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Dackel – der Hund aus dem Untergrund

Kleiner Filou: Mit sprichwörtlich gewordenem Dackelblick schmeichelt er sich ein, hinter seinen Schlappohren hat er es faustdick. Längst ist der Dackel oder Teckel nicht mehr exklusiver Begleiter von Waidmännern, sondern hat sich als beliebter Rassehund etabliert. Er zählt zu den Klassikern unter den heimischen Hunderassen. Dennoch ist seine Verbreitung derzeit rückläufig.

Der beste Freund des Jägers

Der Dackel ist eine typisch deutsche Hunderasse und wurde bereits im Mittelalter für die Jagd gezüchtet: Mit seinen kurzen Beinen und dem lang gestreckten Körper konnte er in jeden Bau eindringen, daher der veraltete Name „Dachshund“. Durch die Hängeohren blieb der Gehörgang geschützt. Außerhalb von Deutschland wurde der Dackel populär, als sich im 19. Jahrhundert Königin Viktoria für die Rasse zu interessieren begann. Man unterscheidet zwischen Langhaardackel, Kurzhaardackel und Rauhaardackel. Die Dackelgröße wird in der Regel nicht durch die Widerristhöhe, sondern den Brustumfang angegeben. Dieser sollte nach FCI-Standard mindestens 35 cm beim Teckel messen. Beim Zwergteckel ist eine Spanne von 30 bis 35 cm zu erreichen und beim Kaninchenteckel darf der Brustumfang maximal 30 cm betragen. Entsprechend unterschiedlich macht sich das Dackelgewicht aus: Je nach Format wiegt ein Dackel zwischen 3 und 9 Kilo.

Der Dackel Charakter

Trotz ihrer handlichen Größe sind Dackel keine Schoßhunde. Dazu sind die Energiebündel zu lebhaft und beschäftigt. Als Dackelhalter sollten Sie Zeit für ausgiebige Spaziergänge einplanen. Vorsicht ist beim Zusammenleben von Dackeln mit anderen Haustieren geboten: Fremde Kleintiere und solche außerhalb der Wohnung sind für ihn Beute. Der Dackel Charakter zeichnet sich durch eine große Portion Mut und Unerschrockenheit aus. Verständlich, denn dem Hund konnten beim Einsatz auf der Jagd jederzeit wehrhafte Tiere begegnen. Dieser Charakterzug setzt sich fort: Dackel haben kein Problem damit, sich mit größeren Artgenossen anzulegen und kläffend ihre Stellung zu verteidigen. Dackel sind Menschen gegenüber freundlich, Unbekannten begegnen sie reserviert. Die Anhänglichkeit gegenüber Menschen ist beim Dackel weniger ausgeprägt als bei anderen Rassen. Da Dackel misstrauisch und aufmerksam sind, eignen sie sich vorzüglich als Wachhunde.

Dackel Erziehung und Haltung

Dackel sind selbstbewusst, haben ihren eigenen Willen und neigen zur Selbstüberschätzung. Seien Sie konsequent bei der Erziehung ihres Hausgenossen, bevor der Zwerg das Regiment über den Haushalt übernimmt! Mit belohnungsorientierter, konsequenter Erziehung lassen Dackel sich zu Kooperation bewegen. Auch Aufgaben sind wichtig: Fährtensuche ist eine gute Beschäftigung, die dem natürlichen Verhalten des Dackels entgegenkommt. Auch das Buddeln gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Dackels. Generell zieht er spannende lange Hundesport-Aktivitäten vor. Eine Schleppleine und ein Geschirr sind unverzichtbare Accessoires für den Dackelhalter. Die leidenschaftlichen Stöberer verschwinden im Jagdfieber schnell im nächsten Gebüsch und lassen sich nur schwer von ihrer Spur ablenken. Dass sie ihren Besitzer dabei auch außer Sichtweite verlieren, beunruhigt die Dackel nicht. Wenn Sie in wildreichen Gebieten unterwegs sind, vergessen Sie nicht: Ein Kaninchen ist für den Dackel im Zweifelsfall wichtiger als Gehorsam. Beim Dackel handelt es sich daher nicht um eine geeignete Rasse für Hunde-Anfänger, sondern um ein arbeitseifriges Tier mit Jagdinstinkt.

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Fellpflege: Zeckenkontrolle und Bürste

Wer stets in Bodennähe durchs Unterholz stromert, muss, vor allem im Sommer, regelmäßig auf Zecken kontrolliert werden. Zur Pflege benutzen Sie Zeckenzange, Fellkamm und eine der Felltextur entsprechende Bürste. Das Skelett und die Gelenke des Dackels sind nicht für sportliche Höchstleistungen oder große Belastungen ausgelegt. Wirken Sie also Übergewicht entgegen und ersparen Sie dem Hund möglichst die Bewältigung von Treppen.

Steckbrief Dackel
Steckbrief Dackel
Größe: 17-27 cm Schulterhöhe
Gewicht: 3-9 kg
Herkunft: Deutschland
Körperbau: kurze Beine, im Verhältnis lange Wirbelsäule
Fell und Farbe: einfarbig (Rot, Rotgelb, Gelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung), zweifarbig (Tiefschwarz oder Braun, je mit rostbraunen oder gelben Brand, gestromt, rein Schwarz oder Weiß ohne Brand unerwünscht
Fellstruktur: kurz, glatt und dicht, gleichfarbig
Ohren: Schlappohren
Augen: oval, dunkelrot bis schwarzbraun
Charakter: eigenwillig, selbstsicher, mutig, argwöhnisch, wachsam
Pflege: regelmäßige Fellpflege, besonderes Augenmerk auf Zeckenbefall
Besonderheit: extrem stark ausgeprägter Jagd- und Stöbertrieb
Klassifikation: Begleit- und Jagdgebrauchshunde
Gesundheit: neigt zu Diabetes, Übergewicht und Bandscheibenvorfall, Herzerkrankungen

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