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Fellwechsel beim Hund – beschleunigen oder nicht? So pflegen Sie richtig!

Nahezu alle Hunde – Ausnahmen bilden eine alte peruanische und eine mexikanische Urrasse – besitzen ein Fell, das den gesamten Körper bedeckt. So wie wir Menschen regelmäßig unsere Kleidung wechseln, steht bei den meisten Hunden ein Fellwechsel ins Haus. In der Regel zweimal im Jahr heißt es dann, nicht nur Besen und Staubsauger griffbereit zu haben, sondern auch Kamm, Bürste und gegebenenfalls einen Trimmer. Lesen Sie hier, wie Sie Ihrem Hund beim Fellwechsel Hilfe leisten und ihn dabei unterstützen.

Warum und wie häufig wechseln Hunde ihr Fell?

Der Fellwechsel ist meist ungeliebt. Auf Sofas, Betten und Fußböden sammeln sich unter Umständen dicke Fellknäuel. Sie kommen dann mit dem Saugen kaum noch nach. Doch der Vorgang des Fellwechsels ist natürlich und gesund. Er gehört zum Hund dazu und findet grundsätzlich zweimal im Jahr statt.

Fellwechsel im Überblick:
  • Wenn die Temperaturen steigen und das Wetter im Frühjahr milder wird, verliert Ihr Hund langsam das Winterfell und bekommt ein leichteres Sommerfell.
  • Später im Herbst wächst dann nicht einfach nur zusätzliches Winterfell nach: Es findet abermals eine Rundumerneuerung statt. Und das heißt: Die Haare fallen wieder aus, wenn auch weniger als im Frühjahr. Das Winterfell bildet sich mit einer meist dickeren Unterwolle (je nach Rasse), das den Hund vor Kälte schützt.

Es gibt auch Hunde, die das ganze Jahr über haaren. Doch auch bei diesen Rassen ist der Fellwechsel vor allem im Frühling stärker ausgeprägt. Das alte, dicke Fell fällt aus, um Platz für das neue zu machen. Dieser Vorgang der Erneuerung dauert ungefähr sechs bis acht Wochen.

Außerdem gibt es einige Besonderheiten bei Senioren, die altersbedingt mehr Haare verlieren, und bei Hündinnen, die vor allem vor der Läufigkeit einen Haarwechsel durchmachen. Kastrierte Hunde haaren ebenfalls deutlich mehr. Was allerdings alle Hunde gemeinsam haben: Sie benötigen Unterstützung und besondere Pflege während dieser Zeit.

Weg mit dem „Babyfell“: Fellwechsel beim Welpen

Welpen haben ein besonders weiches und kuscheliges Fell. Doch das bleibt nicht immer so. Irgendwann ist es soweit: Bei Ihrem jüngsten Vierbeiner steht der erste Fellwechsel an. Er verliert sein „Babyfell“ und bekommt das erste Haarkleid als erwachsener Hund.

Das neue Fell sieht anders aus und hat eine andere Beschaffenheit. Es ist in der Regel robuster und fester. Dieser erste Fellwechsel dauert deutlich länger als der spätere turnusmäßige Fellwechsel. Er kann mehrere Wochen vor sich gehen, durchaus ein paar Monate. Und auch hier fällt der Zeitraum je nach Individuum und Rasse ganz unterschiedlich aus.

In dieser Zeit können Sie Ihren Liebling an das Kämmen und Bürsten gewöhnen. So lernt er das Prozedere als eine angenehme Sache kennen. Wahrscheinlich findet der Kleine das zunächst langweilig und will lieber mit der Bürste spielen. Versuchen Sie ihn zu beruhigen und belohnen Sie ihn anschließend mit einem Leckerlie und einer zusätzlichen Spielrunde.

Tipp: Die ersten Bürstversuche dann unternehmen, wenn der Welpe müde ist.

