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Demenz beim Hund: So kannst du deinen Vierbeiner unterstützen

17.05.2024 - Lesedauer: 9 Minuten

Ein schwarzer Hund liegt auf dem Rasen in der Sonne

Demente Hunde haben mit Erinnerungslücken zu kämpfen.

Wird dein Hund im Alter vergesslich und zeigt auffällige Verhaltensweisen, kann die Ursache in einer Demenz liegen. Die Unterscheidung zwischen normalen Alterserscheinungen und einer krankhaften Demenz ist nicht einfach. Finde heraus, auf welche Anzeichen du dein Augenmerk richten solltest und wie du deinem Hund das Leben bei einer diagnostizierten Demenz leichter machst.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Demenz beim Hund tritt zumeist im höheren Alter auf. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, kannst du mit geeigneten Maßnahmen unterstützen.
  • Die Symptome der Hundedemenz sind unspezifisch und auch von Tierärzten nicht immer leicht einzuordnen.
  • Neben dem Training der kognitiven Fähigkeiten spielen Ernährung, passende Medikamente und stressfreie Haltungsbedingungen eine wichtige Rolle beim Umgang mit Hundedemenz.

Können Hunde an Demenz erkranken?

Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und ein verändertes Sozialverhalten sind nur einige der Symptome, mit denen an Demenz erkrankte Menschen zu kämpfen haben. Aber auch des Menschen bester Freund ist nicht vor den degenerativen Prozessen des Gehirns gefeit, die eine Demenz herbeiführen. Bezeichnet wird die Erkrankung als Kognitives Dysfunktionssyndrom, in Anlehnung an die englische Schreibweise auch kurz als CDS (Cognitive Dysfunction Syndrome) bezeichnet.

Ist der Zenit im Lebenszyklus eines Hundes erst einmal überschritten, setzen unweigerlich Körper und Geist betreffende Alterungsprozesse ein. Neben der Abnahme von Beweglichkeit und physischer Leistungsfähigkeit sind davon auch die kognitiven Fähigkeiten betroffen. Alternde Hunde müssen, ebenso wie wir Menschen, mit nachlassenden Sinnesorganen oder einer verminderten Reaktionsfähigkeit zurechtkommen.

Die Abnahme der kognitiven Fähigkeiten ist in einem gewissen Umfang eine normale Alterserscheinung. Kommt es allerdings zu einer erheblichen Beeinträchtigung des natürlichen Verhaltens, steht die Diagnose eines kognitiven Dysfunktionssyndroms im Raum. Hervorgerufen wird die Erkrankung durch degenerative Veränderungen des Gehirns, wobei das Absterben von Nervenzellen in der Großhirnrinde und dem Hippocampus als Ursache angesehen wird.

Neben dem voranschreitenden Alter wird auch die genetische Veranlagung als einer der möglichen Auslöser gehandelt. Wenn in der Abstammungslinie deines Vierbeiners also schon des Öfteren Demenzerkrankungen vorgekommen sind, solltest du den Warnsignalen besondere Beachtung schenken. Ein weiterer Aspekt, dem bei der Entwicklung einer Caninen Demenz eine Rolle zugewiesen wird, ist die Ernährung. Insbesondere der Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie etwa Vitaminen aus der B-Gruppe wird als begünstigender Faktor diskutiert.

Wie schnell schreitet eine Demenz beim Hund voran?

Bereits ab einem Alter von etwa fünf Jahren können große Hunderassen von einer beginnenden Demenz betroffen sein. Bei kleineren Hunderassen verschiebt sich das Zeitfenster deutlich nach hinten. Sie sind ab etwa dem zehnten Lebensjahr gefährdet. Wie bei vielen anderen Krankheiten auch, ist bei einer Demenz beim Hund der Zeitpunkt der Diagnose von entscheidender Bedeutung. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto eher können gezielte Behandlungsschritte eingeleitet und auf diese Weise die zu erwartende Lebensspanne verlängert werden. Erhält dein Hund die bestmögliche Versorgung, muss eine Demenzerkrankung sein Leben nicht zwingend verkürzen. Wenn die Erkrankung jedoch erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, schreitet sie unweigerlich voran und wird auch Einfluss auf die Lebenszeit nehmen.

Wie merke ich, ob mein Hund Demenz hat?

Canine Demenz ist eine schleichende Erkrankung, die vor allen Dingen in frühen Stadien nicht leicht zu erkennen ist. Die Übergänge zwischen normalen Alterserscheinungen und pathologischen Symptomen sind fließend und selbst von erfahrenen Veterinärmedizinern nicht ohne Weiteres zu erkennen. Durch die Schädigung der Hirnsubstanz können kognitive Fähigkeiten eingeschränkt werden oder sogar ganz verloren gehen. Wenn du also Verhaltensweisen bei deinem Hund feststellst, die er in der Vergangenheit nicht gezeigt hat, solltest du wachsam sein. Als typische Anzeichen gelten der Rückgang der Gedächtnisleistung sowie Defizite bei der räumlichen Orientierung. Auch die Interaktion mit Menschen und das Schlafverhalten können sich ändern.

