Welsh Terrier â bewegungsfreudige Begleiter mit starkem Jagdtrieb
31.01.2025 - Lesedauer: 3 Minuten

James Drury Photography/Moment via Getty Images
Der Welsh Terrier gehört zu den seltensten Terrierrassen der Welt. Seine Wurzeln könnten bis zu den Kelten zurĂŒckgehen. In den letzten Jahrzehnten hat sich seine Aufgabe von der Jagd zum Begleithund gewandelt. Die intelligenten Kleinhunde sind liebenswerte Familienmitglieder, stellen aber bei Erziehung und Auslastung hohe AnsprĂŒche an ihre Besitzer. Wer das leisten kann und möchte, hat einen loyalen, robusten Begleiter an seiner Seite!
SteckbriefWelsh Terrier
Rasse | Welsh Terrier |
Herkunft | Wales, GroĂbritannien |
Klassifikation | Terrier |
GröĂe | 39 Zentimeter Schulterhöhe |
Gewicht | 9 bis 9,5 Kilogramm
|
Körperbau | kompakt und muskulös |
Augen | mittelgroĂ und dunkel |
Ohren | klein, mit umgeknicktem Ende |
Fell und Farbe | robustes Trimmfell in der Farbe Black & Tan |
Besonderheiten | kinderlieb, seltene Rasse, lebt gern als Einzelhund |
Charakter | bewegungsfreudig, intelligent, anhÀnglich und wachsam |
Gesundheit | robuste Rasse mit geringer Veranlagung fĂŒr Krankheiten |
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Alte Rasse mit moderner Ausrichtung
Unter Historikern wird der Ursprung des Welsh Terriers heiĂ diskutiert. Viele Experten glauben, dass der âWelshieâ direkt auf die Hunde der Kelten zurĂŒckgeht. WĂ€hrend der Invasion der römischen Soldaten zogen sich die Kelten in die walisischen Berge zurĂŒck. Ihre schwarz-braunen, robusten Hunde hatten sie bei sich. In den folgenden Jahrhunderten ĂŒbernahmen diese frĂŒhen Terrier die Aufgabe, HĂ€user und Höfe frei von Ratten, FĂŒchsen und Dachsen zu halten. Bis heute ist der Welsh Terrier eng mit Wales verbunden. Leider ist die Anzahl der ZĂŒchter stetig gesunken. Einen Welpen zu finden, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Der Charakter des Welsh Terriers
Der Welsh Terrier ist ein intelligenter, anhĂ€nglicher und kooperationsbereiter Hund. Er bringt â auĂergewöhnlich fĂŒr einen Terrier â ein hohes MaĂ an âWill to pleaseâ (Willen zu gefallen) mit. Dies und seine Bereitschaft, sich eng an seine Menschen zu binden, machen den Welshie zu einem leicht erziehbaren Hund. Er liebt es, Teil einer Familie zu sein, und entwickelt dabei durchaus einen spĂŒrbaren Wach- und Schutztrieb. Die meisten Hunde dieser Rasse sind sehr wachsam und melden lautstark jeden Besucher. GegenĂŒber Fremden sind sie zurĂŒckhaltend und skeptisch, im Normalfall jedoch nicht aggressiv. Werden die eigenen Menschen allerdings bedroht, wird dieser kleine Terrier nicht davor zurĂŒckschrecken, sie zu verteidigen. Angst kennt ein Welshie nĂ€mlich nicht. Eine gute Sozialisierung und konsequente Erziehung sind wichtig, um die EigenstĂ€ndigkeit der kompakten Terrier in die richtigen Bahnen zu lenken.
Erziehung und Haltung des Welsh Terriers
Der Welsh Terrier ist alles â nur kein Langweiler. Trotz seiner handlichen GröĂe benötigt er viel Bewegung. Wenn er wirklich ausgelastet ist, fĂŒhlt sich ein Welshie selbst in einer Stadtwohnung wohl. Ein Haus mit Garten dĂŒrfte seinen BedĂŒrfnissen, zu wachen, aber mehr entsprechen. Diese Terrier sind ausdauernde LĂ€ufer und machen auch als Begleiter beim Radfahren, Joggen oder Reiten eine gute Figur.
Beim Freilauf gibt es mit dem Welshie einen Aspekt zu bedenken: Ihm liegt das Jagen im Blut. Achte von Anfang an darauf, dass dein Terrier keine Möglichkeit hat, deinen RĂŒckruf zu ignorieren und jagen zu gehen. Am besten fĂŒhrst du deinen Junghund an einer Schleppleine, bis du ganz sicher sein kannst, dass er jederzeit abrufbar ist.