Helfen Sie Ihrem Hund beim Fellwechsel

Der Fellwechsel ist für die Tiere nicht immer angenehm. Insbesondere bei Rassen mit starkem Unterfell kann der Fellwechsel beim Hund zu Juckreiz führen. Denn wenn ausgefallene Haare im Fell verbleiben, können sie pieken. Manche Hunde kratzen sich dann ständig. Sie können den Fellwechsel beschleunigen, indem Sie Ihrem Hund helfen: Bürsten Sie ihn regelmäßig. Greifen Sie zum Trimmer und lassen sich vom Fachmann zeigen, wie Sie überschüssige, tote Haare entfernen.

Zwei weitere Effekte hat das regelmäßige Bürsten: Zum einen wird die Haut durch die Massagewirkung besser durchblutet. Sie wird geschmeidiger und gleichzeitig gestärkt. Ihr Schutzfilm kann sich besser regenerieren. Zum anderen entdecken Sie bei der routinemäßigen Pflege Zecken, Flöhe oder Hautekzeme und können den Hund sofort behandeln (lassen).

Werkzeuge für die Fellpflege

Für die Fellpflege gibt es einige nützliche Werkzeuge und Spezialbürsten:
  • Zupfbürste: eine perfekte Bürste, um lose Haare und Schmutzpartikel zu entfernen. Sie ist ideal, um Filz zu lösen.

  • Borstenbürste: bestens geeignet für Rassen mit kurzen oder borstigen Haaren.

  • Entfilzer

  • Gummistriegel: zur Hautmassage und zur Gewöhnung von Welpen ans Bürsten und Kämmen.

  • Furminator: Mit dem Furminator bürsten Sie die lose Unterwolle aus dem Fell.

  • Trimmer: eine Spezialschere mit stumpfen Kanten, um totes langes Haar, bspw. bei Rauhaardackel, zu entfernen.

Helfen Sie Ihrem Hund beim Fellwechsel

Sie möchten mehr Informationen zu Fellpflege? Dann schauen Sie sich die Ratgeberseiten von Fressnapf unter Fellpflege beim Hund und Hunde scheren an.

Welche unterschiedlichen Felltypen gibt es?

Wenn Sie nicht einen mexikanischen Xoloitzcuintle oder einen Peruanischen Inka-Hund ganz ohne Fell zum Begleiter haben, lässt sich das Fell Ihres Tiers einem der folgenden Felltypen zuweisen:

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Kurzes Fell ohne oder mit nur wenig Unterwolle

Das sind zum Beispiel Kurzhaardackel, Deutsche Doggen und Dalmatiner. Bei diesen Rassen reicht meist die wöchentliche Fellpflege mit einer Noppenbürste oder einem Pflegehandschuh.
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Kurzes Fell mit Unterwolle

Dazu zählen Rottweiler und Labrador Retriever. Hier sollten Sie schon zwei- bis dreimal pro Woche zur Fellbürste greifen.
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Langes Haar ohne oder nur mit wenig Unterwolle

Pudel beispielsweise verlieren oft keine Haare. Doch ihr Haarkleid neigt zum Verfilzen. Sie sollten deshalb von Zeit zu Zeit zum Hundefriseur gehen oder selbst regelmäßig bürsten.
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Langes Haarkleid mit viel Unterwolle

Husky, Australian Shepherd, Berner Sennenhunde und Schäferhunde sollten zwei- bis dreimal pro Woche und während der Zeit des Fellwechsels täglich gebürstet werden.
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Rauhaarige Hunde

Rauhaarige Hunde sind in Bezug auf ihr Fell etwas Besonderes. Rassen wie Rauhaardackel oder Schnauzer haaren sehr unterschiedlich und individuell. Lassen Sie sich die Pflege der Haare von einem Hundefriseur zeigen.

Jeder Hund ist ein Individuum. Auch innerhalb einer Rasse kann der Fellwechsel ganz unterschiedlich ausfallen. Der Tierarzt kann Ihnen dazu Tipps geben.

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