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Portraitaufnahme eines Mastín Español

Mastín Español: imponierender Koloss mit sanftem Charakter

Er ist ein Riese unter den Hunden: Groß, schwer und selbstsicher zeigt sich der Mastín Español. Er strahlt beeindruckende Dominanz aus und unterstreicht diese gelegentlich mit kräftiger Stimme. Doch so imposant der spanische Rassehund auftritt, so sanft und intelligent ist er – vorausgesetzt, er wurde gut sozialisiert. Einst war er Beschützer wertvoller Schafherden, heute genießt der Mastín Español oft ein Leben als vollwertiges Familienmitglied. Lies mehr über den Spanischen Mastiff.

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Der Mastín Español: Herkunft und Abstammung

Wie bei vielen spanischen Hunderassen liegt der exakte Ursprung des Mastín Español im Nebel der Vergangenheit. Sehr wahrscheinlich hatten phönizische und griechische Seeleute bereits vor zwei Jahrtausenden Hunde aus dem östlichen Mittelmeerraum auf die iberische Halbinsel gebracht. Daraus entwickelten sich Urtypen des Mastín Español, die vornehmlich als Hüte- und Herdenschutzhunde im Einsatz waren. Belegt ist ihre Existenz seit dem 12. Jahrhundert: Die großen und massigen Tiere hielten teils riesige Schafherden unter Kontrolle und beschützten sie vor Raubtieren und Viehdieben. Die wehrhaften Arbeitshunde genossen hohes Ansehen, auf ihre angemessene Verpflegung wurde viel Wert gelegt. Das Töten eines solchen Hundes stand unter Strafe.

 

Im 18. Jahrhundert war der Besitz des Mastín Español in Kastilien behördlich geregelt: Schäfer benötigten eine Erlaubnis dafür, solche Tiere ihr Eigen nennen zu dürfen. Die Anerkennung der uralten Rasse durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) erfolgte im Jahr 1954.

 

In der Wanderschäferei ist der Mastín Español zwar auch heute noch im Einsatz, aufgrund seines ruhigen Wesens wandelt er sich jedoch zunehmend zum Familienhund. Allerdings: Außerhalb Spaniens ist die Rasse wenig verbreitet, in Deutschland gibt es aktuell keine eingetragenen Züchter.

Charakter des Mastín Español

Der Mastín Español fällt durch seine Ruhe und Geduld auf. Er zeigt selbstbewusstes Verhalten und wirkt trotz seiner enormen Kraft sanft und besonnen. Er hat eine hohe Stresstoleranz und äußert keine unnötige Aggressivität. Fremden gegenüber gibt er sich aufmerksam und misstrauisch. Diese Vorsicht, kombiniert mit seiner eindrucksvollen Erscheinung, macht ihn zu einem exzellenten Wachhund.

 

Der Vierbeiner ist wachsam und verteidigt, ganz im Geiste seiner Vorfahren aus dem Herdenschutz, das ihm Anvertraute. Der enge Kontakt mit seinem Familienrudel ist sehr wichtig für den Riesen. Zu seinen Bezugspersonen ist der Hund freundlich, anhänglich und kann sogar eine verspielte Seite zeigen. Die Rasse gilt als kinderlieb, dennoch solltest du kleinere Kinder nicht unbeaufsichtigt mit dem Familienhund lassen, denn das schiere Format der Tiere birgt Risiken für Unfälle. Was andere Haustiere wie Katzen betrifft, kann das Territorialverhalten des Vierbeiners im Einzelfall problematisch werden.

 

Generell hat der Mastín Español ein freundliches, fröhliches Wesen. Die mächtige Fellnase kann ihre Kraft genau dosieren und ist dazu in der Lage, Situationen und Personen präzise einzuschätzen. In echten Ernstfällen scheut der Hund sich aber nicht, seine Kraft vollumfänglich einzusetzen, um dich oder sein Revier zu beschützen. Da du den Mastín Español in solchen Extremsituationen kaum bändigen kannst, ist ein sorgfältiges Training unverzichtbar.

 

Der Mastín Español neigt nicht zum Bellen, aber wenn er es tut, flößt allein seine tiefe, raue Stimme ordentlich Respekt ein.

Mastín Español Welpe läuft an einer Wiese entlang

Mastín Español: Erziehung und Haltung

Der Mastín Español braucht einen hundeerfahrenen Menschen, der über Autorität und zudem eine gewisse körperliche Kraft verfügen sollte. Der Vierbeiner ist nun einmal ein sehr großer und kräftiger Hund, der etwa an der Leine eine erhebliche Zugkraft entwickeln kann.

 

Ein Mastín Español kann zuweilen dickköpfig sein. Das ist seinem Hütehunderbe geschuldet, denn ein Herdenschutzhund muss ohne unmittelbare Anweisungen schnell eigene Entscheidungen treffen. Damit aus dieser selbstständigen Denkweise kein Dominanzgehabe wird, benötigt der Mastín Español strikte Ansagen von dir. Ebenso wichtig ist ein liebevolles Vertrauensverhältnis zwischen dir und deinem Haustier. Bei der Erziehung solltest du Konsequenz und positive Verstärkung ins Zentrum stellen, nicht Härte.

