Versandkostenfrei  ab 29 €  erreicht
Kostenlose  Rücksendung
Mehr als  13.000 Artikel
Die Bestellung ist jetzt versandkostenfrei.
katze-st-katzen-freigaenger-2-opt.jpg

Katzen als Freigänger: Freiheit und Schutz für „Gartentiger“

Katzen sind besonders anpassungsfähige Tiere, die ein zufriedenes Leben in der Wohnung führen können, sofern all ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Aber auch Freigang ist bei Katzen eine häufige Form der Haltung. Allerdings sorgt die freilaufende Katze auch für allerlei Diskussionsstoff. Lesen Sie hier, was Sie über Katzenfreigang wissen sollten.

Pro und Kontra: Freigang für die Katze?

Wenn die Hauskatze völlig frei durch die Gegend streifen darf, kommt dies ihrem Naturell entgegen: Schleichen, lauern, jagen, aber auch soziale Kontakte mit Nachbarkatzen und die Anregung durch verschiedenste Außenreize und Gerüche fordern das Tier heraus. Freigänger gelten als ausgeglichen und robuster als Wohnungskatzen. Ob das Freigängerleben für Ihre Katze infrage kommt, hängt allerdings von den konkreten Rahmenbedingungen ab.

Zunächst die Nachbarn: Wenn die Katze das Haus verlässt, bleibt sie ja nicht auf dem Grundstück „ihrer“ Menschen – für sie sind weder Zäune noch Mauern zu benachbarten Häusern ein Hindernis. Die Rechtslage in Deutschland ist ein wenig schwammig, sodass es im Konfliktfall einer individuellen Auslegung bedarf. Grundsätzlich muss es ein Grundstücksbesitzer aber dulden, wenn Katzen sein Anwesen durchqueren. Er muss es aber nicht tolerieren, wenn eine fremde Katze ständig das Blumenbeet umgräbt oder auf der Terrasse markiert. Dann darf er sogar Maßnahmen zur Vergrämung von Katzen einsetzen, etwa akustische Abwehrgeräte oder Katzenschutzgürtel für Bäume und Dachrinnen. Als Katzenbesitzer sind Sie auch schadenersatzpflichtig, etwa wenn Ihre Katze den wertvollen Koi aus dem Gartenteich angelt oder das Auto des Nachbarn zerkratzt.

Ein weiteres Kriterium, das Sie beim Katzenfreigang berücksichtigen sollten, ist natürlich die Sicherheit vor Ort: Wenn Sie in einer verkehrsberuhigten Zone wohnen, die direkt an ein Parkgelände angrenzt, ist der Freigang für die Katze ungefährlicher als in unmittelbarer Nachbarschaft einer viel befahrenen Schnellstraße. Im ländlichen Raum hingegen drohen Freigängerkatzen weitere Gefahren: Tiere, die sich außerhalb einer bestimmten Distanz vom letzten Wohnhaus befinden, dürfen gegebenenfalls von Jägern geschossen werden.

Worauf sollte ich bei der Freigängerkatze achten?

Wenn Ihre Katze Freigang genießen soll, wappnen Sie das Tier für alle Fälle:
  • Impfungen: Freigänger haben häufigen und nicht kontrollierbaren Kontakt mit Artgenossen. Ein Impfschutz gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) und Leukose ist unbedingt ratsam.
  • Infektionsgefahr: Leidet Ihre Katze an einer übertragbaren Krankheit wie FIV, sollte sie keinen Freigang bekommen, damit sie keine Artgenossen anstecken kann.
  • Parasitenschutz: Sorgen Sie für ausreichende Abwehrmaßnahmen gegen Parasiten wie Flöhe und Zecken; denken Sie auch an regelmäßige Wurmkuren.
  • Fellpflege: Eine Freigängerkatze, vor allem Rassen mit längerem Fell, benötigt mehr Unterstützung bei der Pflege. Allerlei Fremdkörper und Schmutz können sich hartnäckig im Pelz verfangen.
  • Kastration: Freigänger sollten unbedingt kastriert sein. So kann unerwünschtem Nachwuchs vorgebeugt werden. Ein weiterer großer Vorteil: Kastrierte Tiere entfernen sich nicht allzu weit vom Haus und neigen weniger zu Raufereien.
  • Tätowierung und Chip: Lassen Sie ihre Katze tätowieren, chippen und registrieren. Wenn das Tier aus irgendeinem Grund verloren geht und an einem anderen Ort gefunden wird, kann über die Registrierung sofort der Halter festgestellt werden.
  • Rücksichtnahme auf andere Tiere: Während der Brutzeit der Singvögel sollten Sie einer besonders jagdfreudigen Katze vorübergehend Hausarrest verordnen: Nestlinge sind leichte Beute für Katzen.