Verhaltensauffälligkeiten die beim Hund auf eine Demenz hindeuten können:

  • zielloses Umherirren in der Wohnung
  • Anstarren einer Wand oder eines Möbelstücks
  • Fallenlassen von Spielzeug oder Futter
  • Nichterkennen vertrauter Personen oder Tiere
  • Schlafstörungen
  • verändertes Stressverhalten
  • zurückgehende Stubenreinheit (Kot- und Urinabsatz in der Wohnung)
  • gesteigertes Angstempfinden
  • reduzierte Interaktion mit Menschen

Anhand der ebenso vielfältigen wie unspezifischen Symptomatik wird deutlich, dass eine Canine Demenz in einem frühen Stadium nicht einfach zu erkennen ist. Ein Versuch, um die Leitsymptome der Hundedemenz zu kategorisieren, ist das sogenannte DISHAA-Schema.

DISHAA-Schema:

  • D: Desorientiertheit
  • I: Interaktionseinschränkung
  • S: Schlafstörungen
  • H: House soiling (Verlust der Stubenreinheit)
  • A: Aktivitätseinschränkung
  • A: Angst
Eine Katze und ein Hund schmusen auf der Couch

Wie wird Demenz beim Hund diagnostiziert?

Selbst erfahrenen Tiermedizinern fällt es mitunter schwer, auf der Grundlage von Verhaltensauffälligkeiten auf eine Demenz zu schließen. Vor allem, weil sie den aktuellen Zustand nicht mit der Zeit vor etwaigen Auffälligkeiten vergleichen können, so wie der Halter. Daher haben sich in den letzten Jahren Screening-Fragebögen als eine Möglichkeit etabliert, um die Leitsymptome der Hundedemenz zumindest ansatzweise zu kategorisieren. Allerdings gewichten die zugrunde liegenden Modelle einzelne Faktoren recht unterschiedlich, ein standardisierter Ansatz hat sich bis dato nicht herauskristallisiert. Häufig bleibt nur der Weg über die Ausschlussdiagnostik: Anhand weitergehender Untersuchungen werden Erkrankungen, die eine vergleichbare Symptomatik hervorgerufen können, ausgeschlossen. Dazu gehören Herzerkrankungen ebenso wie Erkrankungen des Harntraktes, Arthrosen und Zahnbeschwerden.

Hat ein Hund mit Demenz Schmerzen?

Die degenerativen Prozesse im Gehirn verursachen an sich keine Schmerzen. Allerdings kann es durch die Verhaltensänderungen deines Hundes zu Situationen kommen, die Schmerzen auslösen. Dazu zählen etwa Hautkrankheiten oder Entzündungen durch vernachlässigte Körperhygiene oder Prellungen durch den Zusammenstoß mit nicht erkannten Hindernissen.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Demenz hat?

Wenn dein Hund mit den Folgen einer Demenz zurechtkommen muss, kannst du ihn tatkräftig unterstützen. Alles, was Aufmerksamkeit und Konzentration fördert, kann den weiteren Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Spielerisches Training der Kognition hat sich als wirkungsvolles Mittel erwiesen, um den Degenerationserscheinungen des Gehirns etwas entgegenzusetzen. Besonders attraktiv gestaltest du das Training mit interessantem Hundespielzeug. Das Konzentrationstraining sollte den Patienten fordern, aber keinesfalls überfordern. Achte also während des Trainings darauf, wann sich dein Hund seiner Leistungsgrenze annähert.

Aufmerksamkeitstraining kann nicht nur das Voranschreiten einer Demenz verlangsamen, es kann ihr auch wirkungsvoll vorbeugen. Wenn du deinen Hund bereits in jungen Jahren an kognitive Herausforderungen gewöhnst, trägst du viel zu seinem Wohlergehen im Alter bei.

Ebenfalls positiv wirken sich Aktivitäten an der frischen Luft aus. So kann etwa intensives Sonnenlicht deinem Hund dabei helfen, seinen gewohnten Schlafrhythmus wiederzuerlangen und nächtliche Unruhephasen einzudämmen. Spielerisches Training mit einem Ball oder Frisbee erhält nicht nur die Geschicklichkeit deines Hundes, sondern trägt auch zu seiner körperlichen Fitness bei. Wichtig bei Spielzeugen wie Bällen ist das richtige Maß zu finden, denn einige Hunde können regelrecht süchtig nach dem Spiel werden.

Klare Alltagsstrukturen helfen deinem Tier, mit seinen reduzierten geistigen Fähigkeiten zurechtzukommen. Wenn du mit deinem vierbeinigen Freund zu festgelegten Zeiten Gassi gehst, ihm sein Futter pünktlich anbietest sowie Spiel- und Trainingseinheiten einen festen Platz im Tagesablauf einräumst, kann er sich an der Routine orientieren.

Hunde mit seniler Demenz bedürfen beim Freilauf besondere Aufmerksamkeit. Auch dann, wenn dein tierischer Mitbewohner die Umgebung in- und auswendig kennt, wird er sich aufgrund seiner Krankheit möglicherweise nicht mehr an wichtige Verhaltensregeln im Bereich befahrener Straßen oder an den Weg nach Hause erinnern. Stelle also sicher, dass du immer ein Auge auf deinen Schützling hast, und leine ihn auf nicht eingezäuntem Gelände am besten stets an.