Neben der körperlichen Auslastung benötigt der Welsh Terrier Aufgaben fĂŒr Kopf und Nase. Er lĂ€sst sich fĂŒr so ziemlich alles begeistern â sei es Dog Frisbee, Agility, Dummy-Arbeit oder Mantrailing. Bei Hundetricks kann der smarte Vierbeiner richtig glĂ€nzen und dein Lob einheimsen.
Pflege des Welsh Terriers
Der Welsh Terrier hat ein raues Deckhaar und dichte Unterwolle. Das Trimmfell muss mehrmals pro Jahr professionell getrimmt werden. FĂŒr die Unterwolle ist regelmĂ€Ăiges BĂŒrsten unverzichtbar. So gepflegt haart der fesche Terrier im Haus so gut wie gar nicht. FĂŒr die robusten Hunde sind kaum rassetypische Erkrankungen bekannt. Bei einer passenden ErnĂ€hrung und viel Bewegung werden Welsh Terrier bis zu 13 Jahre alt.
Sieh dir auch diese kleineren Terrierarten an:
- Cairn Terrier: Die Schotten haben ein Herz fĂŒr Terrier und neben anderen Rassen auch den Cairn Terrier gezĂŒchtet. Der Hund sollte vielseitig sein, aufmerksam, mutig und dennoch freundlich zur eigenen Familie. Der wuschelige Schotte erfĂŒllt all diese AnsprĂŒche und ĂŒberzeugt mit einer gelungenen Mischung.
- Jack Russel Terrier: Er ist klein, flink und begeistert mit seiner drolligen Art: Der Jack Russell Terrier ist ein charmanter Clown und dabei ausgesprochen schlau. Das sollte nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass der kleine Hund eine konsequente Erziehung und einen erfahrenen Halter benötigt.
- Manchester Terrier: Der Manchester Terrier gilt als eine der ursprĂŒnglichsten britischen Hunderassen. Seine Passion und Aufgabe war die Rattenjagd. Bis heute liegt ihm dieser Jagdtrieb im Blut, weshalb der elegante, schwarz-braun gefĂ€rbte Terrier eine sehr gute Erziehung benötigt.
- Norfolk Terrier: Der Norfolk Terrier macht mit seinem welligen, langen Fell und dem lustigen Gesicht einen unglaublich sympathischen ersten Eindruck. Der hÀlt sich genau so lange, bis der Terrier eine Katze entdeckt und allen Rufen zum Trotz jagend davonzischt.
- Norwich Terrier: Der Norwich Terrier ist eine der kleinsten Terrier-Rassen. Er hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Jagdhund zum Familien- und Begleithund entwickelt. Dennoch â das Terrier-Erbe lĂ€sst sich nicht leugnen: Der Norwich Terrier ist fĂŒr jeden SpaĂ zu haben.
- Parson Russell Terrier: Du suchst nach einem sportlichen und fröhlichen Hund, bist ein aktiver Mensch, vielleicht mit Familie und Kindern? Wenn du zudem ein wenig Hunde-Erfahrung mitbringst, dann ist der Parson Russell Terrier dein idealer Kandidat.
- Patterdale Terrier: Mit einem Patterdale Terrier an deiner Seite wird das Leben mit Hund nie langweilig! Die quirligen Vierbeiner bringen all ihre Energie und Lebensfreude in einen aktiven Alltag ein. Nach einem langen Tag an der frischen Luft und viel Bewegung genieĂen sie Zeit mit ihrer Familie.
- West Highland White Terrier: In den 1990er-Jahren avancierte der Jagdhund West Highland White Terrier zum Modehund. Der schneeweiĂe Wuschelkopf mit den Knopfaugen wandelte sich zum beliebten Familienbegleiter. Aber Hand aufs Herz: Es ist auch schwer, sich nicht in den Westie zu verlieben.
- Yorkshire Terrier: Unter dem Schleifchen blitzen niedliche Knopfaugen hervor, denen nichts entgeht. So kennt man den Yorkshire Terrier aus dem Fernsehen. Man könnte ihn fĂŒr ein Kuscheltier halten, aber weit gefehlt: Der Yorkshire Terrier ist ein agiler Action-Hund mit starkem Charakter.