Wie gewöhne ich die Katze an Freigang?

Freigang sollte die Katze erst nach mindestens einem Monat im neuen Zuhause bekommen, etwa nach einer Adoption oder nach einem Umzug: So lernt sie, wo ihre „Anlaufstelle“ ist. Lassen Sie bei den ersten Entdeckungstouren die Tür so geöffnet, dass die Katze problemlos wieder ins Haus schlüpfen kann, wenn es ihr draußen zu unheimlich wird. Füttern Sie anfangs morgens etwas weniger als gewohnt. So ist die Katze motivierter, abends an den vollen Napf zurückzukehren. Nachts sollten Katzen generell im Haus bleiben. Als Rückrufsignal können Sie die abendliche Fütterung nutzen: Füttern Sie stets zur selben Zeit und rufen Sie die Katze, gegebenenfalls begleitet von einem gut hörbaren Geräusch, vielleicht einer Blechdose mit Trockenfutter. Es wird nicht lange dauern, bis die kluge Katze weiß, wann es Abendessen gibt – und sie wird fortan pünktlich am Napf erscheinen.

Wie kann ich meine Katze an die Katzenklappe gewöhnen?

Mit dem Freigang der Katze kann sich ein organisatorisches Problem ergeben: Die Katze wird regelmäßig vor oder hinter der Tür sitzen und nachdrücklich fordern, heraus- oder hineingelassen zu werden. Eine gute Lösung ist der Einbau einer Katzenklappe, einer Tür in der Tür, durch die die Katze das Haus nach eigenem Willen betreten und verlassen kann. Der Fachhandel bietet Katzenklappen in vielen Varianten an, die sich meist problemlos einbauen lassen. Bei Glastüren (zum Beispiel auf der Terrasse) ist die Hilfe eines Glasers erforderlich. Moderne Katzenklappen bieten eine Vielzahl praktischer Zusatzfunktionen. So können Sie beispielsweise den Zutritt zum Haus durch „unbefugte“ Katzen vereiteln, indem Sie einstellen, dass sich die Tür nur für Ihre Katze öffnet – als Zugangsberechtigung dient der gleiche Mikrochip, der als Identifikation eingesetzt wird. Zeitgekoppelte Programmfunktionen sorgen dafür, dass die Katzenklappe nur zu bestimmten Zeiten öffnet oder Zutritt nur noch ins Haus, aber nicht mehr hinaus möglich ist.

Der Umgang mit der Katzenklappe muss allerdings anfangs trainiert werden. Um der Katze begreiflich zu machen, was es mit dem Türchen auf sich hat, fixieren Sie die Klappe zunächst so, dass sie offen steht, und versuchen Sie dann, die Katze durch die Öffnung hindurch zu locken. Ein Spielzeug oder ein Leckerlie kann für das Tier als Anreiz dienen, das noch unbekannte Tor auszuprobieren. Haben Sie Geduld – Katzen sind oft misstrauisch bei Neuerungen. Loben und belohnen Sie Erfolge und versuchen Sie es dann, die Katzenklappe Stück für Stück weiter zu schließen. Ihr Stubentiger wird bald begreifen, wie der Ausstieg funktioniert.

UNSERE PRODUKTEMPFEHLUNGEN FÜR IHREN FREIGÄNGER

WEITERE BEITRÄGE, DIE SIE AUCH INTERESSIEREN KÖNNTEN

Katzen und Agility: Sport für Power-Mieze

Von Agility für Hunde haben Sie sicher schon gehört. Vielleicht haben Sie sich insgeheim gefragt, ob so ein Geschicklichkeitsparcours nicht auch etwas für Ihre sportliche und aufge…

Scheue Katze eingewöhnen: ganz viel Liebe und Geduld

Eine neue Katze ist bei Ihnen eingezogen und Sie freuen sich auf die neue Mitbewohnerin. Aber kaum öffnen Sie die Transportbox, verschwindet das Tier wie der Blitz unterm nächsten …

Katzenminze: Wunderpflanze für Stubentiger

Nicht nur für Menschen gibt es „berauschende“ Stoffe pflanzlicher Herkunft: Auch in der Tierwelt lassen sich zahlreiche Beispiele dafür finden, dass Tiere gezielt Pflanzen und Früc…

Suchen Sie mehr Informationen rund um das Thema Katze?