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Kastration von Katzen und Hunden: Vorbereitung, Ablauf und Nachsorge

Das können Sie tun, damit sich Katze und Hund nach einer Kastration oder Sterilisation schnell erholen.

Die Entscheidung ist gefallen:

Ihr Liebling soll kastriert werden. Doch was geschieht dabei eigentlich? Bei der Kastration von Katze und Hündin werden beide Eierstöcke entnommen. Beim Rüden oder Kater werden beide Hoden entfernt. Mittlerweile kann die Kastration minimalinvasiv durchgeführt werden. Die Vorteile: Die Schnitte sind sehr klein, das Infektionsrisiko nach der Operation ist daher etwas geringer, zudem blutet die Wunde kaum und der kleine Patient erholt sich schneller.

Kastration: Die geschieht nach der OP

Am besten nehmen Sie sich am Operationstag und an den beiden Folgetagen Urlaub, sodass Sie Ihren Vierbeiner in den ersten Tagen nach der OP beobachten können. Endoskopische Operationen hinterlassen zwar nur kleine Narben, aber auch diese müssen sauber gehalten werden. Halten Sie sich hier in jedem Fall an die Anweisungen des behandelnden Tierarztes. Ratsam ist ein Leckschutz. Ob durch einen Body, einen aufblasbaren Kragen oder den berüchtigten Lampenschirm: Wichtig ist, dass Ihr Tier nicht an die Wunde herankommt oder gar an den Fäden knabbert. Was es nun am meisten benötigt, ist Ruhe.

 

Vorbereitung

  •  Nahrung: Zwölf Stunden vor dem OP-Termin gibt es  die letzte Mahlzeit, Wasser  bis drei Stunden vor der OP. 
  • Transport: Bereiten Sie einen Liegeplatz im Auto vor, am besten besorgen Sie sich einen Fahrer, damit Sie sich um Ihr Tier kümmern können.
  • Raum: Finden Sie einen  ruhigen Platz, an dem sich  Ihr Liebling erholen kann.

Nachsorge

  • Nahrung: Futter geben Sie erst wieder, wenn der Patient ganz wach ist, Wasser sollte immer bereitstehen.
  • Bewegung: Toben, Springen und lange Gassirunden sind in den ersten Tagen tabu!.

Kastration oder Sterilisation? Der Unterschied

Führen Sie Ihren Hund zunächst nur  an der Leine aus, Ihre Katze behalten Sie im Haus. Kontrollieren Sie die Narbe regelmäßig. Sollten sich Auffälligkeiten an der Narbe oder im Verhalten zeigen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Tierarzt.

Kastration oder Sterilisation – die Begriffe werden häufig gleichbedeutend verwendet, dabei besteht ein großer Unterschied: Bei der Sterilisation werden die Ei- bzw. Samenleiter lediglich durchtrennt oder abgebunden. Die Eierstöcke und Hoden bleiben komplett im Tier und sind weiter aktiv. Die Produktion von Sexualhormonen, Ei- und Samenzellen läuft weiter. Weibliche Tiere werden weiterhin läufig oder rollig.

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Chemische Kastration

Eine temporäre Alternative für männliche Tiere ist die chemische Kastration. Dafür gibt der Tierarzt ein Medikament unter die Haut des Rüden oder Katers. Der reiskorngroße „Verhütungschip“ lässt den Testosteronspiegel sinken, das Tier wird nach vier bis sechs Wochen fortpflanzungsunfähig. Je nach Chip hält die Unfruchtbarkeit sechs bis zwölf Monate an. Wiederholte Anwendungen sind jedoch umstritten. Ein Vorteil: Mit dem Chip können Sie testen, wie sich eine Kastration auf Ihren Vierbeiner auswirkt. Sexualhormone beeinflussen nämlich auch das Erscheinungsbild, den Appetit und den Stoffwechsel. Testosteron etwa fördert den Muskelaufbau und stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen. Das erhöht die körperliche Ausdauer. 

Häufigste Begleiterscheinung des veränderten Hormonhaushalts nach einer Kastration ist die Gewichtszunahme. Der Energiebedarf sinkt um bis zu 30 Prozent, gleichzeitig haben viele Vierbeiner mehr Appetit und weniger Lust auf Bewegung. Steuern Sie von Anfang an dagegen, indem sie die Futtermenge reduzieren oder auf entsprechendes Diätfutter umstellen  und auf reichlich Bewegung achten.

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