 

Wichtig ist, dass du dem Hund eine klare Rolle innerhalb des „Familienrudels“ zuweist und ihn frühzeitig sozialisierst. Der Besuch einer Welpengruppe und Hundeschule ist empfehlenswert, damit der Hund den Umgang mit Artgenossen erlernt.

 

Der Mastín Español gilt zwar als lernwillig und lässt sich auch Tricks beibringen – das kommt seiner Intelligenz entgegen. Andererseits ist er seinem Wesen nach ein Gebrauchshund, der dir nicht um jeden Preis gefallen will: Sein „Will to please“ ist nicht so ausgeprägt wie bei anderen Hunderassen. Blinder Gehorsam oder eifriges Heischen nach Aufmerksamkeit sind Verhaltensweisen, die du beim Mastín Español selten beobachten wirst.

 

Dass der Mastín Español sich nicht für die Unterbringung in einer beengten Wohnung eignet, liegt allein aufgrund seiner riesigen Gestalt auf der Hand. Hinzu kommt, dass der Hund viel Auslauf und Bewegung benötigt. Gassi-Runden auf Kurzstrecken sind bei Weitem nicht ausreichend. Ideal ist es, wenn sich dein Mastín Español in einem weitläufigen Garten oder auf einem eingefriedeten Grundstück frei bewegen kann. Dazu sollte es in seiner Umgebung ausreichend Anreize in Form von Dingen geben, die er beobachten kann. Du solltest ihn außerdem körperlich sowie geistig beschäftigen und auslasten, damit er ein ausgeglichener Begleiter bleibt.

Pflege und Gesundheit des Mastín Español

Durch das längere, dicke Haar musst du etwas mehr Aufwand in die Fellpflege des Mastín Español investieren als bei kurzhaarigen Vierbeinern. Bürste sein Fell sorgfältig, besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Außerdem musst du seine Ohren regelmäßig kontrollieren und reinigen.

 

Abgesehen vom Umfang der täglichen Futterration stellt der Mastín Español keine besonderen Ansprüche an seine Verpflegung: Hundefutter mit hohem Fleischanteil und ohne Getreide ist stets und rasseunabhängig das Beste für den Hund. Auch eine Rohfütterung (BARF) bietet sich für den Spanischen Mastiff an. Natürlich musst du die Portionen dem Aktivitätsgrad, Alter und der Größe des Hundes anpassen.

 

Spezielle rassetypische Krankheiten sind beim Mastín Español nicht bekannt – ganz im Gegenteil: Die ursprüngliche, rustikale Rasse gilt als sehr robust und widerstandsfähig. Zwar besteht ein gewisses Risiko für Hüftgelenksdysplasie, das ist jedoch eine Erkrankung, die fast alle größeren Hunde treffen kann.

 

Große Hunderassen haben statistisch gesehen eine geringere Lebenserwartung als kleine Vertreter ihrer Art. Beim Mastín Español liegt diese im Mittel bei zehn bis zwölf Jahren, wobei hohes Gewicht beziehungsweise übermäßiges Körperformat sich ungünstig auswirkt.

Besonderheiten des Mastín Español

Der Mastín Español gilt in einigen Bundesländern als sogenannter „Listenhund“. Darunter versteht man Hunderassen, für deren Haltung bestimmte Voraussetzungen (etwa Eignungsprüfungen und polizeiliches Führungszeugnis der Halterin oder des Halters oder Wesenstests des Hundes) erbracht werden müssen. Oft wird auch eine höhere Hundesteuer fällig. Was im Einzelnen zutrifft, kannst du den Verlinkungen unten entnehmen.

 

Der Mastín Español fällt in Berlin unter die Kategorie 0 (das heißt, die Rasse wird als „Kampfhund“ geführt), in Baden-WürttembergBrandenburgHamburg und Nordrhein-Westfalen in die Kategorie 2 (bedeutet, potenzielle Gefährlichkeit wird vermutet, kann aber durch einen Wesenstest widerlegt werden).

Steckbrief Mastín Español

  • Rasse:
    Mastín Español (alternativ: Spanischer Mastiff)
  • Herkunft:
    Spanien
  • Klassifikation:
    Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde (Berghunde)
  • Größe:
    sehr groß, laut Rassestandard 77 bis 80 Zentimeter (Rüden) bzw. 72 bis 75 Zentimeter (Hündinnen); bis zu 100 Zentimeter sind möglich
  • Gewicht:
    zwischen 65 und 90 Kilogramm; 110 Kilogramm sind möglich
  • Körperbau:
    kräftig, rechteckiger Bau, gerader Rücken, ausgewogene Proportionen; breiter Schädel mit wenig ausgeprägtem Stopp, mächtige Brust; biegsame, am Ende etwas gekrümmte Rute; stark ausgeprägte Wamme am Hals
  • Augen:
    klein, mandelförmig, haselnussbraun
  • Ohren:
    kleine, hängende Ohren
  • Fell und Farbe:
    halblanges Fell in Rot, Rehfarben, Rot- oder Schwarz gestromt, Beige oder Schwarz-Weiß gescheckt
  • Besonderheiten:
    in einigen Bundesländern als sogenannter „Listenhund“ geführt
  • Charakter
    ruhig, geduldig
  • Pflege:
    regelmäßige Fellpflege empfohlen
  • Gesundheit:
    keine rassetypischen Erkrankungen

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