriffen) bescheinigten ihren Fellnasen jedoch auffallende Cleverness. Damit geht die Notwendigkeit einher, ausreichend Beschäftigung für sie zu finden – vor allem Jagdspiele stehen hoch im Kurs.

 

Schwarz-weiße Samtpfoten sind gemäß der Studie etwas misstrauischer und vorsichtiger. Haben sie einmal eine Bezugsperson auserkoren, erweisen sie sich als anhänglich und verschmust. Allerdings scheinen die Tuxedos – ganz nach Vorbild eines zweibeinigen Smoking-Trägers namens James Bond – auch gut austeilen zu können, wenn ihnen etwas nicht passt.

 

Welche Bedeutung man auch immer diesen Erkenntnissen beimisst, auf eines ist Verlass: Eine Tuxedo-Katze zeigt sich in jeder Lebenslage als Samtpfote mit Stil.

Schon gewusst?

  • Die typische Tuxedo-Zeichnung ist nicht exklusiv Katzen vorbehalten. Es gibt auch andere Tuxedo-Tiere, etwa Hunde, Kühe, Pferde oder Kaninchen.
  • Der Farbkontrast der Tuxedo-Katzen bot in der Schwarzweißfilm-Ära Zeichentrickkünstlern besondere Vorteile. Die frühen Trickfilmkater sind daher fast alle Tuxedos: Bei Warner Bros. hatte „Sylvester“ in den Vierzigern seinen ersten Auftritt, weiter zurück in den Zwanzigern liegen die Wurzeln von „Felix the Cat“ (Paramount) und „Julius Cat“ (Disney). Die legendäre Kinderbuchfigur „The Cat in the Hat“ von Dr. Seuss ist ebenfalls ein Tuxedo.
  • Musical-Fans feiern in „Cats“ den magischen Kater „Mr. Mistoffelees“. Als Tuxedo bringt er gleich den richtigen Look für einen Zauberkünstler mit.
  • Ganz nah dran an der Weltpolitik war Kater „Socks“. Das Haustier von US-Präsident Clinton wohnte im Weißen Haus.
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