Ein stressfreies Umfeld kann erheblich dazu beitragen, dass es deinem Hund dauerhaft gut geht. Demenzkranke Tiere leiden nicht selten unter Angstzuständen oder fürchten sich vor bislang unproblematischen Gegenständen wie etwa dem Staubsauger. Wenn du alle Stressauslöser so gut wie möglich von deinem Hund fernhältst, ermöglichst du ihm einen entspannten Alltag. Geduld und Einfühlungsvermögen sind das A und O beim Umgang mit einem an Demenz erkrankten Hund.

Welches Futter ist für Hunde mit Demenz geeignet?

Auch durch hochwertiges Futter kannst du den Gesundheitsstatus deines Hundes unterstützen. Viele Futtermittelhersteller haben mittlerweile Produkte im Programm, die speziell auf die Bedürfnisse von Hunden mit Alterungserscheinungen abgestimmt sind. Bestimmtes Seniorenfutter eignet sich mitunter gut dafür. Je nach Fall kann es sinnvoll sein, über das Alleinfutter hinaus mit Ergänzungen zu arbeiten, um deinen Hund zu unterstützen. Hierbei ist es immer ratsam, dies tierärztlich abzuklären. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit älterer Hunde erhalten oder sogar verbessern.

Sollen Medikamente eingegeben werden, oder sortiert dein Hund die Ergänzungen im Futternapf einfach aus, helfen Leberwurst- oder Fischpasten dabei diese separat einzugeben.

Tipp: Geschmackserlebnisse regen den Appetit an

Wenn dein Hund den gewohnten Appetit vermissen lässt, kann dies an einer veränderten Sinneswahrnehmung liegen. Damit es deinem Liebling an nichts fehlt und er alle nötigen Nährstoffe erhält, kannst du ihm besonders schmackhafte Happen anbieten. Dazu zählen Fleisch- und Fischsorten mit intensivem Aroma, aber auch Futterzusätze.

Diese Inhaltsstoffe werten das Futter demenzkranker Hunde auf:

  • Verschiedene B Vitamine
  • Vitamin D
  • Vitamin C
  • Vitamin A
  • Vitamin E
  • Liponsäure
  • Carnitin
  • Omega-3-Fettsäuren

Welches Medikament wirkt bei Demenz beim Hund?

Geeignete Medikamente leisten einen wichtigen Beitrag bei einer Demenzerkrankung des Hundes. Welche Medikamente das Mittel der Wahl sind, hängt von den auftretenden Symptomen ab. Einsetzbare Mittel zur Schmerzbehandlung sind ebenso erhältlich wie gegen Unruhe.

Info: Medikation nur nach tierärztlicher Rücksprache

Mittlerweile sind zahlreiche wirkungsvolle Medikamente am Markt erhältlich, die deinem erkrankten Vierbeiner das Leben erheblich erleichtern können. Welche Präparate die richtige Wahl sind, wird man dir in der Tierarztpraxis genau erklären.

Wie lange kann ein alter Hund mit Demenz leben?

Ganz entscheidend für den Erfolg einer Demenztherapie beim Hund ist der Zeitpunkt des Therapiebeginns. Je früher die degenerativen Prozesse des Gehirns verlangsamt oder sogar unterbunden werden, desto besser ist die Prognose bezüglich der Lebenserwartung. Bleibt die Erkrankung allerdings unbehandelt, wird es deinem vierbeinigen Gefährten möglicherweise binnen Monaten deutlich schlechter gehen. Mit deiner umsichtigen Unterstützung, hochwertigem Futter und wirksamen Medikamenten kannst du entscheidend zu einem langen Hundeleben beitragen.

Wann sollte man einen Hund mit Demenz einschläfern lassen?

Steht die Diagnose Demenz bei deinem Hund fest, sind regelmäßige Besuche in der Tierarztpraxis zur Überprüfung seines Gesundheitszustandes sinnvoll. Der Tierarzt wird dir auch beratend zur Seite stehen, wenn die Demenz deines Hundes im Endstadium heftige Symptome verursacht und sich sein Lebenszyklus dem Ende zuneigt. Die Entscheidung, wann du dein Tier von seinen Leiden erlösen solltest, musst du nicht allein treffen. Der Tierarzt hat das Fachwissen und den nötigen emotionalen Abstand, um dir den richtigen Rat zu geben.

Fazit: Mit der richtigen Pflege ist ein Hundeleben auch mit Demenz lebenswert

Bereits in jungen Jahren kannst du deinen Vierbeiner mit einer hochwertigen Ernährung und spielerischem Training gegen das Auftreten einer Demenz wappnen. Tritt die Erkrankung im höheren Alter dennoch auf, helfen altersgerechtes Futter, Ergänzungsfuttermittel, die Förderung der kognitiven Fähigkeiten sowie geeignete Medikamente. Du selbst kannst eine ganze Menge tun, um deinem Hund ein langes, beschwerdefreies Leben mit Demenz zu ermöglichen.

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